Turn-Team Deutschland

Kevric vergoldet Comeback

Helen Kevric ist Europameisterin
Helen Kevric ist Europameisterin | Foto: Niklas Härtig/24 Passion

Karina Schönmaier mit Sprung-Silber und 4. Platz für Schäfer-Betz bei Turn-EM

Die deutschen Turnerinnen gewannen in den Gerätfinals der Turn-Europameisterschaften am Samstagnachmittag (15.08.2026) zwei Medaillen. Dabei krönte sich Helen Kevric (MTV Stuttgart) an ihrem Paradegerät, dem Stufenbarren, zur Europameisterin und Karina Schönmaier (TuS Chemnitz-Altendorf) wurde Vize-Europameisterin am Sprung. Pauline Schäfer-Betz (KTV Chemnitz) erzielte am Schwebebalken einen starken vierten Platz.

Kevric schließt Kreis mit Europameistertitel

Vor ihrer Übung am Stufenbarren musste Kevric lange warten. Nur um dann eine perfekte Ausführung ihrer Übung abzuliefern. Dabei agierte sie sogar noch während er Übung und ließ die Verbindung zwischen Downie und Paksalto im Finale aus, da sie nach dem Downie zu nah an das Gerät kam. Die Übung beendete die Stuttgarterin mit einem Tsukahara mit kleinem Schritt und einer Wertung von starken 14,500 Punkten. Zu stark für die Konkurrenz, die sie mit den beiden Italienerinnen Elisa Iorio (14,333 Punkte) und Guilia Perotti (14,233 Punkte) auf die Plätze zwei und drei verwies. Für Kevric schließt sich damit nach ihrer Verletzung im Vorjahr ein Kreis bei den Europameisterschaften. „Ich bin gerade einfach nur überglücklich muss ich sagen und auch mit meiner Leistung sehr zufrieden“, brachte es Kevric nach dem Finale auf den Punkt.

Silber folgt auf Gold

Traditionell begannen die Turnerinnen am Sprung, wo Karina Schönmaier den ersten deutschen Erfolg mit einer Silbermedaille feierte. „Ich konnte sehr gute Sprünge zeigen, habe das Beste rausgeholt und bin stolz und zufrieden mit meiner Leistung. Klar war es mit nur einem Zehntel sehr knapp, aber so ist es halt im Sport“, sagte Schönmaier. Die Titelverteidigerin gab, wie auch in der Qualifikation, den Yurchenko Doppelschraube (14,033 Punkte) und den Omelianchik gestreckt mit halber Schraube (13,700 Punkte) zum Besten. Mit dem Yurchenko-Sprung zeigte Schönmaier die bis dahin beste Performance, kam jedoch trotzdem nicht an der neutralen Athletin Angelina Melnikova vorbei (14,166 Zähler). Melnikova musste zwar bei ihrem ersten Sprung die Markierung verlassen, zeigte jedoch beim zweiten Sprung einen D-Wert von 5,6 und sicherte sich damit den Titel. Bronze ging an die Belgierin Lisa Vaelen mit 13,983 Punkten. „Ich konnte sehr gute Sprünge zeigen, habe das Beste rausgeholt und bin stolz und zufrieden mit meiner Leistung“, sagte Schönmaier im Anschluss. 

Hauchdünn am Podest vorbei

Das Einturnen lief für Pauline Schäfer-Betz so gar nicht, erzählte sie nach ihrem Wettkampf in der Mixed Zone. Davon bekam das Publikum jedoch nichts mit, denn an ihrem Schwebebalken zeigte sie kaum einen Wackler. Lediglich der Schäfer-Salto fehlte im Vergleich zur Qualifikation und trotzdem steigerte sie ihre Punktzahl von 13,500 Punkte auf 13,633. „Mit dem Seitwärtssalto fühlte ich mich heute wohler“, so Schäfer-Betz. Am Ende fehlten 0,067 Punkte zur Bronzemedaille. Wohl auch, weil die Übung anstatt der 90 Sekunden 92 Sekunden dauerte. „Ich fühle mich auf dem Balken einfach zu wohl“, sagte Schäfer-Betz mit einem Schmunzeln und fügte hinzu: „Natürlich bin ich enttäuscht, aber ich habe gezeigt, dass ich wieder zu den Europas Besten gehöre.“ Die Medaillen gingen an die Französin Elena Colas (13,933 Punkte), die Italienerin Manila Esposito (13,833 Punkte) und Angelina Melnikova (WG2) mit 13,700 Punkten. 

Am Boden kürte sich Manila Esposito (ITA) zur Europameisterin mit 13,700 Punkten. Silber ging an die Französin Elena Colas (13,633 Punkte) und Bronze an Angelina Melnikova (13,566 Punkte).