Zum Auftakt der Junioren-Weltmeisterschaften (JWM) in Manila (PHL) kamen die deutschen Nachwuchsturner in der Qualifikation nicht über einen 18. Platz (146,364 Punkte) in der Teamwertung hinaus, sodass weder der Mannschaft noch einem der Einzelathleten, um Nikita Prohorov (TuS Witten-Stocken), Elias Jaffer (SV Halle) und Philipp Steeb (TV Wetzgau), der Einzug in ein Finale gelang. “Wir haben heute keinen guten Wettkampf geturnt, sodass unterm Strich ein enttäuschender 18. Platz steht. Die Jungs sind natürlich dementsprechend niedergeschlagen”, sagte Bundestrainer Nachwuchs Robert Hirsch nach den Wettkampf.
Dabei zeigten die Jungs zum Einstieg in den Wettkampf zunächst an den Ringen eine ordentliche Leistung und auch die Übungen am Sprung liefen gut. Im Anschluss unterlief allen drei Turnern am Barren ein Fehler, “sodass nur zwei schlechte Wertungen ins Teamergebnis einfließen konnten.” Am Reck und am Boden hielt die Pechsträhne der Nachwuchsturner weiter an. Die anspruchsvollste Reckübung von Elias Jaffer (D-Wert: 4,7) ging am Ende nicht in die Teamwertung ein. Ein vergleichbares Bild bot sich am Boden, wo die Übung mit dem niedrigsten Schwierigkeitswert in die Mannschaftswertung einfloss. “So wie es sich dann entwickelte, liefen auch die Übungen am Pferd nicht optimal”, sagte Hirsch. Jaffer turnte als Einziger seine Übung durch. Prohorov und Steeb hätten mit 4,8 und 4,3 jedoch die deutlich höheren Schwierigkeitswerte vorzuweisen. “Ich glaube, Nikita ist bei dem Element noch nie ein Fehler unterlaufen. Wäre ihm das nicht passiert, wäre er durchaus in der Lage gewesen, das Finale am Pferd zu erreichen.”
“Wir hoffen natürlich für die Zukunft die besten Lehren aus diesem Wettkampf ziehen zu können, um beim nächsten Großereignis erfolgreicher dazustehen”, richtete Hirsch mit Blick nach vorn.
Gold ging mit 163,095 Punkten an die chinesische Mannschaft. In einem engen Kampf setzte sich Japan mit 162,429 Punkten gegen die USA mit 162,329 im Duell um Silber und Bronze durch.