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Mit Kindern im Auto unterwegs

Endlich Urlaub!

In den meisten Bundesländern haben die Schulferien bereits begonnen, die restlichen folgen in den nächsten Wochen. Endlich ist Reisen wieder halbwegs unbeschwert möglich! Der Trend geht in diesem Jahr eindeutig hin zu Reisezielen, die mit dem Auto erreichbar sind.

Gerade wenn man mit Kindern unterwegs ist, bietet das Auto einige Vorteile. Man ist vor Ort flexibler und kann bequem viel Gepäck mitnehmen. Nachteile gibt es allerdings auch – vor allem die Hin- und Rückfahrt betreffend. Lange Autofahrten sind für Kinder langweilig und anstrengend, denn sie können ihren natürlichen Bewegungsdrang in der beengten Umgebung ihres Kindersitzes nicht ausleben.

Sicherheit geht vor

Bei Planung und Vorbereitung der Fahrt steht Sicherheit natürlich an oberster Stelle. Ein bequemer, dem Alter bzw. der Größe des Kindes entsprechender Kindersitz ist unerlässlich und sollte selbstverständlich sein. Idealerweise sollte er sich in Liegeposition umkippen lassen. Unterwegs bitte immer mal wieder prüfen, ob das Kind fest angegurtet ist und die Gurte richtig sitzen! Im Sommer sollte man auf jeden Fall für Schattenspender an den Seitenscheiben sorgen, die das Kind vor UV-Strahlung und Hitze schützen.

Worauf muss noch geachtet werden?

Besonders wenn das Auto richtig vollgepackt ist, muss das Gepäck sicher verstaut werden. Man muss überprüfen, dass bei einer Vollbremsung keine Gegenstände auf die mitfahrenden Kinder fallen können und das Gepäck möglichst mit einem Netz sichern.


Reisekomfort ist wichtig

Für entsprechenden Reisekomfort sorgen, neben bequemer Kleidung und evtl. einer Wolldecke, ausreichend Essen und Trinken in greifbarer Nähe – für den kleinen Hunger zwischendurch.

Ebenfalls schnell zur Hand sein sollten Ersatzklamotten, Windeln und Spucktüten für kleine Unfälle. Praktisch ist eine Autotasche, die man an der Rückseite der Vordersitze anbringt und in der die Kinder alle wichtigen Reiseutensilien verstauen können. Ebenfalls praktisch sind speziellen Autotische für den Kindersitz, damit Kinder unterwegs bequem malen oder (Magnet)Spiele spielen können.


Vorausschauend planen

Um Dauerstress sowohl bei den Kindern als auch auf Seiten der Eltern zu vermeiden, sollte die Autofahrt gut geplant werden. Wer die Möglichkeit hat, fährt am besten nicht direkt am Ferienbeginn los, sondern wartet zumindest das erste Ferienwochenende ab, um die größten Staus zu vermeiden. Wenn man selbst entspannt und ausgeruht ist, zu zweit fährt und sich abzuwechseln kann, empfiehlt es sich, abends zu starten. Dann ist es nicht so heiß und die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Kinder unterwegs schlafen. Grundsätzlich sollte man immer mindesten alle zwei Stunden eine Rast einlegen. Unter www.raststaetten.de kann man, für eine kleine Bewegungspause zwischendurch, bei der Routenplanung nach Raststätten mit Spielmöglichkeiten filtern lassen.


Bewegte Pausen

Wenn man große Raststätten lieber meidet, bietet sich ein Picknick auf einem ruhigen Parkplatz an – gerne mit einer bewegten Pause. Für die Bewegungspause sind gut geeignet ein Seilspringen oder Gummitwist, weil beides nicht viel Platz benötigt.

Hier ein paar kleine Spiele, die man jederzeit schnell ohne Vorbereitung und Materialbedarf durchführen kann.


Spielideen für die Pause

Tiere raten: Ein Familienmitglied macht eine Tierbewegung vor (z. B. hüpfen wie ein Frosch), alle anderen ahmen diese nach und sollen gleichzeitig erraten, welches Tier gemeint ist. Wer richtig rät, gibt die nächste Bewegung vor.

