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2. DTB-Gesundheitstag

Expert*innen des DTB-Gesundheitstages | Foto: DTB

Gemeinsam für die Gesundheit der Athletinnen und Athleten

Wie kann die Gesundheit von Athletinnen und Athleten im Deutschen Turner-Bund künftig noch besser geschützt, gefördert und begleitet werden? Wie können durch Leitlinien in den verschiedenen Teilbereichen des Gesundheitsmanagements und durch interdisziplinäre Arbeit Leistungspotenziale ausgeschöpft werden? Mit diesen zentralen Fragestellungen beschäftigten sich am 20. September die Fachgebietsexpert*innen des DTB beim 2. Gesundheitstag des Verbandes in Frankfurt am Main.

Vertreter*innen aus den Bereichen Sportmedizin, Sportphysiotherapie, Sportpsychologie, Sporternährung und Trainingswissenschaft kamen in den Räumlichkeiten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) gemeinsam mit dem DOSB-Team Gesundheitsmanagement, DTB-Bundestrainer*innen sowie DTB-Vorstand Sport Thomas Gutekunst und weiteren Mitarbeitenden des Verbandes zum fachübergreifenden Austausch zusammen.

Der Deutsche Turner-Bund hat das Gesundheitsmanagement als strategischen Schwerpunkt verankert. In einem geförderten Projekt wird im Jahr 2026 die interdisziplinäre und sportartenübergreifende Arbeit im Gesundheitsmanagement gestärkt und insbesondere Leitlinien entwickelt. Nachdem der Beirat Gesundheitsmanagement 2025 seine Arbeit aufgenommen hatte, fanden im März 2026 die ersten DTB-Gesundheitstage mit Fachexperten statt, um die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachbereiche zu stärken und gemeinsame Standards zu entwickeln.

Nach einem erfolgreichen Auftakt und Kickoff des Leitlinienprojektes im Frühjahr in Stuttgart, stand beim 2. DTB-Gesundheitstag insbesondere die Interdisziplinarität als Schlüssel einer ganzheitlichen Athlet*innenbetreuung im Fokus. Die Teilnehmenden diskutierten, wie die verschiedenen Fachdisziplinen ihre Expertise noch enger verzahnen können, um Athletinnen und Athleten bestmöglich ganzheitlich zu begleiten – von der Prävention über die Leistungsentwicklung bis hin zur Behandlung und Rehabilitation im Verletzungsfall.

Ein zentrales Thema des Tages war die Entwicklung einheitlicher Leitlinien für den DTB. Diese werden bis Ende 2026 fertiggestellt und gemeinsame Standards in den Bereichen Daten, Betreuung, Schutz und Sensibilisierung, Personal sowie Bildung und Forschung definiert. Ziel ist es, eine verbindliche Grundlage für die Gesundheitsarbeit im deutschen Turnsport zu schaffen und die Qualität der Betreuungsstrukturen nachhaltig zu stärken.

Die Fachbereichsexperten berichteten über den jeweiligen Stand der Leitlinienentwicklung. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, Perspektiven zusammenzuführen, Schnittstellen zu identifizieren und weitere Impulse für die Fertigstellung der Leitlinien zu entwickeln.

Der Gesundheitstag verdeutlichte einmal mehr das gemeinsame Verständnis aller Beteiligten: Eine erfolgreiche sportliche Entwicklung setzt eine nachhaltige und umfassende Gesundheitsförderung voraus. Mit dem interdisziplinären Leitlinienprojekt und dem regelmäßigen Austauschformat setzt der Deutsche Turner-Bund in einer Zusammenarbeit mit dem DOSB ein wichtiges Zeichen für die ganzheitliche Athlet*innenbetreuung im deutschen Turnsport.