Turn-Team Deutschland

Von Tokio über Chengdu nach Los Angeles

Gruppenfoto der japanischen und deutschen Turnerinnen

Gerätturnerinnen im Trainingslager in Japan

Im Fokus des zehntägigen Trainingslagers der Gerätturnerinnen in Tokio (JPN) stand die Entwicklung der Athletinnen und des Trainerstabs. Dank der Unterstützung des Turnclub Deutschland gelang der Tapetenwechsel, um das Trainingslager in den asiatischen Raum zu verlegen. Wir haben natürlich intensive und lehrreiche Trainingseinheiten mit vielen Stunden in der Halle und konnten schon viele neue Eindrücke und wertvolle Erfahrungen gewinnen. Dabei nehmen wir jede Menge Motivation für die kommenden Herausforderungen mit, erzählte Karina Schönmaier. Doch neben den vielen Stunden in der Halle, dem kulturellen Austausch und dem Entdecken der Millionenmetropole gab es einen weiteren entscheidenden Faktor, der für die Destination Japan sprach.

Blick in Richtung Olympia-Qualifikation

Die entscheidende Qualifikation für die Olympischen Spiele in Los Angeles 2028 findet bei den Weltmeisterschaften nächstes Jahr in Chengdu (CHN) statt. Da werden wir mit ähnlichen Bedingungen konfrontiert – einer anderen Kultur, Jetlag und einer ungewohnten Ernährung, sagte Cheftrainer Gerben Wiersma. Damit bot die Japanreise beste Voraussetzungen, um den Athletinnen die Möglichkeiten zu geben, unter erschwerten Bedingungen ihre Leistungen abzurufen. Deshalb wollten wir unseren Athletinnen bereits jetzt diese Erfahrung ermöglichen, erklärte Wiersma. Drei Tage nach der Ankunft stand genau dafür ein Testwettkampf auf dem Programm, um zu beobachten, wie die Athletinnen mit dem Jetlag und den Belastungen einer Fernreise umgehen.

Zwischen Kultur und Trainingseinheiten

In den ersten Tagen trainierten die Turnerinnen gemeinsam mit der japanischen Nationalmannschaft. Dabei haben wir nicht nur die technischen und sportlichen Aspekte beobachtet, sondern uns auch intensiv mit der japanischen Kultur innerhalb und außerhalb der Turnhalle beschäftigt, erzählte Wiersma. Beim Sightseeing stand neben dem berühmten Shibuya Crossing auch der Besuch eines Tempels auf der Agenda. Danach lag der Fokus bei den eigenen Trainingseinheiten ausschließlich auf der Vorbereitung für die Europameisterschaften und Weltmeisterschaften. Da viele neue Trainerinnen und Trainer erstmals bei einer Maßnahme dabei waren, bot das Trainingslager optimale Voraussetzungen, um auch hier die Zusammenarbeit zu intensivieren und sich untereinander auszutauschen.