Turn-Team Deutschland

Bronze im Länderkampf für junges DTB-Team

DTB-Frauen-Team in  Großbritannien | Foto: DTB

Jesenia Schäfer führt in Stoke-on-Trent als Mehrkampf-Dritte auch deutsche Riege aufs Podium

Mit zwei Bronzemedaillen veredelten die deutschen Turnerinnen einen starken Auftritt beim traditionellen Länderkampf am Sonntag (13.09.20026) in Großbritannien. "Das war eine höchst wertvolle und positive Erfahrung für das ganze Team, das nun selbstbewusst in die nächsten Aufgaben gehen kann", sagte eine hörbar stolze LaPrise Williams, die die ganz junge Riege des Deutschen Turner-Bundes in Stoke-on-Trent betreute und sich über insgesamt 146,00 Punkte freute. Platz drei hinter dem Team des Gastgebers (158,000 Punkte) und Frankreich (148,000) war das Ergebnis einer gemeinschaftlichen Energieleistung, aber auch dem starken Auftritt einer einzelnen Turnerin zu verdanken. 

Jesenia Schäfer  stand auch in der Mehrkampf-Wertung auf der dritten Stufe des Podiums, nachdem sie sich mit 50,450 Punkten zwischen vier Britinnen geturnt hatte. Hinter der überlegenen Siegerin Alice Kinsella (53,900) lag die 16 Jahre alte Turnerin vom TuS Chemnitz-Altendorf nur vier Zehntel hinter deren Teamkollegin Crystelle Lake.

An allen vier Geräten war Jesenia Schäfer beste Turnerin des deutschen Teams. Mit dem persönlichen Höhepunkt beim Sprung, in dem sie im Vorjahr Deutsche Meisterin geworden war. Mit 13,250 Punkten fehlten nur fünf Hundertstel auf Rang zwei beim überlegenen Sieg von Alice Kinsella (13,850) an diesem Gerät. Mit zwei fünften Plätzen und Rang acht in den Einzelwertungen am Stufenbarren (12,350), Boden (12,650) und Schwebebalken (12,200) sammelte die DTB-Riege weitere Punkte für das Team, das sehr mühsam in den Länderkampf gestartet war. "Das Team hat eine starke Reaktion nach einem sehr herausfordernden Durchgang am Schwebebalken gezeigt", lobte LaPrise Williams die Mannschaft, die hinter Jesenia Schäfer frühestens auf Rang 13 der Gerätewertung zu finden war: "Aber die Mannschaft blieb fokussiert und hat den Wettkampf auf  hohem Niveau beendet".

Janoah Müller (TSG Haßloch) platzierte sich mit der jeweils zweitbesten teaminternen Note auf Rang sieben der Mehrkampfwertung (48,750), gefolgt von der ebenfalls an allen vier Geräten eingesetzten Frederika Suhl (Berliner TSC/43,450) auf Rang 13. Der gemeinsame fünfte Platz von Janoah Müller und Marlene Gotthardt (MTV Stuttgart/je 13,050) machten den Sprung zum Paradegerät der deutschen Riege, für die zudem Yonca Özgül (Berliner Turnerschaft) und Madita Mayr (TSV Jetzendorf) im Einsatz waren.
Für die Bestnoten des Tages sorgten durchweg die britischen Turnerinnen: Alice Kinsella (13,850) am Sprung, Emily Roper am Stufenbarren (13,350), Alia Leat auf dem Balken (14.050) und Shanna-Kae Grant am Boden (13,100).

Für die jungen deutschen Turnerinnen besteht die nächste Herausforderung nun darin, sich im Vergleich mit den EM-Starterinnen in der internen Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Rotterdam (17. bis 25. Oktober) zu empfehlen. Das gilt auch für die in Stoke-on-Trent eingesetzten Dario Sissakis (SC Berlin), Glenn Trebing (TK Hannover), Marcel Graf (VT Rinteln), Milan Hosseini (TG Böckingen), Mika Wagner (TG Böckingen) und Valentin Zapf (TSV Unterföhring), die am Tag zuvor im ebenfalls von Großbritannien gewonnenen Länderkampf der Männer Platz fünf belegt hatten.