Die beiden deutschen Trampolinturner Matthias Schuldt und Fabian Vogel sind bei den Weltmeisterschaften im spanischen Pamplona ins Halbfinale des olympischen Einzelwettbewerbs eingezogen. Der Dietzenbacher Schuldt erreichte bei seinem besten Durchgang im Vorkampf 59,80 Punkte und belegte damit den 22. Platz in der nach Nationen bereinigten Rangliste, der Bad Kreuznacher Vogel ordnete sich mit 59,75 Punkten direkt dahinter ein. Caio Lauxtermann (ebenfalls MTV Bad Kreuznach) verpasste derweil als 41. mit 58,360 Punkten das Weiterkommen. Als Mannschaft bleibt die DTB-Riege dagegen auch noch im Rennen: Rang acht mit 177,910 Punkten bedeutete den Finaleinzug.
Weniger erfolgreich verlief der Wettkampf für die deutschen Frauen: Sowohl Aileen Rösler (MTV Bad Kreuznach), die mit 52,60 Punkten auf Rang 43 landete, als auch Gabriela Stöhr (Munich Airriders), die mit 50,460 den 59. Platz belegte, schieden vorzeitig aus.
“Es ist ernüchternd, welche Sprünge die Weltspitze wieder gemacht hat”, kommentierte Bundestrainerin Katarina Prokesova das Zwischenergebnis. Da lasse es sich schwer mithalten. “Sowohl Matze als auch Fabi haben richtig gute Übungen gezeigt und haben es trotzdem nur gerade so ins Halbfinale geschafft”, erzählte Prokesova weiter. Lauxtermann präsentierte zu Beginn seines Vortrags einen vierfachen Salto vorwärts, “den hat er noch gut gemeistert”, aber danach habe der deutsche Meister kämpfen müssen und wichtige Zehntel verloren.
Bei den Frauen turnte Rösler von Knieproblemen beeinträchtigt, nachdem sie sich im Training einen Schlag ins Gelenk zugezogen hatte. “Sie hat eine solide Übung gezeigt, ist aber unter ihren Möglichkeiten geblieben”, resümierte Prokesova. WM-Debütantin Stöhr gelang eine für ihre Verhältnisse gute Leistung; “von den Punkten her hatten wir uns das aber anders vorgestellt”, so die Trainerin.
“Ein WM-Finale hatten wir lange nicht mehr”
Doppelmini-Spezialist Daniel Schmidt steht bei seiner letzten Weltmeisterschaft auch noch mal im Halbfinale. Der Hamburger kam auf 53,40 Punkte und belegte damit in der bereinigten Rangliste den 21. Platz. Seine Teamkollegen Moritz Braig (32./47,50) und Simon Dobler (52,/26,60) verpassten im Einzel das Weiterkommen, starten aber zusammen mit dem Routinier im Teamfinale. 81,90 Punkte bedeuteten Rang sieben in der Qualifikation. “Ein Team im WM-Finale, das hatten wir lange nicht mehr”, sagte Trainer Olaf Schmidt hocherfreut.
Die deutschen DMT-Turnerinnen belegten mit 72,70 Punkten den gleichen Platz, müssen beim Medaillenkampf jedoch zuschauen, weil bei den Frauen aufgrund der geringeren Teilnehmerzahl nur fünf Teams die Entscheidung erreichten. Auch im Einzel geht es für die DTB-Vertreterinnen Antonia Quindel (27./47,80), WM-Debütantin Leonie Heuschmann (28./47,0), Imani Saprautzki (30./45,70) und Anastasia Heinrich (37./23,70) nicht weiter.