Am Samstagvormittag (25.07.2026) standen die ersten Entscheidungen bei den Gerätfinals der Männer und Frauen im Gerätturnen auf dem Programm.
Traditionsgemäß starteten die Männer am Boden in den ersten Tag der Gerätfinals. Zum Auftakt gelang Lucas Kochan (SC Cottbus) direkt eine starke Übung und hatte die Führung bis zum letzten Turner, Alexander Kunz (TSV Pfuhl), inne. Der Qualifikationsbeste Kunz überzeugte schließlich mit einer lupenreinen Darbietung und sicherte sich nach Mehrkampfsilber den ersten Deutschen Meistertitel des heutigen Tages mit 13,800 Punkten. Kochan gewann Silber mit 13,675 Zählern und Bronze ging mit 13,300 Punkten an Gabriel Eichhorn vom MTV Stuttgart.
Erwartungsgemäß ließ Karina Schönmaier (TuS Chemnitz Altendorf) am Sprung keinen Zweifel aufkommen, dass sie sich diesen Deutschen Meistertitel sichern wird. Die Europameisterin am Sprung von 2025 zeigte zwei herausragende Sprünge (Yurchenko Doppelschraube und Überschlag Salto vorwärts gestreckt mit halber Schraube) und erhielt vom Kampfgericht eine Wertung von 14,063. Mit 13,213 Punkten sicherte sich Mia Reimann (TSV Jetzendorf) die Silbermedaille. Bronze ging bei ihren ersten Deutschen Meisterschaften an Madita Mayr vom TSV Jetzendorf mit 13,100 Punkten.
In einem starken Pauschenpferdfinale konnten sich nahezu alle Athleten noch einmal im Vergleich zur Qualifikation steigern. Trotzdem kam keiner an dem Qualifikationsbesten Radomyr Stelmakh (SC Cottbus) vorbei. Mit 14,050 Punkten bestätigte er seine Leistung aus der Qualifikation und setzte sich gegen seinen Teamkollegen Lucas Kochan (13,500 Punkte) durch. Bronze ging an Jonas Eder (MTV Ludwigsburg) mit 13,400 Punkten.
Was für ein Comeback von Helen Kevric (MTV Stuttgart)! Nach ihrer langen Verletzungspause meldet sich die Stuttgarterin eindrucksvoll im Rahmen der Finals an ihrem Paradegerät zurück. Im Vergleich zur Qualifikation turnte sie im Finale eine Verbindung mehr und steigerte damit ihren Ausgangswert auf 6,4, wurde jedoch danach minimal unsauber. Trotzdem kam die Schülerin auf eine Wertung von 14,475 und sicherte sich damit verdient den Titel. Silber gewann die Deutsche Mehrkampfmeisterin Silja Stöhr (SG Heddesheim) mit 13,600 Punkte und Bronze ging an Lea Quaas vom TuS Chemnitz-Altendorf (13,350 Punkte).
Den Abschluss machten an diesem Tag die Männer an den Ringen. Hier setzte sich Artur Sahakyan (Turnzentrum Bochum-Witten) gegen seine Konkurrenten mit 14,075 Punkten durch. Den zweiten Platz erturnte sich Alexander Kunz mit 13,600 Punkten. Rang drei belegte Dario Sissakis (SC Berlin) mit 13,350 Punkten. Lokalmatador Andreas Toba (Turn-Klubb Hannover) schrappte mit 13,175 Punkten knapp an den Medaillenplätzen vorbei, zeigte sich aber sehr zufrieden mit seiner Leistung. Er geht morgen ein letztes Mal vor heimischer Kulisse im Reckfinale ans Gerät.