Turn-Team Deutschland

Schönmaier springt an die Spitze

Karina Schönmaier | Foto: Tom Weller

Europameisterin empfiehlt sich beim World Challenge Cup in Paris mit der besten Vornote für die WM

Europameisterin Karina Schönmaier hat beim World Challenge Cup in Paris für die beste Vorkampfnote am Sprung gesorgt. Mit ihrer Endnote von 14,049 Punkten (14,133/13,566) knackte die Chemnitzerin zudem eine erste Norm für die Einzel-Weltmeisterschaften im Oktober in Jakarta. An den anderen drei Geräten reichte es mit Rang 22 am Barren (11,633/5,1), Rang 14 am Schwebebalken (12,233(5,2) und Rang elf am Boden (12,766/5,2) für die 20-Jährige nicht fürs Finale am Sonntag. 

“Paris ist für uns ein Wettkampf zum Ausprobieren”, erklärte Heimtrainerin Tatjana Bachmayer. “Karina hat realistische Chancen auf eine WM-Teilnahme.” Deshalb habe sie bei den deutschen Meisterschaften in Dresden trotz ihres Mehrkampftitels “nur kleine Übungen” gezeigt, und man schaue jetzt gerade, was an neuen Elementen schon klappt. 

Kein Finale für Männer-Trio

Von den drei deutschen Männern schaffte keiner den Sprung in einen Endkampf. “Damit sind wir nicht zufrieden”, gab der begleitende Coach Thomas Andergassen zu. “Wir haben Chancen ausgelassen und zu viele Fehler gemacht.” 

Auf Tom Schultze traf das am Boden zwar nicht zu, der Cottbuser zeigte eine gute Übung. Doch 13,033 Punkte (5,2) genügten in dem starken Feld nur für den 14. Platz. Seine Übung an den Ringen beendete der 24-Jährige vorzeitig, weil er Probleme an der Schulter bekam und nichts riskieren wollte. Seine Sprünge, mit denen er sich mit dem Mittelwert von 12,566 auf Rang 16 katapultierte, blieben davon unbeeinträchtigt. 

Für WM- und EM-Teilnehmer Lucas Kochan gehe es nach langer Verletzungspause gerade vor allem darum, sich wieder im internationalen Geschäft zu etablieren, sagte Andergassen. Der 25 Jahre alte Cottbuser erreichte seine beste Platzierung mit Rang 30 am Barren (12,033/4,8).

Gabriel Eichhorn vergab seine Chance am Reck durch einen Absteiger beim Kolman und belegte mit 11,566 Punkten (5,6) den 29. Platz. Auch am Barren, wo der Stuttgarter 23. wurde (12,70/4,9), kam er nicht ohne Unterbrechung durch sein Programm.

“Die Jungs haben noch nicht so viel Erfahrung mit solchen Ereignissen”, erklärte Andergassen. Deshalb sei der Ausflug an die Seine für sie sehr wichtig und lehrreich gewesen. “Ich bin sicher, in zwei bis vier Wochen wird das besser funktionieren", fügte er mit Blick auf die WM und die zweite Qualifikation am 27. September in Saarbrücken hinzu. 

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