Turn-Team Deutschland

Gute Leistung reichte nicht für Finaleinzug

Charleen Pach, Ebba Mühl und Yonca Özgül bei der JWM in Manila

Pach verpasst Mehrkampffinale der JWM denkbar knapp

Am zweiten Wettkampftag der Junioren-Weltmeisterschaften (JWM) in Manila stand die Qualifikation für die Juniorinnen auf dem Programm. Ebba Mühl (SV Ottoschwanden), Yonca Özgül (Berliner Turnerschaft) und Charleen Pach (TZ DSHS Köln) turnten einen guten Wettkampf, wobei vor allem Pach mit ihrer Wertung von 47,999 nach der ersten von insgesamt sechs Subdivisionen realistische Chancen auf das Mehrkampffinale hatte. Am Ende verpasste die Kölnerin den Finaleinzug denkbar knapp um 0,133 Punkte auf Platz 30 (unter Einbezug der Nationenwertung Platz 25) und ist damit erste Reserveturnerin für das Mehrkampffinale. Ebba Mühl beendete die Qualifikation auf Platz 42 (47,499 Punkte) und Yonca Özgül erzielte Rang 50 (46,866 Zähler). Mit ihrer guten Qualifikationsleistung landeten die Juniorinnen in der Teamwertung auf Platz 14 (95,931 Punkte). “Wir sind insgesamt zufrieden”, bilanzierte Trainer Patrick Magnani direkt im Anschluss an die Qualifikation des deutschen Trios. “Die Mädels haben gezeigt was sie können und trotz einiger Wackler am Balken haben wir keinen Sturz zu verzeichnen, der mit in die Teamwertung einfließt.”

Der Auftakt am Sprung verlief demnach “den Erwartungen entsprechend”. Als einzige Turnerin ging hierbei Charleen Pach zweimal an das Gerät, um sich die Möglichkeit auf ein Sprungfinale zu wahren. Ihre Gesamtwertung von 12,916 reichte aufgrund der extrem starken Konkurrenz bereits nach der zweiten Subdivision nicht aus. “Unser Fokus lag für Charleen primär auf dem Sammeln von Erfahrung”, erklärte Magnani. Am Stufenbarren hatten alle drei Athletinnen zu kämpfen, kamen aber ohne Sturz durch. Die kleinen Unsauberkeiten spiegelten sich auch in den Wertungen wider: 11,733 Punkte für Özgül, 11,533 Zähler für Pach und 11,300 Punkte für Mühl. Diese leichten Unsicherheiten setzten sich auch am Balken fort. Özgül stürzte beim Menichelli vom Gerät (10,933 Punkte). Pach musste ihren Angang direkt stark korrigieren, blieb aber oben. Auch die Kosakendrehung machte ihr Probleme (11,300 Zähler). “Wir haben aufgrund von Unsicherheiten die Drehung im Training bereits von drei auf zwei Kosakendrehungen reduziert", sagte Magnani. Ehe Ebba Mühl als letzte deutsche Starterin ans Gerät konnte, vergingen fast zehn Minuten. Keine guten Voraussetzungen für die 13-Jährige, die sich davon jedoch nicht beeindrucken ließ und ihre Übung gut durchturnte (11,533 Punkte). Am Boden präsentierten die Nachwuchsturnerinnen nochmal gute Übungen. “Die Wertung des Kampfgerichts war hart, aber fair. Die Mädels sind leider alle mit ein oder zwei Zehntel rausgetreten und die Übungen waren nicht ganz aus geturnt. Hier gilt es für die Zukunft auch inhaltlich nochmal aufzustocken”, so Magnani.

“Die Konkurrenz ist wirklich unglaublich stark, vor allem die Französinnen, die mit 12,5 Punkten mehr die Teamwertung anführen”, sagte Magnani. Diese setzten sich am Ende der Qualifikation mit 108,432 Punkte gegen die Japanerinnen auf Position zwei (107,930 Punkte) und den Amerikanerinnen auf dem Bronzerang (106,230 Punkte) durch.