Turn-Team Deutschland

Weltcup-Gold für Varfolomeev

 Darja Varfolomeev holt Gold beim Weltcup-Finale in Mailand | Foto: Harald Bremes

RSG-Olympiasiegerin ist in den Finals von Mailand mit dem Ball nicht zu schlagen

RSG-Olympiasiegerin Darja Varfolomeev hat beim Weltcup-Finale in Mailand Gold mit dem Ball gewonnen. Mit 30,30 Punkten verwies die 18-Jährige vom TSV Schmiden die Bulgarin Stiliana Nikolova (29,75) und die Italienerin Tara Dragas (29,40) auf die weiteren Podestplätze. In den anderen drei Entscheidungen mit einzelnen Handgeräten musste Varfolomeev am Sonntag dagegen jeweils einen größeren Fehler verbuchen und verpasste in dem hochkarätigen Feld die Medaillen. 28,40 Punkte mit den Keulen und 28,10 mit dem Band reichten für die Vorkampfbeste jeweils zum vierten Platz, 27,55 mit dem Reifen zu Rang sechs. Die zweite deutsche Teilnehmerin am Abschlusstag, die ebenfalls für den TSV Schmiden turnende Viktoria Steinfeld, belegte in der Entscheidung mit dem Ball mit 28,05 den siebten Rang.

Da Darjas Übungen abseits der einzelnen teuren Fehler gut waren, bin ich nicht unzufrieden, kommentierte DTB-Teamchefin Isabell Sawade. Da sie sich in Wettkämpfen sehr gut steigern kann, gehe ich davon aus, dass sie am nächsten Wochenende beim Challenge Cup in Cluj, wenn die Weltspitze erneut aufeinandertrifft, wieder eine gute Leistung zeigen wird. In den wenigen Tagen dazwischen werde man versuchen, an der Stabilität der Vorträge zu arbeiten. Auch Steinfeld bescheinigte Sawade eine gute Performance. 

“Ich bin sehr froh, dass der Wettkampf durch ist”, sagte Varfolomeev nach Abschluss des Wochenendes. Sie freue sich sehr über den zweiten Platz im Mehrkampf nach vier Übungen ohne Geräteverlust, aber “kleinen Unsauberkeiten” mit dem Reifen. Zum ersten Mal bei einem Weltcup in diesem Jahr sei sie mit allen vier Geräten für die Finals qualifiziert gewesen. Mit dem Reifen habe sie trotz eines Verlustes zu Beginn “stark durchgezogen”. Ball sei sehr gut gewesen, “die Drehungen und anderen Elemente waren schön ausgeführt”. Keule und Band seien bis auf die Verluste ebenfalls problemlos gelaufen. 

“Ich bin noch nicht in der perfekten Form, deshalb ist es okay, wenn solche Fehler noch passieren”, sagte Varfolomeev. “Dafür wissen wir jetzt, was wir noch mehr trainieren und auf was wir achten müssen.” Insgesamt sei sie “sehr zufrieden”. 

Die Gruppe mit Melanie Dargel, Olivia Falk, Anja Kosan, Helena Ripken, Anna-Maria Shatokhin und Emilia Wickert hatte in Italien nach zu vielen Fehlern beide Entscheidungen verpasst. “Da gibt es in Cluj ebenfalls eine neue Chance”, sagte Sawade. 

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