Kaum eine Persönlichkeit verkörpert die Werte des deutschen Faustballs so nachhaltig wie Roland Schubert. Ob als Spieler, Trainer, Bundestrainer, Vereinsfunktionär oder Vorstandsmitglied von Faustball Deutschland – über Jahrzehnte hinweg hat er den Sport mit außergewöhnlichem Engagement, großer Verlässlichkeit und bemerkenswerter Leidenschaft geprägt.
Für diese herausragenden Verdienste wurde Roland Schubert mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgezeichnet. Die Ehrung wurde am vergangenen Montag in der Senatsverwaltung der Stadt Berlin durch die Staatssekretärin für Inneres und Sport, Franziska Becker, überreicht.
Ein Leben für den Faustballsport
Viele Stationen hat Roland Schubert in seinem Leben erfolgreich gemeistert. Doch unabhängig von seiner jeweiligen Funktion war eines immer gleich: sein unermüdlicher Einsatz für den Faustballsport. Wer Roland Schubert kennt, weiß, dass er nie die große Bühne gesucht hat. Seine Arbeit spielte sich häufig im Hintergrund ab – dort jedoch mit einer Konsequenz, Leidenschaft und Verlässlichkeit, die ihresgleichen sucht. Wenn Unterstützung benötigt wurde, wenn Herausforderungen zu bewältigen waren oder kurzfristig Verantwortung übernommen werden musste, war Schubert oft einer der Ersten, die bereitstanden.
Sein Engagement beschränkte sich dabei nie auf das Notwendige. Vielmehr war und ist er jemand, der Menschen zusammenführt, Lösungen findet und andere für gemeinsame Ziele begeistert. Seine Leidenschaft für den Faustballsport ist kaum in Worte zu fassen – Roland Schubert lebt Faustball, seit Jahrzehnten. Dabei konnte und kann er stets auf die Unterstützung seiner Frau Angela und seiner Familie zählen. Ohne diesen Rückhalt wäre ein ehrenamtliches Engagement in dieser Größenordnung kaum möglich gewesen.
Uwe Schneider, Vorstandsvorsitzender von Faustball Deutschland, würdigt seine Verdienste mit großer Anerkennung: „Man kann die langjährigen ehrenamtlichen Verdienste von Roland kaum alle aufzählen. 40 Jahre Ehrenamt sind ein unglaublicher Zeitraum. Und selbstverständlich hoffen wir, dass uns Roland auch in den kommenden Jahren weiterhin so tatkräftig zur Seite steht. Roland ist eine der Säulen in unserem Vorstand. Mit seiner Ruhe, seiner Erfahrung und seiner Besonnenheit bringt er uns auch in schwierigen Situationen mit Bedacht weiter.“
Ehrenamt mit Vorbildcharakter
Was Roland Schubert besonders auszeichnet, ist sein Verständnis für das Ehrenamt. Für ihn bedeutet freiwilliges Engagement nicht nur Einsatzbereitschaft, sondern auch Verantwortung, Verlässlichkeit und langfristiges Denken. Über vier Jahrzehnte hinweg hat er gezeigt, wie viel durch ehrenamtliche Arbeit bewegt werden kann. Unzählige Stunden Organisation, Gespräche, Sitzungen, Planungen und Fahrten stehen hinter den sichtbaren Erfolgen auf den Spielfeldern.
Gerade deshalb ist seine Auszeichnung auch weit mehr als eine Würdigung einer einzelnen Person. Sie macht deutlich, welche Bedeutung das Ehrenamt für den Sport insgesamt besitzt. Ohne die vielen engagierten Menschen in Vereinen, Landesverbänden und auf Bundesebene wäre der Faustballsport in Deutschland nicht denkbar. Trainerinnen und Trainer, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, Organisatoren, Vorstandsmitglieder und Helferinnen und Helfer sorgen Tag für Tag dafür, dass Spielbetrieb, Nachwuchsarbeit und Veranstaltungen überhaupt möglich sind.
Roland Schubert steht beispielhaft für dieses Engagement. Sein Weg zeigt eindrucksvoll, dass sich ehrenamtlicher Einsatz lohnt – nicht wegen persönlicher Auszeichnungen, sondern weil er Menschen zusammenbringt, junge Sportlerinnen und Sportler fördert, Gemeinschaft schafft und den Faustballsport nachhaltig stärkt. Wer Verantwortung übernimmt und sich einbringt, kann die Zukunft unseres Sports aktiv mitgestalten.
Eine Ehrung als Signal für den gesamten Faustballsport
Die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande würdigt ein Lebenswerk, das über Jahrzehnte hinweg von Leidenschaft, Verantwortungsbewusstsein und Einsatzbereitschaft geprägt war. Sie ist zugleich ein Zeichen der Wertschätzung für all jene, die sich im Hintergrund für den Faustballsport engagieren und oftmals ohne große öffentliche Aufmerksamkeit Großes leisten.
Roland Schubert steht für dieses starke Fundament im Faustball. Sein Wirken beim VfK Berlin, als Bundestrainer und im Vorstand von Faustball Deutschland hat Generationen von Sportlerinnen und Sportlern geprägt und die Entwicklung des deutschen Faustballs nachhaltig beeinflusst.