Pauline Schäfer-Betz wird in diesem Jahr nicht an der Turn-Weltmeisterschaft in Rotterdam teilnehmen. Diese Entscheidung traf die 29-jährige Nationalturnerin nach Gesprächen mit ihrem medizinischen und sportlichen Umfeld.
Die Weltmeisterin von 2017 hat seit einigen Wochen mit Beschwerden an der rechten Hüfte zu kämpfen. Bei der erneuten Sichtung der MRT-Bilder zeigten sich Auffälligkeiten am Labrum. Eine weiterführende Untersuchung ist geplant, die genaue Ursache der Beschwerden ist noch nicht abschließend geklärt.
„Diese WM abzusagen, tut weh. Ich wollte unbedingt auf der Wettkampffläche stehen und zeigen, woran ich in den vergangenen Monaten gearbeitet habe. Gleichzeitig ist es mir wichtig, die Ursache der Schmerzen gründlich abklären zu lassen und mein Training entsprechend anzupassen. Diese Entscheidung fällt mir schwer, aber ich treffe sie mit Blick auf alles, was noch vor mir liegt“, sagte Schäfer-Betz mit Blick auf die vom 17. bis 25. Oktober stattfinden Titelkämpfe.
Die Balken-Spezialistin hatte zuletzt trotz der Beschwerden weiter trainiert und ihre Belastung angepasst. Mit Blick auf die anstehende erste WM-Qualifikation am kommenden Wochenende im Rahmen des Bundesligawettkampfes in Ketsch war eine Vorbereitung unter den aktuellen Einschränkungen jedoch nicht wie geplant möglich.
„Ich bin enttäuscht, und das darf auch so sein. Aber ich nehme aus den vergangenen Monaten viel mit: Ich habe Fortschritte gemacht, auch wenn man sie jetzt nicht bei einer WM sehen wird. Mein Ziel bleibt dasselbe. Ich werde weiterarbeiten und freue mich auf den Moment, in dem ich wieder auf der Wettkampfbühne stehe“, so Schäfer-Betz.
Wie das Training in den kommenden Wochen gestaltet wird, entscheidet die Turnerin gemeinsam mit ihrem medizinischen und sportlichen Team nach Abschluss der weiteren Untersuchungen.
Die zweite und letzte WM-Qualifikation wird am 3. Oktober in Stuttgart in der SCHARRena ausgetragen.
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