Turn-Team Deutschland

Vier Finalplätze für Turnerinnen

Turnerinnen und Team bei Weltcup in Osijek 2026

Turner bleiben in Kroatien ohne Finalteilnahme

Beim Weltcup in Osijek (CRO) vom 8. bis 12. April zeigten die deutschen Frauen in der Qualifikation eine herausragende Leistung und zogen in vier von insgesamt fünf möglichen Gerätfinals ein. Dabei feierte Pauline Schäfer-Betz (KTV Chemnitz) ein gelungenes Comeback, nachdem sie zuletzt bei den Olympischen Spielen in Paris international an den Start gegangen war. Charleen Pach (TZ DSHS Köln) konnte sich bei ihrem internationalen Debüt über den Einzug ins Bodenfinale freuen. Den Turnern gelang indes die Qualifikation für ein Gerätfinale nicht. 

Am Sprung qualifizierte sich Europameisterin Karina Schönmaier (TuS Chemnitz Altendorf) mit ihren beiden Sprüngen (14,100 und 13,433 Punkte) als Beste für das Finale am Samstag. Mit ihrer Punktzahl von 13,966 kann sie sich zurecht Hoffnungen auf eine Podestplatzierung machen. Ihre neue Übung am Boden enthielt zwar noch vereinzelt Unsicherheiten, jedoch hatte das keine Auswirkungen, sodass der 20-Jährigen an dem Gerät ebenfalls der Finaleinzug (12,433 Punkte) gelang. “Wir haben noch etwas Luft nach oben sowohl in der D- als auch in der E-Note”, sagte ihr Trainer Anatol Ashurkov nach dem Wettkampf. Charleen Pach feierte in Kroatien ihr internationales Weltcup-Debüt und sorgte dabei direkt für eine Sensation. Die 15-Jährige konnte sich mit 12,466 Punkten gegen die starke internationale Konkurrenz durchsetzen und qualifizierte sich auf dem siebten Platz für das Finale. Am Balken lief es für die Schülerin im Anschluss etwas weniger furios. Hier musste sie zwei Stürze in Kauf nehmen, die einen potenziellen Finaleinzug zunichte machten. “Ich bin trotzdem unglaublich stolz auf sie. Das hätte so keiner erwartet. Nun darf sie sich nochmal mit den Besten messen und schauen, was am Ende rauskommt”, freute sich ihr Trainer Patrick Magnani im Anschluss über die Leistung seines Schützlings. Als letzte Turnerin des Tages gelang Pauline Schäfer-Betz (KTV Chemnitz) an ihrem Paradegerät, dem Balken, ein Comeback nach Maß. Im Vorfeld war die 29-Jährige "natürlich angespannt”, spielte dann aber auf dem Balken ihre ganze Erfahrung aus und präsentierte sich wie gewohnt souverän. Mit 13,233 Punkten machte sie für die deutschen Frauen die Vierte Finalqualifikation perfekt. 

Gegen ein starkes Teilnehmerfeld verlief die Qualifikation der Männer ohne Einzug in ein Gerätfinale. “Die Ergebnisse zeigen uns klar auf, woran wir weiterhin arbeiten müssen”, sagte Cheftrainer Jens Milbradt. Nils Dunkel (SV Halle) erzielte am Reck den 18. Platz (12,666 Punkte) und turnte am Pauschenpferd auf Position 29 mit 13,633 Punkten. Pascal Brendel (KTV 68 Wetzlar) reihte sich bei seinem Comeback knapp hinter seinen Teamkollegen am Pferd ein (32. Platz; 13,433 Punkte). Am Barren landete der Mann aus Wehrheim auf dem 16. Platz (13,500 Zähler) und am Boden auf Rang 45 mit 11,700 Punkten. Milan Hosseini (TG Böckingen) turnte am Boden auf Position 39 (12,000 Punkte). Am Barren gliederte sich der Sportsoldat auf Platz 20 mit einer Wertung von 13,100 und am Reck auf den 24. Rang mit 12,366 Zählern ein.