Turn-Team Deutschland

Zwei Silbermedaillen in Varna

Timo Eder und Artur Sahakyan | Foto: DTB

Timo Eder und Artur Sahakyan für das Turn-Team Deutschland auf dem Podest

Das Turn-Team Deutschland hat beim World Challenge Cup in Varna zwei Silbermedaillen gewonnen. Artur Sahakyan (TZ Bochum-Witten) turnte am Samstag an den Ringen auf Rang zwei, Timo Eder (MTV Ludwigsburg) legte am Sonntag mit Silber am Reck nach. Zudem erreichte Eder weitere Finals am Boden und Barren.

Sahakyan kam im Ringefinale in Bulgarien auf 13,566 Punkte und musste sich nur dem Armenier Artur Avetisyan geschlagen geben. Bronze ging an Akhrorkhon Temirkhonov aus Usbekistan. Artur hat an den Ringen bestätigt, wovon man ausgehen konnte. Er hat ebenfalls noch einmal besser geturnt als in der Qualifikation. Am Ende muss man sagen: Platz zwei, mehr war nicht drin, sagte Trainer Sven Sixtus.

Für Sahakyan war es ein weiterer internationaler Erfolg an seinem Paradegerät. Der Deutsche Meister von 2024 zählt aktuell zu den stärksten deutschen Spezialisten an den Ringen und hatte bereits bei seiner ersten internationalen Teilnahme mit einem Podestplatz bei einem World Challenge Cup auf sich aufmerksam gemacht.

Auch Eder zeigte in Bulgarien starke Leistungen. Der EM-Dritte am Barren von Leipzig 2025 und amtierende Deutsche Mehrkampfmeister erreichte gleich drei Gerätfinale. Bereits am Samstag belegte er am Boden mit 12,200 Punkten Rang sieben. Timo hat am Boden eine sehr gute Leistung abgerufen und noch einmal besser geturnt als in der Qualifikation. Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein, fand Sixtus. Am Sonntag folgte zunächst Rang sechs am Barren. Dort kam Eder auf 13,533 Punkte. Timo hat am Barren wieder eine Top-Leistung abgeliefert, die Schwierigkeit noch einmal erhöht und die Übung durchgeturnt, sagte Sixtus.

Zum Abschluss der Wettkämpfe gewann Eder dann am Reck die Silbermedaille. Mit 13,666 Punkten belegte er Rang zwei hinter dem Bulgaren Daniel Trifonov, der bei gleicher Punktzahl aufgrund der besseren Ausführung gewann. Bronze ging an Ron Ortal aus Israel. Am Reck war es hinten raus natürlich die Krönung: eine Top-Übung von ihm und daraus resultierend Platz zwei, sagte Sixtus. Wir sind alle happy, die Jungs freuen sich auch.

Der dritte deutsche Starter, Anton Bulka (SV Halle), verpasste zwar die Finals, sammelte in Bulgarien aber weitere wichtige internationale Erfahrung. Der 20-Jährige zeigte phasenweise sein Potenzial, musste nach mehreren Fehlern und Stürzen allerdings noch Lehrgeld bezahlen.