Vor einer gut gefüllten Porsche-Arena starteten die Junioren mit der Team-Challenge in den zweiten Tag des DTB Pokals. Dabei erzielten Matvey Fokin (VT Rinteln), Nikita Prohorov (TuS Witten-Stockum 1945), Florian Grela (Turnzentrum Bochum-Witten 2010), Kimi Köhnlein (TV Schwäbisch Gmünd Wetzgau) und Andrei Mihai (TV Lahr) den fünften Platz (221,600 Punkte). Gold ging an das chinesische Team mit 238,550 Punkten, Silber an die USA mit 233,400 Zählern und Bronze an Belgien mit 225,000 Punkten.
Dass eine solche Kulisse Eindruck auf den DTB-Nachwuchs machte, wurde direkt am ersten Gerät, dem Boden, deutlich. Der Durchgang war von mehreren Fehlern der Turner geprägt, was dem Team insgesamt einige Punkte gekostet hat. „Wir haben versucht, sie vorab darauf vorzubereiten, wie der Wettkampf heute ablaufen wird. Mit Nikita hat nur einer der Fünf das bereits im letzten Jahr erlebt. Da hat man natürlich gesehen, dass es die Jungs beeindruckt hat, in einer solchen Halle vor so vielen Menschen zu turnen. Das lässt die Jungs nicht kalt und das ist auch richtig so, denn das ist nicht alltäglich, aber dafür ist der Wettkampf natürlich ideal“, sagte Hirsch.
Der erfahrenere Prohorov überzeugte den ganzen Wettkampf über hinweg. Er turnte ohne große Fehler und konnte für das Team vor allem am Pauschenpferd punkten, wo er als Drittbester mit 13,250 Punkten ins Finale am Sonntag einzog. An eben diesem Gerät war der Schüler, der in Stuttgart trainiert, bereits beim European Youth Olympic Festival (EYOF) erfolgreich und gewann 2025 Gold. „Ich wollte eigentlich noch ein bisschen sauberer durchturnen“, zeigte sich Prohorov im Anschluss an den Wettkampf selbstkritisch, aber dennoch zufrieden. „Da es noch relativ früh im Jahr ist, habe ich die gleiche Übung wie beim EYOF geturnt.“ Dabei ließ er offen, ob er im Finale möglicherweise die Schwierigkeit seiner Übung noch aufstockt.
„Wir hatten insgesamt eine schwierige Vorbereitung, die vor allem durch Krankheiten und Verletzungsprobleme geprägt war. Von daher bin ich erstmal froh, dass wir vernünftig durch den Wettkampf gekommen sind. Es ist der erste Wettkampf des Jahres für uns. Da hat man gesehen, dass noch viel zu tun ist und es ist immer gut, dass man das auch in Wettkampfsituationen sieht und nicht nur darüber zu mutmaßen. Wir müssen daraus jetzt die richtigen Schlüsse ziehen und daran arbeiten“, resümierte der Bundestrainer Nachwuchs den insgesamt durchwachsenen Wettkampf der Junioren.
Zeitplan
Freitag, 20. März 2026
19:00 - 21:30 Uhr: Team Challenge Frauen (mit deutscher Beteiligung)
Samstag, 21. März 2026
10:00 - 11:30 Uhr: Junior Team Challenge Frauen - Subdivision 1
13:15 - 15:45 Uhr: Junior Team Challenge Frauen - Subdivision 2 (mit deutscher Beteiligung)
18:00 - 21:00 Uhr: Mixed Cup Stuttgart (mit deutscher Beteiligung)
Sonntag, 22. März 2026
11:00 - 14:15 Uhr: Gerätfinals 1 (Junior*innen und Senior*innen)
15:45 - 19:00 Uhr: Gerätfinals 2 (Junior*innen und Senior*innen)