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Carl-Schuhmann-Medaille für internationale Erfolge verliehen

Katrin Engel, Natallia Raskina, Anastasia Simakova, Julia Raskina-Rizzo, Darja Varfolomeev (v.l.n.r.)

Erstmals auch an Heimtrainerinnen und Heimtrainer

Der Deutsche Turner-Bund zeichnete im Rahmen von Die Finals 2026 in der ZAG arena in Hannover am 23. und 26. Juli mit Fabian Vogel, Matthias Schuldt, Caio Lauxtermann, Darja Varfolomeev und Anastasia Simakova fünf international erfolgreiche Athletinnen und Athleten mit der Carl-Schuhmann-Medaille aus. Erstmals erhalten auch ihre Heimtrainerinnen und Heimtrainer die besondere Auszeichnung.

Die Carl-Schuhmann-Medaille wird vom Deutschen Turner-Bund für das Erreichen der Plätze eins bis drei bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften, World Games und Europameisterschaften verliehen. Sie erinnert an einen der vielseitigsten und erfolgreichsten deutschen Sportler der Geschichte. Carl Schuhmann, der von 1869 bis 1946 lebte, war der erfolgreichste Teilnehmer der ersten Olympischen Spiele der Moderne im Jahr 1896 in Athen. Er gewann die Wettbewerbe im Pferdsprung, am Barren und am Reck sowie im Ringen im griechisch-römischen Stil. Darüber hinaus holte er Bronze im beidarmigen Stoßen des Gewichthebens. In den Jahren 1898 und 1903 wurde Schuhmann zudem Deutscher Turnfestsieger.

Erstmals gemeinsame Ehrung mit den Heimtrainer*innen
Bei den Finals 2026 wird die Medaille erstmals nicht nur an die erfolgreichen Athlet*innen, sondern auch an deren jeweilige Heimtrainerinnen und Heimtrainer vergeben. Damit würdigt der DTB die Menschen, die die sportliche Entwicklung der Athlet*innen über viele Jahre begleiten und mit ihrer täglichen Arbeit eine wesentliche Grundlage für internationale Erfolge schaffen. Die gemeinsame Auszeichnung macht deutlich, dass Medaillen bei internationalen Großereignissen das Ergebnis einer langfristigen und vertrauensvollen Zusammenarbeit sind. Neben der Arbeit der Bundestrainer*innen spielt dabei insbesondere die kontinuierliche Betreuung im Heimatverein und am jeweiligen Stützpunkt eine entscheidende Rolle.

Silber und Bronze für die Trampolinturner
Am 23. Juli 2026 überreichte DTB-Vizepräsident Jürgen Garziella die Carl-Schuhmann-Medaille an die erfolgreichen Trampolinturner und ihre Heimtrainer.

Fabian Vogel und Matthias Schuldt wurden für ihre Silbermedaille im Synchronturnen bei den Europameisterschaften 2026 in Portimão (POR) ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt Vogel erhielt die Ehrung für die gemeinsam mit Caio Lauxtermann gewonnene Bronzemedaille im Synchronwettbewerb bei den World Games 2025 in Chengdu (CHN). Auch Lauxtermann wurde für diesen Erfolg mit der Carl-Schuhmann-Medaille geehrt.
Fabian Vogel und Caio Lauxtermann erhielten die Auszeichnung gemeinsam mit ihrem Heimtrainer Steffen Eislöffel. Matthias Schuldt wurde zusammen mit seinem Heimtrainer Jörg Hohenstein ausgezeichnet. Lauxtermann und Hohenstein konnten an der Verleihung in Hannover nicht persönlich teilnehmen.

Acht internationale Goldmedaillen für Darja Varfolomeev
Die Ehrung der erfolgreichen Einzelgymnastinnen der Rhythmischen Sportgymnastik und ihrer Heimtrainerin erfolgte am 26. Juli 2026 durch DTB-Vizepräsidentin Katrin Engel.
Darja Varfolomeev wurde für insgesamt acht Goldmedaillen bei den Welt- und Europameisterschaften 2025 und 2026 ausgezeichnet. Bei den Weltmeisterschaften 2025 in Rio de Janeiro (BRA) gewann sie die Titel im Mehrkampf und mit dem Team sowie in den Gerätefinals mit Ball, Keulen und Band. Bei den Europameisterschaften 2026 im bulgarischen Varna setzte die Olympiasiegerin ihre Erfolgsserie fort. Dort gewann sie den kontinentalen Mehrkampftitel und sicherte sich darüber hinaus Gold mit dem Ball und dem Band. Gemeinsam mit Varfolomeev wurde ihren Heimtrainerinnen Julia Raskina-Rizzo und Natallia Raskina mit der Carl-Schuhmann-Medaille geehrt.

Mannschaftsgold und Reifenbronze für Anastasia Simakova
Auch Anastasia Simakova blickt auf erfolgreiche Weltmeisterschaften 2025 in Rio de Janeiro zurück. Gemeinsam mit Darja Varfolomeev und der deutschen RSG-Gruppe gewann sie die Goldmedaille in der Teamwertung. Im Gerätefinale mit dem Reifen sicherte sich Simakova zudem die Bronzemedaille und damit ihre erste individuelle WM-Medaille im Seniorenbereich. Auch sie erhielt die Carl-Schuhmann-Medaille gemeinsam mit ihren Heimtrainerinnen Julia Raskina-Rizzo und Natallia Raskina, die somit für ihre erfolgreiche Arbeit mit beiden Gymnastinnen ausgezeichnet wird.

RSG-Gruppe bereits in Schmiden ausgezeichnet
Die Mitglieder der erfolgreichen deutschen RSG-Gruppe hatten die Carl-Schuhmann-Medaille bereits im Rahmen von Gymnastik International am 15. März 2026 in Schmiden erhalten. DTB-Vizepräsident Jürgen Garziella überreichte die Auszeichnung an Helena Ripken, Anna-Maria Shatokhin, Melanie Dargel, Anja Kosan, Emilia Wickert und Olivia Falk sowie an ihre Trainerinnen Camilla Pfeffer und Camilla Patriarca. Gewürdigt wurde die Goldmedaille in der Teamwertung bei den Weltmeisterschaften 2025, die die Gruppe gemeinsam mit den Einzelgymnastinnen Darja Varfolomeev und Anastasia Simakova errungen hatte. Die Ehrungen in Schmiden und Hannover vervollständigen damit die Auszeichnung des gesamten erfolgreichen deutschen WM-Teams und der an den Erfolgen beteiligten Heimtrainerinnen und -trainern.

Mit der Verleihung der Carl-Schuhmann-Medaille würdigt der Deutsche Turner-Bund herausragende internationale Leistungen und zugleich die enge Zusammenarbeit zwischen den Athlet*innen und ihren Heimtrainer*innen. Gemeinsam stehen sie für Vertrauen, Kontinuität und die intensive tägliche Trainingsarbeit, die Erfolge auf europäischer und internationaler Bühne erst möglich macht.