Nach zwei Operationen kehrt Emma Malewski zurück auf die internationale Bühne – bei den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games will die 20-jährige Turnerin im Juli wieder zeigen, was in ihr steckt. Die Studentin der TU Chemnitz gehört seit Jahren zum Bundeskader und verbindet Studium und Spitzensport mit viel Disziplin und Leidenschaft. Im Interview spricht sie über ihr Comeback, den Alltag zwischen Hörsaal und Turnhalle – und die besondere Bedeutung eines Wettkampfs im eigenen Land.
Was bedeutet dir deine Nominierung für die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games?
Die Nominierung für die FISU Games bedeutet mir sehr viel – vor allem, weil es auch mein Comeback auf internationaler Bühne nach zwei Operationen ist. Ich bin sehr glücklich, dieses besondere Ereignis bei den FISU Games feiern zu können.
Was sind deine Erwartungen an die FISU Games – sportlich und persönlich?
Meine Erwartungen sind, meine Übungen fehlerfrei zu absolvieren und mit Selbstvertrauen wieder in einer großen Halle zu stehen. Mein Ziel ist es, bei diesem Wettkampf einfach wieder zu zeigen, was ich kann, und meine Übungen stabil zu präsentieren. Wenn es sogar für ein Finale reicht, würde ich mich natürlich sehr freuen.
Welche sportlichen Ziele steckst du dir und was war dein größter sportlicher Erfolg?
Mein bisher größter Erfolg war die Europameisterschaft 2022 in München. Dort bin ich Europameisterin am Balken geworden und habe mit dem Team die Bronzemedaille gewonnen.
Wie bereitest du dich auf die FISU Games vor?
Ich bereite mich vor allem mit hartem Training auf den Wettkampf vor, aber auch mental stärke ich mich gezielt dafür. Es ist schon eine Weile her, dass ich auf einer so großen Bühne geturnt habe.
Seit wann bist du als Spitzensportler*in aktiv und wie bist du dazu gekommen?
Seit 2018 bin ich im Bundeskader und bereits seit 2017 in Chemnitz, wo ich mich intensiv auf internationale Wettkämpfe vorbereite. Aus vier Trainingseinheiten pro Woche wurden mittlerweile zehn – und damit haben sich auch meine sportlichen Ziele deutlich erweitert.
Was bedeutet dir der Spitzensport?
Für mich bedeutet Spitzensport die Verbindung zwischen Körper und Geist – sich jeden Tag an die eigenen Grenzen zu bringen. Es ist viel mehr als nur ein Hobby – es ist meine Leidenschaft.
Was ist dein Karriereziel im Sport und an der Uni/später im Beruf?
Seit meinen Operationen habe ich gelernt, dass Erfolge nicht das einzig Wichtige im Leben sind – genauso entscheidend ist es, Spaß an dem zu haben, was man tut. Und genau diese Freude spüre ich beim Turnen. Ich hab noch große Ziele in meiner sportlichen Karriere, aber ich gehe einen Schritt nach dem anderen.
Beruflich bin ich mir noch nicht sicher, was ich machen möchte. Ich möchte dieses Jahr nutzen, um das herauszufinden.
Hast du sportliche Vorbilder, wenn ja, welche?
Mein sportliches Vorbild ist Sunisa Lee, eine amerikanische Turnerin, die bereits zweimal an den Olympischen Spielen teilgenommen hat. Sie hat sich aus schwierigen Phasen wieder nach oben gekämpft und es geschafft, 2024 in Paris dabei zu sein. Sie ist ein großes Vorbild für mich – vor allem, weil sie nur ein Jahr älter ist und schon so viel erreicht hat.
Steht dein Fanclub schon für den Sommer in NRW? Wen hast du schon alles eingeladen?
Zu den FISU Games werden meine Mama und meine Oma kommen – wie immer bei meinen großen Wettkämpfen. Sie unterstützen mich sehr, und ich freue mich riesig, dass sie dabei sein werden.
Welche Message möchtest du deinen Fans und allen Leser*innen hier und jetzt mitgeben?
Meine Botschaft an alle: Nach Tiefen kommen auch wieder Höhen – gebt niemals auf und kämpft für eure Träume!
Quelle: adh