Gerätturnen

Karina Schönmaier ist Deutsche Meisterin

Wartmann, Schönmaier und Schlegel bei den Finals 2025

Wartmann und Schlegel komplettieren das Podium

Zum Abschluss des zweiten Wettkampftages (02.08.2025) bei den Deutschen Meisterschaften konnte sich Karina Schönmaier (TuS Chemnitz-Altendorf) zur Deutschen Meisterin im Mehrkampf krönen. Die Doppel-Europameisterin überzeugte mit ihren Übungen auf ganzer Linie und siegte mit 53,150 Punkten vor Lea Wartmann (TuS Chemitz-Altendorf) mit 50,800 Zählern und Jessica Schlegel (TuG Leipzig) mit 49,400 Punkten. Schönmaier galt als eine der Favoritinnen im Vorfeld des Wettkampfs. Ich habe versucht den Druck einfach auszublenden, mich auf mich zu konzentrieren und mein Programm sauber durchzukriegen. Mit meinem Wettkampf bin ich total zufrieden, die Vorbereitung war sehr kurz, weil ich nach der EM Urlaub hatte, sagte die frisch gebackene Deutsche Meisterin.

Dabei hatte die 19-Jährige zu Beginn an ihrem Paradegerät, dem Sprung mit minimalen Unsicherheiten zu kämpfen. Bei beiden Sprüngen musste sie die Markierung verlassen, konnte sich jedoch aufgrund der Schwierigkeiten trotzdem souverän für das Gerätfinale qualifizieren. Die Chemnitzerin ließ sich von diesem Auftakt jedoch nicht beirren und lieferte eine top Leistung am Stufenbarren ab. Im Anschluss blieb sie auch beim Schwebebalken oben. Ihren Wackler bei der Kosakendrehung rettete sie gekonnt und blieb auf dem Gerät. Mit ihrer mitreißenden Bodenübung sorgte sie zum Abschluss ihres Wettkampfes nochmal für viel Stimmung in der Joynext Arena. Keine leichte Aufgabe, stürzte doch Teamkollegin Lisa Wötzel zuvor am Boden. Das war keine einfache Situation. Ich habe mich dann auch die Übung umgestellt und keinen Doppelsalto geturnt, sondern nur eine Doppelschraube, erklärte Schönmaier im Anschluss. 

Teamkollegin Lea Wartmann schossen nach ihrem Erfolg direkt die Tränen vor Freude in die Augen. Es ist unbeschreiblich und ich freu mich total, ich hab dafür keine Worte. Ich bin mit keinerlei Erwartungen hier rangegangen. Mein größtes Ziel war Spaß zu haben, sagte die Chemnitzerin nach dem Wettkampf. Auch Jessica Schlegel kam aus dem Strahlen nach dem Gewinn der Bronzemedaille nicht mehr raus. Dass es für Bronze reicht, hätte ich niemals gedacht und auch nicht realistisch erhofft - maximal erträumt, so die Leipzigerin.