Ich packe meinen Koffer mit Bewegung: Ein Familienmitglied gibt eine Bewegung vor (z. B. einen Hampelmann), alle machen die Bewegung nach. Das nächste Familienmitglied macht einen Hampelmann und eine neue Bewegung. Alle machen beides nach. Das nächste Familienmitglied schließt eine dritte Bewegung an … das geht reihum immer so weiter, bis jemand einen Fehler macht, dann wird neu begonnen.

Fangspiele jeder Art: sind dort zu empfehlen, wo ausreichend Platz und ein zur Fahrbahn abgegrenzter Bereich zur Verfügung steht.

Wer kann: eine Minute auf einem Bein stehen – 20 Hampelmänner machen – zehn Strecksprünge machen – fünf Liegestütze machen – eine Minute ganz schnell auf der Stelle laufen, …?

Unterhaltung unterwegs

Auf langen Fahrten können Hörspiele oder kindgerechte Filme (am besten solche, die die Kinder noch nicht kennen) eine Weile für Unterhaltung sorgen – vorausgesetzt man hat entsprechende Abspielgeräte. Hörspiele kann man zwar auch übers Autoradio laufen lassen, entspannender für Eltern-Ohren sind jedoch eigene Player mit Kopfhörern für die Kinder. Gut geeignet fürs Autofahren sind außerdem Magnetspiele oder Magnettafeln zum Malen, Quartettspiele und Bücher – vorausgesetzt, den Kindern wird beim Lesen im Auto nicht übel.

Darüber hinaus gibt es viele kleine Spiele, die man gemeinsam im Auto spielen kann.


Spielideen für die Fahrt

Lustige Sätze bilden:
Jedes Familienmitglied fügt reihum einem Satz ein weiteres Wort hinzu. Mutter: „Ich“ – Vater: "Ich liebe" – Kind: "Ich liebe Matschepampe".

Bevor ein neues Wort ergänzt wird, müssen die vorher genannten Wörter ebenfalls genannt werden. So kann man eine ganze Geschichte erfinden und schult dabei noch sein Gedächtnis.

Namenskette:
Ein Familienmitglied nennt einen beliebigen Vornamen. Aus dessen letzten Buchstaben soll das nächste Familienmitglied einen neuen Vorname bilden (Anne-Egon-Nicole …). So geht das reihum weiter. Vorgabe für den nächsten Namen ist immer der letzte Buchstabe des vorangegangenen Namens. Das Spiel kann auch mit Tiernamen (Katze-Esel-Lama …) gespielt werden.

Ich sehe was, was du nicht siehst:
Ein/e Mitfahrer*in sucht sich einen Gegenstand im Auto aus und beschreibt ihn: "Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist rot/rund/hat vier Ecken …". Alle anderen müssen erraten, was gemeint ist.

Alternativ können auch ausgedachte Gegenstände beschrieben werden, hier muss die Beschreibung jedoch etwas präziser sein: "Mein Gegenstand ist rund. Es gibt ihn in vielen Farben und Größen. Man kann damit verschiedene Spiele spielen." = Ball


Nummernschild-Rechnen:
Die Quersumme der Zahlen auf dem Kennzeichen der vorbeifahrenden und überholten Autos bilden.

Nummernschilder-Sätze:
Lustige Sätze aus den Buchstaben der Kennzeichen bilden. Beispiel: HU-GB = Hundert Ungeheuer gehen baden.

Ja-Nein-schwarz-weiß
Ein Familienmitglied stellt einem anderen Fragen, die nicht mit ja, nein, schwarz oder weiß beantwortet werden dürfen.

Autos zählen:
Jede/r Mitfahrer*in sucht sich eine Farbe oder Automarke aus und zählt alle vorbeifahrenden und überholten Autos mit dieser Farbe/Marke. Wer ist zuerst bei 20?

Oops!:
Es wird reihum gezählt. Die Zahl 7 darf nicht genannt werden. Wer bei einer Zahl mit 7 (7, 17, 27, …) dran ist, sagt stattdessen Oops!. Wenn man es schwieriger machen möchte, wechselt man bei jedem Oops! die Richtung oder nimmt die durch 7 teilbaren Zahlen dazu (7, 14, 17, 21, 27, 28, ...) Das Spiel kann natürlich auch mit jeder anderen Zahl gespielt werden.