Rhythmische Sportgymnastik

Finals als Zwischenstopp in Richtung WM

Die Finals 2024 Darja Varfolomeev und Margarita Kolosov formen Herz

Rhythmische Sportgymnastik bei den Finals 2025

Wenn Ende Juli die Finals in Dresden Station machen, rücken auch die Deutschen Meisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik in den Fokus. In der JOYNEXT ARENA messen sich die besten Gymnastinnen des Landes – allen voran Seriensiegerin Darja Varfolomeev (TSV Schmiden), die sich nach einem anspruchsvollen ersten Halbjahr zurückmeldet.

Die 18-Jährige, die zuletzt zwei EM-Medaillen in Tallinn gewann, stand in den vergangenen Monaten nicht nur auf der Fläche, sondern auch im Prüfungsstress: Ihre schulischen Abschlussprüfungen zur Mittleren Reife liefen parallel zum Trainingsalltag. „Für Darja war das erste Halbjahr eine große Herausforderung“, sagt Teamchefin Isabell Sawade. „Diese hat sie nun hinter sich und kann sich wieder voll auf die sportliche Karriere konzentrieren.“

Dabei sei die EM in Tallinn nicht das große Saisonziel gewesen. „Die Europameisterschaften waren nicht unser Fokus, sondern wurden eher als Vorbereitung und Zwischenschritt für die weiteren Wettkämpfe gesehen. Einiges hat schon ganz gut geklappt, einiges auch noch nicht“, so Sawade.

Im Blick steht vor allem die Weltmeisterschaften im September in Rio de Janeiro – die Finals in Dresden dienen dafür als wichtige Standortbestimmung. „Der sportliche Höhepunkt dieses Jahr sind die Weltmeisterschaften in Rio. Hierzu sind die Finals die optimale Vorbereitung“, betont die Teamchefin. Mit Blick auf das kommende Jahr fügt sie hinzu: „Auch die Heim-WM 2026 wirft ihre Schatten voraus.“

Neben Varfolomeev wird in Dresden auch Margarita Kolosov (SV Potsdam) wieder auf nationaler Bühne zu sehen sein. Die Brandenburgerin, die bei den Olympischen Spielen in Paris Vierte wurde, feierte bei den heimischen FISU University Games in der Region Rhein-Ruhr ihr internationales Comeback – mit vier neuen Übungen. „Für Margarita waren die FISU Games der erste große Wettkampf nach Olympia. Sie hat die Saisonplanung ganz auf die WM ausgelegt“, erklärt Sawade. Die EM kam für Kolosov in diesem Jahr „ein bisschen zu früh“.

In der Gruppe bleibt der TV Dahn ein Dauerrivale um die Titel, doch vor allem die neuen Gerätekombinationen versprechen Spannung: Die Übung mit fünf Bändern gilt als besonders anspruchsvoll – „da kann einfach viel passieren“, so Sawade. Die Kombination 3 Bälle/2 Reifen lässt zudem auf kreative und originelle Elemente hoffen.

Dresden darf sich auf ein hochklassiges Wochenende freuen: Mit Varfolomeev und Kolosov stehen zwei internationale Top-Gymnastinnen im Fokus – doch auch der Nachwuchs drängt nach. Die Finals werden so zum Schaufenster für die deutsche Rhythmische Sportgymnastik auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften in Brasilien und darüber hinaus.