Frühjahrsfinale "Jugend trainiert für Olympia und Paralympics"

Jugend trainiert für Olympia 2026 U16 Mixed | Foto: Regine Stein

Die ganze Bandbreite des Gerätturnens begeistert in Berlin

Beim Frühjahrsfinale 2026 des Bundesfinals Gerätturnen bei Jugend trainiert für Olympia wurde in Berlin eindrucksvoll deutlich, wie vielfältig und begeisternd Gerätturnen sein kann – vom Breiten- bis zum Spitzensport, von den jüngsten Talenten bis hin zu starken U16-Teams, männlich wie weiblich.

Bereits im U14-Bundesfinale zeigten die jungen Turnerinnen und Turner spannende Wettkämpfe und starke Teamleistungen. Bei den Mädchen setzte sich das Lise-Meitner-Gymnasium Unterhaching aus Bayern durch, während bei den Jungen das Max-Planck-Gymnasium Heidenheim aus Baden-Württemberg den Sieg feiern durfte. Beeindruckend war dabei das Team aus Baden-Württemberg, das alle vier Wertungskategorien gewann und in diesem Rangpunktesystem sich damit souverän den Titel sicherte.

Doch nicht nur die Siegerteams nahmen besondere Eindrücke mit nach Hause. Für alle Schülerinnen und Schüler war das Bundesfinale ein außergewöhnliches Erlebnis. Gerade der U14-Wettbewerb zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit aus: So dürfen in den Mädchenmannschaften auch Jungen und in den Jungenmannschaften auch Mädchen eingesetzt werden. Dadurch entstehen ungewohnte, aber spannende Situationen – etwa am Schwebebalken oder Parallelbarren.

Neben den klassischen Geräteübungen gehört auch eine gemeinsame Gerätebahn zum Wettkampf. Hier turnen die fünfköpfigen Teams gleichzeitig und werden nicht nur an ihrer individuellen Leistung, sondern besonders an ihrer Synchronität gemessen. Ergänzt wird der Wettbewerb durch Sonderprüfungen wie Staffellauf, Standweitsprung und vor allem das Stangenklettern. Damit zeigt sich das Gerätturnen bei „Jugend trainiert“ in seiner ganzen Bandbreite – und genau diese Vielfalt begeistert alle Beteiligten.

Für zusätzliche Motivation sorgten die beiden Turn-Patinnen Meolie Jauch und Michelle Timm. Beide kennen das Bundesfinale aus eigener Erfahrung und erinnerten sich gerne an ihre Erfolge bei „Jugend trainiert“. Während der Wettkämpfe standen sie den jungen Turnerinnen und Turnern für Gespräche, Fotos und Autogramme zur Verfügung und unterstützten zudem die Siegerehrung bei der Übergabe der Urkunden und Medaillen.

Am zweiten Wettkampftag stand der seit Jahren fest im Standardprogramm verankerte Wettkampf der U16 weiblich auf dem Programm. Hier ging ein starkes Teilnehmerfeld aus allen 16 Bundesländern an den Start. Bundessieger wurde das Wirtemberg-Gymnasium Stuttgart aus Baden-Württemberg mit deutlichem Vorsprung. Gemeinsam mit allen weiteren Schulmannschaften zeigte das Team eindrucksvoll, mit welcher Begeisterung Gerätturnen an Schulen gelebt wird.

Mit Unterstützung der Deutsche Schulsportstiftung fand zudem ein U16-Mixed-Testevent statt. Eine Schulmannschaft konnte hierbei mit jeweils zwei Mädchen und zwei Jungen in einem erleichterten Kürprogramm antreten. Geturnt wurde an den Geräten Sprung, Barren/Stufenbarren und Boden. Mit fachlicher Unterstützung aus dem TK Gerätturnen konnten bereits im Vorfeld viele Fragen zur Zusammenstellung der Übungen geklärt werden – auf jede Wertung kam es an. Für große Begeisterung sorgte dabei die gelebte Bandbreite der Übungen: Von einfachen bis hin zu anspruchsvollen Elementen war alles zu sehen. Die Mannschaften feuerten sich gegenseitig an, und Publikum sowie Kampfrichter*innen konnten die Leistungen der U16-Schüler*innen hautnah erleben.

Aus zwölf Bundesländern nutzten Schulen spontan die Möglichkeit zur Teilnahme, obwohl die Ausschreibung erst spät nach Beginn des Schuljahres veröffentlicht werden konnte. Teilweise konnten zuvor bereits Landeswettkämpfe durchgeführt werden. Die Teams zeigten eindrucksvoll, welche großen und kleinen Talente es im Gerätturnen gibt. Sieger des Mixed-Testevents wurde die Carl-von-Weinberg-Schule aus Hessen. Der neu gebildete Ausschuss Schulsport im TK Gerätturnen bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten, die diese Idee unterstützt und zum Leben erweckt haben, sowie das gesamte Bundesfinale mit großem Engagement mit getragen haben.