Gerätturnen

Medaillen im Gerätturnen vergeben

Dario Sissakis

Überraschung am Barren

Den letzten Wettkampftag (03.08.2025) bei den Finals in Dresden eröffneten die Gerätturnerinnen und -turner mit den zweiten Entscheidungen bei den Gerätfinals. Wie auch am Tag zuvor, hielten die Wettkämpfe so manche Überraschung bereit.

Leonhard Prügel gewann den Deutschen Meistertitel am Sprung mit 12,699 Punkten. Der Qualifikationsfünfte zeigte am heutigen Tag zwei saubere Sprünge und verwies damit die Konkurrenz auf die weiteren Plätze. Youngster Anton Bulka vom SV Halle wurde bei seinen ersten Finals Zweiter mit einer Wertung von 12,550. Sein hoher Ausgangswert sicherte Tom Schultze (SC Cottbus) die Bronzemedaille (12,483 Punkte). Er konnte beide Sprünge nicht stehen, profitierte jedoch von einer Korrektur des D-Wertes von Kilian Krapp (TSV Sonthofen 1863), der von Position drei auf Position vier rutschte.

Als Qualifikationsbeste und Vize-Mehrkampfmeisterin ging Lea Wartmann (TuS Chemnitz-Altendorf) in das Balkenfinale und lieferte dort eine sauber geturnte Übung ab. Als ihr nur noch der Abgang mit dem Strecksalto fehlte, zeichnete sich bei der 18-Jährigen bereits ein Lächeln im Gesicht ab. Sie sicherte sich den Deutschen Meistertitel am Schwebebalken mit 13,500 Punkten vor Aiyu Zhu (TZ DSHS Köln) mit 12,833 Punkten und ihrer Teamkollegin Karina Schönmaier (12,633 Zähler).  

Die Entscheidung am Barren hielt, wie gestern am Stufenbarren, eine Überraschung parat. Dario Sissakis (SC Berlin) setzte sich mit 13,066 Punkten knapp gegen den amtierenden Europameister an diesem Gerät, Nils Dunkel (SV Halle), durch (12,900 Zähler). Valentin Zapf sicherte sich seine zweite Bronzemedaille bei diesen Finals mit einer Wertung von 12,866. Ich habe mir im Vorfeld nicht große Chancen erhofft, weil richtig gute Barrenturner im Finale waren. Deswegen habe ich mir gar keinen großen Druck gemacht und wollte die Atmosphäre nochmal genießen und Spaß haben. Dass es dann so funktioniert, ist ein wirklich cooles Gefühl. Ich bin echt glücklich, sagte Sissakis nach dem Wettkampf.

Im Finale am Boden heizten die Frauen dem Publikum in Dresden nochmal ordentlich ein. Mit ihrer gewohnt ausdrucksstarken Bodenübung sowie einer technisch sehr sauberen Ausführung ist Schönmaier neben ihrem Titel im Mehrkampf auch Deutsche Meisterin am Boden (13,233 Punkte). Obwohl sie in ihrer ersten Bahn einmal raustreten musste, hielt sie ihre Konkurrenz auf Abstand. Silja Stöhr (SG Heddesheim) wusste ebenfalls mit einer tollen Bodenübung zu überzeugen und gewann die Silbermedaille (12,666 Punkte). Bronze ging mit 12,300 Zählern an Lea Wartmann. 

Wie immer stellt das Reckfinale den krönenden Abschluss der Gerätfinals dar. In einem engen Wettkampf setzte sich Alexander Kunz (Turn- und Sportverein Pfuhl 1894) bei der letzten Medaillenentscheidung durch. Mit 13,366 Punkten gewann er die Goldmedaille und kann die Finals als die erfolgreichsten Deutschen Meisterschaften in seiner Karriere verbuchen. Mit einer sehr sauberen Übung gewann Valentin Zapf vom TSV Unterföhring Silber (13,266 Zähler). Lucas Kochan (SC Cottbus) feierte in Dresden nach seinem Kreuzbandriss sein Comeback auf großer Bühne und sicherte sich die Bronzemedaille mit einer Wertung von 13,166.