Darja Varfolomeev (TSV Schmiden) und die Deutsche Nationalmannschaft Gruppe haben beim World Challenge Cup der Rhythmischen Sportgymnastik in Cluj-Napoca ein starkes Zeichen auf dem Weg zur Heim-WM in Frankfurt gesetzt. Sechs Wochen vor dem Saisonhöhepunkt nutzte das deutsche Team den Wettkampf in Rumänien als wichtige Standortbestimmung. Die Olympiasiegerin vom TSV Schmiden gewann den Mehrkampf souverän mit 116,950 Punkten und holte in den Gerätefinals am Sonntag zudem Gold mit den Keulen sowie Silber mit dem Reifen. Auch die Gruppe überzeugte mit Platz zwei im Mehrkampf und Rang zwei im Finale mit fünf Bällen. Das war rundum gelungen
, sagte Teamchefin Isabell Sawade nach dem Abschluss des Wettkampfwochenendes.
Sechs Wochen vor den Weltmeisterschaften in Frankfurt präsentierte sich Varfolomeev bereits in sehr guter Verfassung. Im Mehrkampf setzte sie sich deutlich vor Taisiia Onofriichuk aus der Ukraine (112,000) und Takhmina Ikromova aus Usbekistan (111,450) durch. Darja hat den Mehrkampf gewonnen und zwar souverän. Sie hat wirklich schon eine gute Leistung gezeigt
, sagte Sawade. Gleichzeitig ordnete sie den Auftritt mit Blick auf den Saisonhöhepunkt realistisch ein: Ich bin beruhigt, dass sie noch nicht alles perfekt macht. Da wären wir ein bisschen zu früh.
In den Gerätefinals folgte für Varfolomeev der nächste Sieg. Mit den Keulen gewann sie mit 30,250 Punkten vor Vera Tugolukova aus Zypern (28,850) und Liliana Lewinska aus Polen (28,500). Mit dem Reifen wurde die 19-Jährige mit 28,650 Punkten Zweite hinter Onofriichuk (28,850). Im Finale mit dem Ball belegte Varfolomeev mit 25,950 Punkten Rang sieben, mit dem Band kam sie mit 26,600 Punkten ebenfalls auf Platz sieben. So, wie sie sich in Cluj-Napoca präsentiert habe, sei das auf jeden Fall schon mal sehr gut
gewesen, sagte Sawade.
Auch die Deutsche Nationalmannschaft Gruppe bestätigte nach den Europameisterschaften in Varna ihre positive Entwicklung. Im Mehrkampf musste sich die Mannschaft mit Alisa Datsenko (TSV Schmiden), Anja Kosan (SC Siemensstadt/TSV Schmiden), Alina Ott (TSV Nürnberg), Helena Ripken (VfL Zehlendorf/TSV Schmiden), Anna-Maria Shatokhin (TSV Schmiden) und Emilia Wickert (TSG Söflingen) mit 54,300 Punkten nur Israel (56,050) geschlagen geben. Im Finale mit fünf Bällen wurde die Gruppe mit 27,850 Punkten Zweite hinter Israel (28,050). Mit drei Reifen und zwei Paar Keulen kam sie mit 24,100 Punkten auf Rang vier. Da sind wir auch auf einem guten Weg, noch nicht komplett stabil. Aber ich bin durchaus zufrieden
, sagte Sawade.
Nach Angaben Sawades gewann die Gruppe zusätzlich die Serienwertung des World Challenge Cup im Mehrkampf sowie mit fünf Bällen. Damit fiel die Bilanz des Wochenendes aus deutscher Sicht deutlich positiv aus. Varfolomeev verbuchte im Einzel insgesamt drei Medaillen, die Gruppe nahm neben den Podestplätzen wichtige Erkenntnisse aus Cluj-Napoca mit. Vor dem Wettkampf hatte Sawade angekündigt: Wir wissen danach genau, wo wir stehen und was wir noch Richtung WM verbessern müssen.
Diese Standortbestimmung fiel aus deutscher Sicht vielversprechend aus. Bis zum Saisonhöhepunkt bleibt noch Feinarbeit nötig, die Ausgangslage aber stimmt.