Zum Abschluss des ersten Wettkampftages in der ZAG arena in Hannover setzten sich Aurelia Eislöffel (MTV Bad Kreuznach) und Adrian Thomson (TG Münster) im Rahmen der Finals die nationale Krone im Trampolinturnen auf.
Nach einem turbulenten Vorkampf, der sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen geprägt von Übungsabbrüchen war, brachten im Finale der Frauen nahezu alle Athletinnen ihre Übungen aufs Tuch.
Im Finale steigerte sich Aurelia Eislöffel (MTV Bad Kreuznach) nochmal deutlich zum Vorkampf um knapp drei Punkte auf 53,180 Punkte und krönte sich zum ersten Mal zur Deutschen Meisterin. „Der Weg hierhin war nicht so leicht. Am Ende hat sie jetzt endlich mal zugegriffen“, sagte ihre Vater und Trainer Steffen Eislöffel und lacht „da steht schon mal die ganze Familie am Gerät.“ Mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft schließt sich für die Bad Kreuznacherin in Hannover ein Kreis, denn bei den Finals in Frankfurt vor zwei Jahren riss sie sich das Kreuzband, woraufhin eine lange Verletzungspause folgte. „Es freut mich total, dass sie hier zum richtigen Moment ihre Leistung endlich mal zeigen konnte. Dann noch die 53 Punkte zu knacken, da freut sie sich sehr drüber“, sagte ihre Mama Ingrid Eislöffel. Ihre Teamkollegin aus Bad Kreuznach, Aileen Rösler, hatte als letzte Starterin und Qualifikationsbeste mit 52,930 Zählern noch die Chance, die 19-Jährige auf Platz zwei zu verdrängen. Doch Rösler, die zuvor drei Deutsche Meistertitel in Folge gewann, kam zum Schluss ihrer Übung zu oft zu nah an den Rand des Tuchs. Sie gewann am Ende Silber (52,440 Punkte). Die Bronzemedaille sicherte sich Youngster Emely Schmal von der TSVE Bielefeld (50,930 Punkte).
Bei den Männern setze sich Adrian Thomson verdientermaßen gegen seine Konkurrenten durch. Mit 58,400 Punkten gewann der Mann aus Münster erstmalig die Deutsche Meisterschaft und zeigte sich danach überglücklich: „Ich werde heute Abend sicherlich noch vor Freude durch die Gegend springen. Das ist total verrückt und ich habe das noch nicht so ganz realisiert. Ich bin bei jedem Wettkampf, um für mich gut zu turnen. Dass dann sowas dabei rauskommt, damit habe ich nicht gerechnet, schließlich sind hier richtig gute Leute, wie Matze, dabei.“ Der geheime Favorit auf den Titel Matthias Schuldt, kam jedoch verletzungsbedingt nicht über den Vorkampf hinaus. Die Silbermedaille ging an Fabian Vogel (MTV Bad Kreuznach) mit 57,930 Punkten und Bronze an Janis-Luca Braun vom MTV Stuttgart (56,540 Punkte).