Turn-Team Deutschland

Männer-Riege turnt im EM-Teamfinale auf Rang fünf

Radomyr Stelmakh und Timo Eder bei der EM 2026

Steigerung zur Qualifikation

Zum Abschluss der Turn-Europameisterschaften bestritten am Sonntagnachmittag (23.08.2026) Timo Eder (MTV Ludwigsburg), Gabriel Eichhorn (MTV Stuttgart), Lucas Kochan (SC Cottbus), Alexander Kunz (TSV Pfuhl) und Radomyr Stelmakh (SC Cottbus) das Teamfinale in der Arena Zagreb. Mit dem fünften Platz verbesserte die DTB-Riege sich im Vergleich zur Qualifikation um einen Rang. „Wir wussten, dass wir mit den Ringen einen schwierigen Einstieg in den Wettkampf haben werden. Von da an haben wir uns peu à peu hochgearbeitet, sodass wir mit Platz fünf recht zufrieden sein können, auch wenn wir noch Potenzial nach oben haben“, sagte Cheftrainer Jens Milbradt.

Der Auftakt gelang der Männer-Riege an den Ringen souverän. Stelmakh (12,633 Punkte) hatte einen kleinen Wackler, rette diesen jedoch gekonnt und kam genauso wie Eichhorn (12,200 Punkte) und Kunz (13,000 Punkte) sauber durch seine Übung. 

Am Sprung zeigte Stelmakh einem Kasamatsu mit anderthalb Drehung in hervorragender Ausführung, für die er 14,133 Punkte bekam. Teamkollege Eder musste als Nächster, wie auch in der Qualifikation, aufgrund der TV-Übertragung sehr lange auf seinen Start warten und erzielte 13,700 Punkte. Kochan verließ zwar mit einem Hüpfer nach seinem Sprung die Markierung, erhielt aber trotzdem 13,733 Zähler für das Mannschaftskonto (79,399 Punkte). 

Mit hohen Wertungen von Eichhorn (13,366 Punkte), Eder (13,733) und Stelmakh (13,866 Punkte) konnte das deutsche Team mit ihren Barrenübungen auf ganzer Linie überzeugen und sich zur Halbzeit auf Platz fünf hocharbeiten (120,364 Punkte). 

Am Reck unterlief den Männern erstmals ein größerer Fehler. Mit Gabriel Eichhorn, konnte der beste deutsche Reckturner seine Übung nicht durchturnen und stürzte beim Kolman (12,000 Punkte). Dabei musste der Stuttgarter, ebenso wie sein Teamkollege Radomyr Stelmakh (12,966 Punkte) erneut sehr lange auf die Freigabe warten. Timo Eder erzielte mit seiner Übung und einer perfekten Landung am Königsgerät 13,733 Punkte. 

Lucas Kochan nutze bei seiner Übung die Bodenfläche bis zum letzten Zentimeter aus, verließ sie jedoch nie. Insgesamt präsentierten Kochan (13,533 Punkte), Eder (13,633 Punkte) und Stelmakh (13,533 Punkte) auch am Boden gute Übung, konnten ihre Landungen aber nicht so oft in den so wichtigen sicheren Stand turnen. Vor dem letzten Gerät lagen die Männer in einem Feld, das hinter den Top drei die ganze Zeit über sehr dicht beieinander war, weiterhin auf Rang fünf. 

Auch am Pauschenpferd blieben Eder (13,633 Punkte), Kochan (13,266 Punkte) und Stelmakh (13,766 Zähler) ohne Sturz und sicherten sich den fünften Platz (240,160 Punkte) ab. Dabei blieben sie hauchdünn hinter den Italienern (240,494 Zähler), die den vierten Platz belegten. Bronze ging an die Schweizer mit einer Gesamtpunktzahl von 242,094. Silber sicherten sich die neutralen Athleten mit 246,158 Zählern und der Europameistertitel ging an die Briten (246,728 Punkte).

„Das Team hat sich gut präsentiert. Der fünfte Platz spiegelt realistisch wider, wo wir aktuell in Europa stehen. Gleichzeitig haben wir noch Potenzial, das es jetzt gilt auszuschöpfen. Der Ausreißer nach oben hat dieses Mal sicherlich gefehlt und den brauchen wir aktuell, um dann um die Medaillen mitzukämpfen. Wir haben jetzt eine gute Standortbestimmung in diesem Sommer mit einer WM, die in wenigen Wochen vor der Tür steht. Damit können wir zufrieden sein“, resümierte Vorstand Sport Thomas Gutekunst.