Darja Varfolomeev (TSV Schmiden) hat beim Weltcup der Rhythmischen Sportgymnastik in Baku (Aserbaidschan) den zweiten Platz im Mehrkampf belegt und damit ihre starke Frühform bestätigt. Die Olympiasiegerin von 2024 kam nach vier Geräten auf 114,750 Punkte und musste sich nur der Ukrainerin Taisiia Onofriichuk geschlagen geben, die mit 115,650 Zählern gewann. Rang drei ging an die Bulgarin Stiliana Nikolova mit 114,050 Punkten. Varfolomeev erreichte zudem alle vier Einzelfinals. Teamgefährtin Lada Pusch belegte im Mehrkampf Rang 30, Margarita Kolosov (ebenfalls TSV Schmiden) wurde 44. Auch die deutsche Gruppe behauptete im Mehrkampf ihren sechsten Platz vom Vortag.
Entsprechend zufrieden zeigte sich Teamchefin Isabell Sawade mit dem Auftritt von Varfolomeev. Mit Darja bin ich natürlich sehr zufrieden
, sagte sie. Die Übungen mit den Keulen und dem Band habe die 18-Jährige gut gemacht
, auch wenn es mit den Keulen einen Verlust gegeben habe. Dieser sei jedoch auch auf Anpassungen nach dem Weltcup in Taschkent zurückzuführen. Deswegen ist hier alles im grünen Bereich. Mit dem zweiten Platz und dem Erreichen von vier Gerätefinals sind wir natürlich zufrieden
, erklärte die Teamchefin.
Bereits am ersten Qualifikationstag hatte Varfolomeev mit 29,100 Punkten Rang drei mit dem Reifen und mit 27,900 Punkten Rang vier mit dem Ball belegt. Am Samstag legte sie mit 28,500 Punkten und Rang fünf mit den Keulen nach, ehe sie mit 29,250 Punkten die Qualifikation mit dem Band gewann. Dort setzte sie sich sogar vor Onofriichuk durch, die mit 29,100 Punkten Zweite wurde. Mit dem Reifen hatte die Bulgarin Nikolova mit 29,800 Punkten die Nase vorn, im Ball führte Nikolova mit 28,750 Zählern, an den Keulen setzte sich Onofriichuk mit 29,700 Punkten an die Spitze.
Gleichzeitig sieht das deutsche Team bei Varfolomeev weiter Entwicklungspotenzial. Wie am Freitag bereits gesagt, es gibt noch viel Potenzial und das werden wir dann in den nächsten Wochen angehen
, erklärte Sawade. Auch bei den beiden weiteren deutschen Einzelstarterinnen richtet sich der Blick vor allem auf die nächsten Entwicklungsschritte. Für Kolosov war Baku der erste internationale Wettkampf seit längerer Zeit. Da läuft noch nicht so viel zusammen. Da brauchen wir einfach auch noch Zeit und Erfahrung
, betonte sie. Bei Pusch sollen die kommenden Wochen genutzt werden, um die Übungen weiter zu verbessern und mehr Stabilität hineinzubekommen.
Mit dem Abschneiden der Gruppe konnte das deutsche Trainerinnenteam ebenfalls leben. Der sechste Platz im Mehrkampf sei solide
, erklärte Sawade. Für das Finale mit drei Reifen und zwei Paar Keulen reichte es am Samstag jedoch nicht. Ab der kommenden Woche sollen nun die ersten internationalen Wettkämpfe der Saison analysiert und die Kompositionen entsprechend angepasst werden. Bis zum nächsten großen internationalen Wettkampf in Portimão in Portugal bleibt dem deutschen Team dafür nun einige Zeit.
Am Sonntag steht in Baku der Abschlusstag mit den Gerätefinals an, in denen Darja Varfolomeev nach ihrer starken Qualifikation in allen vier Entscheidungen antreten darf. Auch die deutsche Gruppe steht dann im Finale mit fünf Bällen.
Erster Qualifikationstag beim Weltcup in Baku
Darja Varfolomeev (TSV Schmiden) hat beim Weltcup der Rhythmischen Sportgymnastik in Baku (AZE) ihre Ambitionen im Mehrkampf untermauert. Beim dritten Weltcup der Saison liegt die Olympiasiegerin von 2024 nach den ersten beiden Geräten der zweitägigen Qualifikation mit 57,000 Punkten auf Rang zwei hinter der Ukrainerin Taisiia Onofriichuk (58,800). Varfolomeev gewann am Freitag (17.04.2026) mit 29,100 Punkten die Wertung mit dem Reifen und kam dann mit dem Ball auf 27,900 Punkte. Man sieht Fortschritte zu letztem Wochenende. Trotzdem hat sie natürlich noch viel mehr Potenzial
, sagte Teamchefin Isabell Sawade, die sich aber dennoch zufrieden zeigte. Wir sind auf einem guten Stand zum Anfang der Weltcup-Saison
, erklärte sie.
Varfolomeevs Schmidener Teamgefährtin Lada Pusch wurde nach dem ersten Qualifikationstag mit dem Reifen (26,550) und dem Ball (25,350) auf den Plätzen fünf und sieben geführt. Wie bei der Olympiasiegerin machte Sawade auch bei der 18-Jährigen eine Leistungssteigerung zum letztem Wochenende aus. Die dritte Schmidenerin im Bunde, Margarita Kolosov, rangierte am Freitagabend mit dem Band auf Rang 19 (24,250) und mit den Keulen auf Platz 27 (23,850). Im Mehrkampfklassement liegt die Olympiavierte von Paris als 42. (48,100) noch weit zurück. Für Margarita ist es der erste große internationale Wettkampf seit den FISU Games vor fast einem Jahr. Sie braucht einfach noch ein bisschen Zeit
, betonte Sawade.
Die deutsche Gruppe war am Freitag noch nicht auf Medaillenkurs. Die Gymnastinnen, die nach einem starken Weltcup-Debüt in Sofia (BUL) und Rang elf in Taschkent (UZE) auf Wiedergutmachung hofften, lagen aber am Abend mit 24,750 Punkten auf Platz sechs. Die Gruppe hat sich sehr gesteigert im Vergleich zu letztem Wochenende
, freute sich daher auch die Teamchefin. Der Rückstand auf Spitzenreiter Spanien beträgt 2,450 Zähler. Hinter den Spanierinnen reihten sich zunächst Israel (26,700) und eine Gruppe neutraler Athletinnen (26,550) ein. Für das deutsche Team sind Olivia Falk (TSV Schmiden), Anja Kosan (TSV Schmiden), Alina Ott (TSV Nürnberg), Helena Ripken (TSV Schmiden), Anna-Maria Shatokhin (TSV Schmiden) und Emilia Wickert (TSG Söflingen) in Baku am Start.
Der zweite Teil der Qualifikation wird am Samstag fortgesetzt. Dann fällt auch die Entscheidung im Mehrkampf. Am Sonntag stehen die Einzelfinals und die Finals der Gruppe an.