Vom 3. bis 10. August 2025 wurde Kawasaki, eine der größten Metropolen Japans, zum Mittelpunkt der internationalen Rope-Skipping-Szene. Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt kamen zusammen, um in den Disziplinen Speed, Freestyle, Wheel, Double Dutch und Show Contest um die begehrten Weltmeistertitel zu kämpfen. Die Wettkämpfe fanden in einer modernen, vollbesetzten Arena statt, in der sich sportliche Höchstleistungen und mitreißende Atmosphäre die Hand gaben. Mit spektakulären Sprungfolgen, perfekter Synchronisation und beeindruckender Ausdauer begeisterten die Teilnehmenden nicht nur die Kampfrichter, sondern auch das internationale Publikum vor Ort und online.
Deutschland war mit einer der größten Delegationen dieser Weltmeisterschaft vertreten: 179 Athletinnen und Athleten gingen in den verschiedenen Disziplinen an den Start, unterstützt von Betreuenden, Kampfrichtern und Offiziellen. Insgesamt umfasste die deutsche Delegation 222 Personen – ein starkes Zeichen für den Stellenwert, den diese Sportart hierzulande genießt.
Bereits vor dem offiziellen Start der Weltmeisterschaften fand das International Open Tournament (IOT) statt – ein offenes Wettkampfformat, das Athletinnen und Athleten aus aller Welt die Möglichkeit bot, ihr Können auf internationaler Bühne unter Beweis zu stellen. Auch hier war Deutschland stark vertreten und konnte mit zahlreichen Podestplätzen ein deutliches Ausrufezeichen setzen. Im Single Rope Pair Freestyle der Altersklasse Mixed 16-18 erreichten Johannes Kowalski und Emma Sophie Lenz einen hervorragenden zweiten Platz. Kira Hölscheid überzeugte gleich mehrfach: Sie gewann Gold im Single Rope Individual Freestyle (Female 30+), Silber in der Single Rope Speed Endurance und Bronze im Single Rope Speed Sprint – eine beeindruckende Leistung in drei unterschiedlichen Disziplinen. Im Single Rope Team Freestyle (Female 19+) holten Sophie Kleine-Voßbeck, Leandra Krause, Melina Krause und Anna-Lena Ingrid Niemann die Bronzemedaille. Gold im Double Dutch Pair Freestyle (Mixed 19+) ging an Alicia Fusil, Anna-Maria Maier, Daniel Stannard und Livia Vonier, während in der Altersklasse Female 16-18 Felicia Kustner, Luisa Paul, Elina Sejdiu und Eliza Sejdiu mit einer beeindruckenden Darbietung ebenfalls Platz 1 erreichten. In der Disziplin Single Rope Triple Unders (Female 19+) sprang Lea Thiel zur Goldmedaille. Auch im Wheel Pair Freestyle dominierten deutsche Teams: In der Altersklasse Female 16-18 siegten Marlene Theresa Bringmann und Marlene Grajcar, während bei den 12–15-Jährigen Ronja Block und Leefke Gaßner Gold und Carlotta Pohl mit Raya Sophie Seidler Silber holten. Im Single Rope Double Unders Relay (Female 19+) erkämpften sich Lillith Müller und Patricia Spengler den ersten Platz. Bronze gab es im Double Dutch Speed Sprint (Female 19+) für Raphaela Horsch, Sophie Kusiek und Anna Xander. In der Disziplin Double Dutch Single Freestyle (Mixed 19+) belegten Denzel Frigge, Leonie Götze und Linda Schneider den dritten Platz; ebenso wie Diana Brauer, Christina Valentina Khramtsov und Stefanie Nering in der Kategorie Female 16-18. Diese beeindruckenden Ergebnisse im IOT spiegeln die große Leistungsbreite des deutschen Teams wider und gaben bereits zu Beginn der Meisterschaft einen vielversprechenden Ausblick auf das weitere sportliche Geschehen.
Auch sportlich konnte sich das deutsche Nationalteam in den entscheidenden Finalrunden der Weltmeisterschaft behaupten. Besonders im Double Dutch Pair Freestyle der Altersklasse Female 16+ setzte sich das Quartett um Olivia Gessner, Julia Schmid, Verena Silbereisen und Anna Uhl in einem spannenden und technisch anspruchsvollen Lauf gegen die Konkurrenz durch und krönte sich mit der Goldmedaille zum Weltmeister. Ihr Auftritt zeichnete sich durch präzise Abstimmung, kreative Elemente und fehlerfreie Ausführung aus – eine Performance, die von den Kampfrichtern mit Bestnoten belohnt wurde.
Im Double Dutch Single Freestyle der Altersklasse Female 12-15 konnten Elise Drogies, Anna Ehlers und Anouk Röhrs mit einer starken und harmonischen Darbietung den dritten Platz erzielen. Ihr Lauf beeindruckte durch Synchronität und kreative Kombinationen, womit sie sich souverän eine Podestplatzierung sicherten und die Leistungsstärke des deutschen Nachwuchses im Double Dutch eindrucksvoll unter Beweis stellten.
Im Wheel Pair Freestyle der Altersklasse Female 16+ zeigte Deutschland gleich doppelte Podestpräsenz: Bianca und Simone Illing erkämpften sich mit einer kraftvollen und dynamischen Darbietung die Silbermedaille, während Annika und Svenja Reinhardt mit einer ebenfalls herausragenden Leistung den dritten Platz belegten. Beide Duos beeindruckten durch hohe Schwierigkeit in den Freestyles und eine sichere Ausführung, die sie zu den besten Teams in dieser Disziplin der Weltmeisterschaft machten.
Auch in den Team-Overall Disziplinen war das deutsche Team erfolgreich. In der Kategorie Team All-Around der Altersklasse Female 16+ sicherten sich Annika Reinhardt, Svenja Reinhardt, Lilith Schultheis und Liv Sallander die Bronzemedaille.
In den Einzeldisziplinen zeigte vor allem Lilith Schultheis, dass sie zu den vielseitigsten Springerinnen im internationalen Feld zählt. Sie belegte im Finale der Single Rope Triple Unders den sechsten Platz und erreichte im Einzel-Mehrkampf (Single Rope Individual Overall) einen starken achten Rang. Ihre Leistungen unterstrichen einmal mehr die Breite und Qualität des deutschen Teams, das in mehreren Disziplinen und Altersklassen in den vorderen Rängen vertreten war.
Die Rope Skipping Weltmeisterschaften 2025 in Kawasaki haben gezeigt, wie stark, kreativ und leidenschaftlich die internationale Rope-Skipping-Community ist. Das deutsche Team konnte mit zahlreichen Top-Platzierungen, Finalteilnahmen und Medaillen seine Position unter den führenden Nationen festigen. Neben den sportlichen Erfolgen war die WM auch ein Ort des Austauschs, der Freundschaft und der gegenseitigen Unterstützung.
Mit Blick nach vorn richtet sich nun der Fokus auf die nächsten Weltmeisterschaften im Jahr 2027 in Norwegen. Die Vorfreude ist groß – nicht nur auf neue Wettkämpfe, sondern auch auf das Wiedersehen mit der weltweiten Rope-Skipping-Familie. Das Technische Komitee des Deutschen Turner-Bundes gratuliert allen Springerinnen und Springern herzlich zu ihren herausragenden Leistungen und bedankt sich bei allen Beteiligten, die diese WM zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben.
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