Turn-Team Deutschland

Bronze für Emma Malewski

Emma Malewski bei den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games  in Essen | Foto: Lukas Schulze

Emma Malewski gewinnt Bronze am Schwebebalken bei den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games in Essen

Als einzige deutsche Turnerin schaffte es Emma Malewski (TU Chemnitz) ins Gerätfinale am Schwebebalken – und belohnte sich dort mit einer Bronzemedaille. Sie musste sich nur der Weltmeisterin von 2021 Urara Ashikawa aus Japan und Tonya Paulsson (Chinesisch Taipeh) geschlagen geben. Für die 21-Jährige ist das Edelmetall weit mehr als nur ein sportlicher Erfolg: „Ich lag die vergangenen zwei Wochen krank im Bett und es war bis zuletzt unklar, ob ich an den FISU Games teilnehmen kann“, berichtete Malewski nach ihrem Wettkampf. Trotz gesundheitlicher Rückschläge zeigte sie sich stark: „Ich bin total froh, dass ich meine Übungen so turnen konnte, wie ich es mir vorgenommen hatte. Es war hin und wieder ein Wackler da, aber es hat viel Spaß gemacht, hier vor begeistertem Publikum aufzutreten.“

Im Finale wählte Malewski von der TU Chemnitz eine durchaus anspruchsvolle Übung aus und erhielt für ihre solide Umsetzung mit kleineren Fehlern 13,166 Punkte. Die Schwedin Paulsson, die derzeit für Chinesisch Taipeh antritt, entschied sich für eine leichtere Choreographie, führte diese aber nahezu fehlerfrei aus und schob sich als letzte Starterin mit 13,266 noch knapp vor Malewski auf Platz zwei. Die beste und schwierigste Darbietung des Abends gelang Ashikawa. Die Schwebebalken-Weltmeisterin von 2021 gewann mit 14,166 Punkten und einem deutlichen Vorsprung Gold.

Die Medaille hat für Malewski vor allem eine emotionale Bedeutung: „Die letzten zwei Jahre liefen leider nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Ich musste mit vielen Verletzungen kämpfen, habe mich immer wieder hochgearbeitet und bin jedes Mal wieder runtergefallen. Ich bin so froh, nicht aufgegeben zu haben – und jetzt die Bronzemedaille der FISU Games um den Hals tragen zu dürfen, macht mich einfach glücklich!“