Kinderturnen

Bundesjugendspiele mit Neuerungen

Parkourübungen für Bundesjugendspiele | Foto: DTJ

DTJ entwickelt Parkour als neues Wettbewerbsformat im Turnen

Neuerungen bei den Bundesjugendspielen: Die Bildungsministerkonferenz hat vergangenen Donnerstag (11.06.2026) beschlossen, die Regelungen für die Bundesjugendspiele in den Grundsportarten Leichtathletik und Schwimmen anzupassen.

Zudem entwickelt die Deutsche Turnjugend, die Jugendorganisation im DTB, derzeit ein neues Parkour-Wettbewerbsangebot für den Bereich Turnen und sucht hierfür Pilotschulen zur Erprobung. 

Ab dem kommenden Schuljahr können die Bundesjugendspiele in der Leichtathletik und im Schwimmen in den Klassen 3 und 4 sowohl als Wettbewerb als auch als Wettkampf durchgeführt werden. Seit dem Schuljahr 2023/24 war in der Grundschule in diesen beiden Sportarten ausschließlich die Wettbewerbsform vorgesehen. 

Die drei an den Bundesjugendspielen beteiligten Sportfachverbände, Deutscher Leichtathletik-Verband (DLV), Deutscher Schwimm-Verband (DSV) und Deutscher Turner-Bund (DTB), empfehlen für die Grundschule weiterhin insbesondere die Wettbewerbsform. Sie trägt den Entwicklungsständen von Kindern in besonderer Weise Rechnung und ermöglicht altersgerechte Leistungserfahrungen bei gleichzeitig hoher Bewegungsaktivität und Beteiligung aller Kinder. 

Für die Grundsportart (Gerät-)Turnen ergeben sich durch die aktuelle Entscheidung keine Änderungen. Hier stehen die Wettbewerbs- und die Wettkampfform weiterhin von Klasse 1 bis Klasse 10 zur Verfügung. Schulen können damit auch im Turnen das Format auswählen, das am besten zu ihren pädagogischen Zielsetzungen, ihren Rahmenbedingungen und den Bedürfnissen ihrer Lerngruppen passt. 

Der Wettbewerb im Turnen eignet sich insbesondere für die motorische Grundlagenausbildung sowie für eine inklusive Durchführung. Er bietet einen spielerischen und kindgemäßen Zugang zum Sport und zur Bewegung. Im Mittelpunkt stehen grundlegende Bewegungsformen wie Rollen, Schwingen, Springen oder Balancieren. Der Wettkampf im Gerätturnen orientiert sich hingegen an den Anforderungen der Sportart und umfasst festgelegte Übungen an den verschiedenen Geräten, die nach mehreren Kriterien – beispielsweise Grundpunkten und Ausführung – bewertet werden. Beide Formate setzen unterschiedliche Schwerpunkte und ermöglichen es Schulen, die Bundesjugendspiele im Turnen passend zu ihrer Schülerschaft und ihren Unterrichtszielen zu gestalten. 

Parkour-Wettbewerb in Entwicklung – Pilotschulen gesucht 

Zudem arbeitet die Deutsche Turnjugend derzeit an einem neuen Wettbewerbsformat im Bereich Parkour als mögliche Ergänzung der Wettbewerbsangebote im Turnen bei den Bundesjugendspielen. Ziel ist es, ein weiteres attraktives, altersgerechtes und praxistaugliches Bewegungsangebot für den Schulalltag zu entwickeln. Aktuell werden Schulen und Lehrkräfte gesucht, die die ersten Übungsentwürfe im Unterricht erproben und ihre Erfahrungen in den Entwicklungsprozess einbringen möchten. 

Die erste Testphase läuft bis zu den Herbstferien 2026. Die Rückmeldungen der teilnehmenden Schulen fließen direkt in die weitere Ausgestaltung des Wettbewerbsformats ein. Nach der Überarbeitung der Übungen ist Anfang 2027 eine weitere Praxiserprobung des dann weitgehend finalisierten Wettbewerbsformats vorgesehen.

Interessierte Schulen und Lehrkräfte können sich über das Formular rückmelden

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Eine kurze Info-Übersicht sowie Kontakt für Fragen findet ihr hier:

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