Turn-Team Deutschland

Deutsche Synchronpaare turnen ins Finale

Fabian Vogel und Matthias Schuldt. | Foto: Thomas Rösler

Braaf/Eislöffel und Schuldt/Vogel bescheren dem DTB bei der Trampolin-EM in Portimão auch Tickets für die European Games

Zwei deutsche Synchronpaare stehen bei den Trampolin-Europameisterschaften im portugiesischen Portimão im Finale. Bei den Frauen schafften Luisa Braaf und Aurelia Eislöffel mit 47,380 Punkten als Vierte des Vorkampfs den Sprung in die Medaillenentscheidung am Sonntag. Bei den Männern reichten Fabian Vogel und Matthias Schuldt 51,320 Punkte für Rang neun, was in der nach Nationen bereinigten Liste den fünften Platz und damit ebenfalls das Weiterkommen bedeutete. Gleichzeitig buchten beide Paare das Ticket für die European Games im nächsten Jahr in Istanbul. 

Das zweite DTB-Paar bei den Turnerinnen, Christine Schuldt und Aileen Rösler, verpasste als Zehnter mit 45,480 Punkten den Endkampf, wäre aber als zweitbestes deutsches Duo wegen der Nationenregel sowieso nicht im Finale startberechtigt gewesen. 

“Wir sind sehr zufrieden mit den Senioren”, sagte Bundestrainerin Katarina Prokesova. “Die beiden erfahrenen Männer haben ihren Job gemacht, und auch bei den Frauen haben beide Paare geliefert.” Braaf/Eislöffel seien aber von der Synchronität her besser gewesen. 

U21-Paare verpassen Weiterkommen

Weniger gut lief es am Synchrontag für die beiden deutschen Mixed-Duos in der U21, Adrian Thomson/Bettina Wöll sowie Ryan Eschke/Greta Steinbrenner. Nach ordentlichen Pflichtvorträgen “war bei beiden Mädels in der Kür der Wurm drin”, erzählte Prokesova. “Sie haben gut angefangen, waren dann aber nicht konsequent genug und konnten ihre Übungen nicht zu Ende turnen. Das ist sehr schade, denn vom Potential her wäre da bei beiden Paaren definitiv das Finale drin gewesen.”

Neues Junioren-Paar überrascht mit Finaleinzug

Ein Auf und Ab erlebten die Junioren Ben Graeser und Michael Leitner, die erst einen Tag zuvor erstmals zusammen auf dem Tuch gestanden hatten, nachdem der Cottbuser Yorick Gerdes verletzt ausgefallen war. Im Vorkampf qualifizierte sich das Duo aus Breckenheim und Münster mit 78,30 Punkten als Elfter fürs Halbfinale. Doch der Start dort stand auf der Kippe, nachdem sich Leitner nach dem ersten Auftritt übergeben musste. “Aber unser Ärzteteam hat das in den Griff bekommen, und die beiden haben dann tatsächlich eine Kür gezaubert, mit der sie es ins Finale schafften”, sagte Prokesova. “Das war richtig schön.” 44,220 Punkte bedeuteten Rang sieben in der nach Nationen bereinigten Liste. 

Bei den Juniorinnen empfahlen sich Lara Sperling und Emely Schmal als 16. des Vorkampfs mit 77,790 Punkten ebenfalls für die zweite Runde. Dort jedoch kamen sie nicht gut in ihre Übung hinein und konnten sie nicht zu Ende turnen. Das zweite Nachwuchs-Duo Mila Welling/Leni Reithofer hatte in der Qualifikation in der Pflicht unterschiedliche Sprünge gezeigt und konnte den Fehler mit einer guten Kür nicht mehr ausgleichen. Rang 18 mit 69,860 Punkten lautete das Ergebnis. “Beide Paare hätten das Potential fürs Finale gehabt”, bedauerte Prokesova.