Neben dem sportlichen Ergebnis stand vor allem die Entwicklung einer Mannschaft im Mittelpunkt, deren Spielerinnen und Spieler zu großen Teilen auch in den kommenden Jahren noch im Nachwuchsbereich spielberechtigt sein werden.
Spannende Gruppenphase mit Entscheidung gegen England
Deutschland startete gegen die Türkei in das Turnier. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie kämpfte sich die deutsche Mannschaft mehrfach zurück, musste sich am Ende jedoch knapp mit 13:15 geschlagen geben.
Bereits einen Tag später zeigte das Team gegen Australien eine deutliche Reaktion. Mit einem starken Start und einer konzentrierten Leistung setzte sich Deutschland klar mit 27:6 durch. Damit fiel die Entscheidung über den Einzug in die Runde der besten acht Mannschaften im letzten Gruppenspiel gegen England. In diesem zeigte die deutsche U21 eine ihrer stärksten Leistungen des Turniers. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte entwickelte sich in der Schlussphase ein echter Krimi. Deutschland behielt in den entscheidenden Situationen die Nerven und gewann mit 19:18. Da England, Deutschland und die Türkei die Gruppenphase punktgleich beendeten, entschied die Korbdifferenz. Deutschland belegte hinter England Rang zwei und qualifizierte sich damit für die Top-Acht-Runde.
Dort wartete mit den Niederlanden direkt der spätere Weltmeister. Gegen die Niederländer bekam die junge deutsche Mannschaft beim 3:30 deutlich die Stärke des internationalen Topniveaus aufgezeigt.
Entscheidend für die Chance auf das Halbfinale wurde anschließend die Begegnung mit Neuseeland. Deutschland hielt die Partie lange offen, musste sich am Ende jedoch mit 11:15 geschlagen geben. Neuseeland zog damit ins Halbfinale ein und erreichte später mit Platz vier das beste Ergebnis seiner Geschichte bei einer U21-Weltmeisterschaft.
Für Deutschland ging es anschließend um die Plätze fünf bis acht. Gegen Portugal fand die Mannschaft offensiv nicht ausreichend zu ihrem Spiel und unterlag mit 8:15. Damit kam es zum Abschluss der Weltmeisterschaft erneut zum Duell mit England.
Anders als beim 19:18-Erfolg in der Gruppenphase erwischte England diesmal den besseren Tag. Deutschland geriet früh in Rückstand und musste sich schließlich mit 11:17 geschlagen geben. Damit beendete die deutsche U21 die Weltmeisterschaft auf Platz acht von 16 teilnehmenden Nationen.
Ein junges Team mit Perspektive
Auch wenn nach den letzten Niederlagen zunächst die Enttäuschung überwog, bietet das Turnier viele positive Ansatzpunkte für die weitere Entwicklung. Deutschland war mit einer sehr jungen Mannschaft nach Malaysia gereist. Zahlreiche Spielerinnen und Spieler hatten noch zu Beginn des Jahres für die deutsche U19 gespielt und sammelten nun erstmals Erfahrungen bei einer U21-Weltmeisterschaft.
Gerade der Einzug unter die besten acht Mannschaften und der Sieg gegen England zeigten, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Die Weltmeisterschaft war damit nicht nur der sportliche Höhepunkt des Jahres, sondern zugleich ein wichtiger Entwicklungsschritt. Die Erfahrungen aus den Spielen bilden eine wertvolle Grundlage für die weitere Arbeit mit diesem Kader. Mit Platz acht kehrt die deutsche U21 aus Malaysia zurück – mit einem Ergebnis, auf das sich aufbauen lässt, und vor allem mit einer jungen Mannschaft, deren Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist.