Am 23. November 2022 fand ind er Landesturnschule in Trappenkamp die Kick-off Veranstaltung von AuF leben statt. Eingeladen wurden Vereine und Kommunen aus Schleswig-Holstein. Insgesamt 40 Vertreter*innen aus ganz Schleswig-Holstein von Flensburg bis nach Norderstedt waren vor Ort oder haben digital an der Hybrid-Veranstaltung teilgenommen. Neben den Vereinen und Kommunen waren auch Dachorganisationen wir der Landessportverband, die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung, der Landesseniorenrat sowie das Programmbüro des GKV-Bündnisses für Gesundheit vertreten.
Die Wichtigkeit des Projekts wurde durch den Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Turnverbandes, Hans-Jürgen Kütbach, in seinem Grußwort hervorgehoben und auf die Gesichtspunkte des demographischen Wandels und der Netzwerkpartner eingegangen.
Prof. Dr. Burkhard Weisser von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zeigte in seinem Vortrag zur Bedeutung der körperlichen Leistungsfähigkeit im Alter und die Einflussmöglichkeiten der Kommune besonders die immensen gesundheitlichen Vorteile der Bewegung im Alter auf.
Tobias Voigt, Projektverantwortlicher beim SHTV, stellte die Inhalte des Projekts vor. Übergeordnetes Ziel ist die Verbesserung der Bewegungsverhältnisse und die Steigerung der körperlichen Aktivität inaktiver, älterer Menschen (≥ 60 Jahre) in der Kommune. Das Wohnumfeld von älteren Menschen soll so gestaltet werden, dass sie sich regelmäßig, selbstständig und gerne bewegen. Um dies zu erreichen, werden Turn- und Sportvereine mit ihren Kommunen zusammengeführt und gemeinsam - als Tandem - verfolgen sie das Ziel, ihre Kommune gesundheitsfördernd für ältere Menschen zu gestalten. Neben der Einrichtung neuer, niedrigschwelliger Bewegungsangebote sollen auch die Bewegungsverhältnisse vor Ort geprüft und an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst werden (z. B. Einrichtung von Sitzbänken oder Ausweisung von Walkingstrecken). Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist die enge Zusammenarbeit mit relevanten, kommunalen Akteuren. Das Netzwerk AuF leben soll dazu beitragen, ältere Menschen bestmöglich zu erreichen und die Ziele langfristig zu verfolgen und nachhaltig umzusetzen.
Der Appell von Voigt an die Vereins- und Kommunalvertreter*innen lautete: Nutzen Sie diese Chance und leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung in Ihrer Kommune!