Vor allem Fabian Hambüchens Auftritt am Reck verspricht ein heißes Duell mit den Top-Spezialisten zu werden. "Das Reckfeld ist aller erste Sahne, besser geht es nicht. Trotzdem wird Fabian hier alles probieren und den Big Point setzen wollen", meinte ein zuversichtlicher DTB-Cheftrainer Andreas Hirsch zu der erlauchten Liste der Starter mit Aljaz Pegan, Igor Cassina, Vlasios Marras und Philippe Rizzo. Nachdem Hambüchen bei seinem starken Auftritt in der Turn Liga seine gute Form unter Beweis gestellt hat (16,1 Punkte am Reck), ist Coach Hirsch sicher: "Wenn Fabian in Brasilien seine Übung trifft, dann ist alles drin".
Am Sprungtisch kommt es dann zum deutschen Kräftemessen zwischen Hambüchen, dem 19-jährigen WM-Bronze-Medaillengewinner an diesem Gerät und Matthias Fahrig, der zuletzt bei seinem Comeback in Glasgow gleich für einen Paukenschlag bzw. Doppelsieg gesorgt hatte. "Wir haben am Sprung natürlich eine doppelte Chance. Wenn wir hier sauber turnen und die Konkurrenz es zulässt, dann kann durchaus eine kleine Medaille drin sein", hofft Hirsch, der seine Schützlinge nicht in der Favoritenrolle sieht. Stattdessen scheint Weltmeister Marian Dragulescu als Ausnahmespringer mit seinen beiden „Sätzen“ mit 7,0 Punkten Ausgangswert der Haupttitelanwärter.