Turn-Team Deutschland

Trampoliner sammeln in Arosa klare Erkenntnisse

Aileen Rösler

Trampolin-Nachwuchs überzeugte beim Junioren-Wettbewerb

Die deutschen Trampolinturnerinnen und -turner haben beim Weltcup im Rahmen des traditionsreichen Nissen Cup in Arosa wichtige Erkenntnisse für die nächsten Trainingswochen gesammelt. Halbfinal- und Finalteilnahmen blieben in der Schweiz zwar aus, Cheftrainerin Katarina Prokesova nahm aus den Wettbewerben aber klare Ansatzpunkte für die weitere Arbeit mit. Für die stärksten deutschen Ergebnisse sorgte der Nachwuchs im parallel ausgetragenen Junioren-Wettbewerb mit zwei Siegen und einem weiteren Podestplatz.

Mit dem Weltcup sind wir natürlich nicht zufrieden, sagte Prokesova mit Blick auf den Elitebereich. Die deutsche Mannschaft habe in Arosa einiges liegen gelassen. Vor allem die Stabilität sei noch nicht so gewesen, wie wir uns das wünschen. Gerade im Hinblick auf die weitere Saison sei es wichtig, zwei Übungen sauber vorzubereiten und durchzubringen. Nur dann kann man schauen, wo wir stehen und wie es weitergeht, sagte Prokesova.

Im Einzel der Frauen verpassten Luisa Braaf (TV Dillenburg), Aurelia Eislöffel (MTV Bad Kreuznach), Gabriela Stöhr (Munich Airriders) und Aileen Rösler (MTV Bad Kreuznach) die zweite Qualifikationsrunde. Braaf war als 23. beste Deutsche und turnte laut Prokesova mit mehr als 53 Punkten eine persönliche Bestleistung. Eislöffel zeigte eine neue Übung mit zwei Dreifachen, Stöhr brachte ebenfalls eine gute Übung durch. Rösler kehrte nach längerer Verletzungspause auf die internationale Wettkampfbühne zurück. Für das Halbfinale der besten 16 Athletinnen reichte es dennoch nicht. Das, was für das Halbfinale benötigt war, können wir leider noch nicht, sagte Prokesova. Potenzial sieht sie vor allem in Haltung und Höhe.

Auch bei den Männern blieb der Einzug in die nächste Runde aus. Adrian Thomson (TG Münster) war als 38. bester Deutscher, Janis-Luca Braun (MTV Stuttgart) folgte knapp dahinter. Ryan Eschke (Eintracht Frankfurt) musste seine Übung früh beenden. Bei den jungen Männern sei schon vor dem Wettkampf klar gewesen, dass das Halbfinale schwer zu erreichen sein werde, sagte Prokesova. Thomson, Braun und Eschke seien noch im Aufbau. Es gehe darum, sie mit Blick auf den nächsten Zyklus an das internationale Niveau heranzuführen.

Im Synchron verpassten Rösler und Eislöffel das Finale der Frauen als erste Reserve nur knapp. Braaf und Stöhr kamen nach einem nicht vollständig durchgeturnten Auftritt nicht in die Nähe der Entscheidung. Bei den Männern reichte es für Eschke und Braun ebenfalls nicht für den Finaleinzug. Auch hier machte Prokesova die fehlende Stabilität als entscheidenden Punkt aus.

Nachwuchs mit Einzel- und Synchron-Gold

Deutlich positiver fiel das Fazit der Cheftrainerin für den parallel ausgetragenen Junioren-Wettbewerb aus. Mila Welling (TV Unterbach) gewann den Einzelwettbewerb der Altersklasse 13/14 Jahre und erreichte dabei erstmals die Marke von 52 Punkten. Mila hat sehr, sehr souverän gewonnen. Sie ist ein sehr großes Talent mit viel Potenzial, sagte Prokesova. Im Synchron zeigte Welling gemeinsam mit Emely Schmal (TSVE Bielefeld) ebenfalls eine starke Übung. Das Duo belegte Rang zwei. Nur das russische Paar Lika Vershinina/Glafira Zaiko war im Finale besser.

Auch die weiteren deutschen Nachwuchsergebnisse unterstrichen den gelungenen Auftritt in Arosa. Ben Graeser und Tobias Leitner (TG Münster) gewannen den Synchron-Wettbewerb der Jungen. Im Einzel der Junioren 15/16 Jahre erzielte Tobias Leitner (TG Münster) zudem mit 41,83 Punkten den fünften Platz. Maya Seidner (TB Ruit) belegte im Einzel der Juniorinnen 15/16 Jahre Position fünf. Im Synchron-Finale der Mädchen erreichten Eunike Postiglione (Frankfurt Flyers) und Seidner Rang fünf. Für die Junioren seien solche Wettkämpfe enorm wichtig, sagte Prokesova: Sie können internationale Erfahrungen sammeln und sehen, wo die Reise hingeht.