Besser hätte es für Deutschland kaum laufen können: Sowohl die U21 als auch unsere A-Nationalmannschaft gewinnen gegen Südafrika ihre Hin- und Rückspiele. Während die Hinspiele noch deutlich zu Gunsten Deutschlands ausgingen, machten es die U21-Teams in ihrem Rückspiel spannend bis zur letzten Sekunde.
Hinspiele in Kieselbronn: Souveräne Erfolge für beide Teams
Bereits in den Hinspielen in Kieselbronn zeigten sich die deutschen Mannschaften in Topform und entschieden 16 von 20 Partien für sich. Eine Begegnung besteht dabei aus vier Einzeln, zwei Mixed und je zwei Frauen- und Männerdoppeln. Pro gewonnenen Spiel erhalten die Mannschaften zwei Punkte, für den Gesamtsieg brauchen sie mindestens elf Punkte.
Die U21-Mannschaft legte einen beeindruckenden Start hin und erspielte sich in den Einzeln durch Nelia Nintzel, Nele Breiksch, Ben Hladjk und Tammo Lins eine 8:0-Führung. Die Dominanz setzte sich in den Herrendoppeln fort, wo Ben Hladjk/Tammo Lins und Hannes Bertelsmann/Philipp Wiß die Führung auf 12:0 ausbauten und den Sieg damit perfekt machten. Südafrika konnte lediglich im Frauendoppel einen knappen Sieg erzielen und verbuchte damit zwei Punkte.
Auch der A-Kader startete vielversprechend und sicherte sich in den Einzeln eine 8:0-Führung. Südafrika erzielte seine ersten Punkte in den Herrendoppeln, als Richter van Tonder und Jako Fourie gegen Till Märtens und Felix Schulteß gewannen. Weitere Punkte holten die Proteas im Frauendoppel und Mixed. Deutschland siegte somit mit 15:05 gegen Südafrika.
Rückspiele in Karben: Knappes Duell der U21
Die deutschen Nationalteams bestätigten ihre Siege der Vorwoche auch in den Rückspielen in Karben. Während die A-Nationalmannschaft ihre Leistung sogar noch steigern konnte, war es für die U21 diesmal bis zum Schluss eine Zitterpartie.
Die deutsche U21-Mannschaft konnte in den Einzeln diesmal keine klare Führung erspielen. Dank der Siege von Nelia Nintzel und Gabriel Wilhelm stand es zunächst unentschieden. Auch die Mixed-Partien und die ersten Doppel gingen unentschieden aus, sodass es vor der letzten Runde 8:8 stand. Die entscheidenden Punkte zum Unentschieden der gesamten Begegnung sicherten Tammo Lins und Ben Hladjk, die sich klar gegen Thandolwethu Khoza und Conner Luus durchsetzten. Parallel dazu trennten sich Sarah Engelken und Nele Breiksch unentschieden von Ilze Olley und Nomnotho Buthelezi im Frauendoppel. Dieser eine Spielpunkt reichte der deutschen U21 letztlich zum 11:09-Gesamtsieg.
Die A-Nationalmannschaft zeigte sich erneut souverän und besiegte Südafrika mit 16:04. Dies ist besonders bemerkenswert, da sich Einzel-Weltmeisterin Henrike Jansen am Vortag im Doppelwettbewerb verletzt hatte und ausfiel. Dies zwang Bundestrainer Timo Hufnagel dazu, die Aufstellung noch kurzfristig ändern zu müssen. Trotz des bitteren Verlusts setzte sich die Mannschaft in den Einzeln beeindruckend mit 7:1 durch. Besonders hervorzuheben ist der überraschende und entscheidende Sieg von Valerie Häßlich gegen Südafrikas Nummer 1, Melicia Fourie. Damit hatte das deutsche Team eine hervorragende Ausgangsposition und benötigte nur noch vier Spielpunkte für den Gesamtsieg. In den Mixed-Partien gewannen beide Nationen jeweils ein Spiel. Die Entscheidung fiel schließlich in den ersten Frauen- und Männerdoppeln: Nadine Lemke und Naemi Singrün siegten souverän mit 46:36 gegen Emelia Olley und Melicia Fourie, während sich Jonas Kruse/Alexander Wiß und Brendon Herbst/Jako Fourie mit einem 29:29-Unentschieden trennten. Damit führte die deutsche Mannschaft uneinholbar mit 12:04 und baute ihren Vorsprung in der letzten Runde sogar auf 16:04 aus – ein noch besseres Ergebnis als im Hinspiel.
Insgesamt können die deutschen Nationalteams mit ihren Leistungen mehr als zufrieden sein. Beide Mannschaften konnten sowohl die Hin- als auch die Rückspiele für sich entscheiden. Dies ist ein großer Erfolg, insbesondere für die jungen U21-Spieler*innen, die erstmals internationale Erfahrung sammeln konnten. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Ringtennis-Deutschland auf einem sehr guten Weg ist, um bei der WM 2027 erneut triumphieren zu können.
Die Länderspiele sind weiterhin als Video-on-Demand auf sportdeutschland.tv verfügbar. Ausführliche Ergebnisse sind bei ringtennis.de zu finden.