Rope Skipping

Rope Skipping Rekord-EM in Oslo

EC2026 | Delegation | Foto: Kevin Gruchmann
EC2026 | Delegation | Foto: Kevin Gruchmann

17 Europameistertitel und 43 Podiumsplatzierungen sowie drei neue deutsche Rekorde wurden erreicht. So erfolgreich wie noch nie: Die Rekorddelegation auf der Überholspur.

Europameisterschaft in Oslo – Deutschland zeigt seine ganze Stärke

Vom 11. bis 17. August 2026 steht Oslo, Norwegen, ganz im Zeichen des Rope Skippings. Während vom 11. bis 15. August die eigentliche Europameisterschaft ausgetragen wurde und die besten Skipper*innen Europas um die begehrten Europameistertitel kämpften mit Nationen wie Portugal, Belgien, Ungarn, Schweden und vielen weiteren Ländern, findet am 16. und 17. August abschließend das Open Tournament statt. Auch hier trifft die deutsche Delegation auf ein hochkarätiges und internationales Teilnehmerfeld.

Deutschland war über sämtliche Altersklassen hinweg und in allen Disziplinen stark vertreten. Die Athletinnen und Athleten reisten mit großen Ambitionen nach Oslo und waren bereit, ihr Leistungsvermögen unter Beweis zu stellen und um Titel und Medaillen zu kämpfen. Auch die Unterstützung aus Deutschland war groß: Sowohl vor Ort in der Halle als auch im Livestream konnten die Wettkämpfe verfolgt werden. So konnten zahlreiche deutsche Fans ihre Skipperinnen und Skipper während der Wettkämpfe und darüber hinaus lautstark unterstützen.

Bereits an den ersten beiden Wettkampftagen, an denen die Qualifikationen für die EC Finals auf dem Programm standen, wurden zahlreiche Spitzenleistungen gezeigt und persönliche sowie nationale Bestleistungen übertroffen. Das Ziel war klar: In den jeweiligen Disziplinen unter die besten sechs zu kommen und sich damit einen Platz in den Finals an Tag vier und fünf zu sichern. Schnell wurde deutlich, dass die diesjährige Europameisterschaft auf einem außergewöhnlich hohen Leistungsniveau stattfand. Die internationale Konkurrenz hatte ebenfalls deutlich zugelegt und machte die Qualifikation zu den Finals zu einer echten Herausforderung.

Deutschland konnte sich am Ende der Qualifikationstage insgesamt 46-mal für die EC Finals qualifizieren und gehörte damit zu den stärksten Nationen des diesjährigen Finalfeldes. Über alle Altersklassen und Disziplinen hinweg hatten sich die deutschen Skipperinnen und Skipper damit eine hervorragende Ausgangslage für die entscheidenden Wettkampftage geschaffen. Die Vorfreude auf die Finals war entsprechend groß – und mit ihr der Ehrgeiz, die Qualifikationsleistungen mit Medaillen zu veredeln.

Junior Europameisterschaften – Deutschlands Nachwuchs überzeugt

Am Nachmittag des zweiten Tages sowie am gesamten dritten Wettkampftag gehörte die Bühne den Juniorinnen und Junioren. Bei den Junior Europameisterschaften (JEC) traten ausschließlich Springerinnen und Springer im Alter von 12 bis 15 Jahren an. Anders als bei den Erwachsenen gab es hier keine gesonderten Finalrunden. Die an diesen Wettkampftagen erzielten Leistungen waren somit unmittelbar die Endergebnisse und entschieden über die Platzierungen.

Bereits im Speed zeigte der deutsche Nachwuchs seine Klasse. Paul Schidleja sicherte sich im Single Rope Speed Sprint mit 96 Punkten den Europameistertitel. Julian Bott komplettierte das starke deutsche Ergebnis mit dem dritten Platz und 92 Punkten. Bei den Juniorinnen erreichte Leni Rechtenbacher ebenfalls mit 92 Punkten den dritten Rang. In der Speed Endurance sorgte Lieve Schurau mit 439,5 Punkten für eine weitere deutsche Podiumsplatzierung und wurde Vize-Europameisterin.

Auch im Freestyle konnte Deutschland überzeugen. Paul Schidleja krönte seine erfolgreiche JEC mit dem Europameistertitel im Single Rope Individual Freestyle und einer Gesamtwertung von 13,69 Punkten. Leni Rechtenbacher folgte mit 9,96 Punkten auf dem zweiten Platz.

Auch die Teamdisziplinen brachten weitere Medaillen. Im Single Rope Double Unders Relay erreichten Hannah Dutschke und Paul Schidleja mit 175 Punkten den zweiten Platz. Im Double Dutch Pair Freestyle gab es sogar einen deutschen Doppelerfolg: Jule Jeroma, Miley Michler, Svea Schumann und Lara Sophie Tersch wurden mit 7,15 Punkten Junior-Europameisterinnen, während Franziska Arnold, Lena Glaser, Lisa Schädel und Jagoda Skowron mit 6,47 Punkten Silber holten. Im Single Rope Team Freestyle erkämpften Mia Berg, Lisa Bittner, Emilia Laikom und Rodney Cooper Wetzel mit 1,82 Punkten den dritten Platz. Im Wheel Pair Freestyle sicherten sich Svea Schumann und Lara Sophie Tersch mit 8,38 Punkten die Silbermedaille.

Sowohl bei den Juniorinnen als auch bei den Junioren ging der Europameistertitel im Overall-Wettbewerb nach Deutschland: Leni Rechtenbacher setzte sich mit insgesamt 357,81 Punkten durch, während Paul Schidleja mit 379,50 Punkten ebenfalls ganz oben auf dem Podest stand. Damit sammelte der deutsche Nachwuchs bereits vor Beginn zahlreiche Titel und Podiumsplatzierungen und zeigt die starken Nachwuchsskipperinnen und Skipper Deutschlands.

Die Finals – Deutschland auf der Überholspur

Nach den Qualifikationen und den Junior Europameisterschaften folgten an den Tagen vier und fünf die langersehnten EC Finals sowie der Double Dutch Contest. Die Springerinnen und Springer nutzten die Zeit zwischen Qualifikation und Finale, um sich noch einmal gezielt vorzubereiten und sowohl körperlich als auch mental auf die entscheidenden Wettkämpfe einzustellen.

Unter Showlicht, vor einer stimmungsvollen Kulisse und mit lautstarker Unterstützung aus der Halle traten schließlich die jeweils sechs Besten einer Disziplin gegeneinander an. Nun ging es um die Europameistertitel – und Deutschland war mittendrin.

Speed – Rekorde und Europameistertitel

Bereits im Speed setzte Deutschland ein Ausrufezeichen. Julian Kilgus dominierte den Single Rope Speed Sprint und sicherte sich mit 108 Punkten den Europameistertitel. Diese Leistung bedeutete zugleich einen neuen deutschen Rekord und einen gleichstand des Europarekords.

Doch Kilgus beließ es nicht bei einem Rekord. In der Single Rope Speed Endurance setzte er mit beeindruckenden 530 Punkten erneut eine Bestmarke und holte auch hier den Europameistertitel. Gleichzeitig bedeutete diese Leistung einen neuen deutschen sowie einen neuen europäischen Rekord.

Julian Kilgus steht wie kaum ein anderer für die Entwicklung und die sportliche Spitze des deutschen Rope Skippings. Jahr für Jahr stellt er neue Bestleistungen auf und beweist eindrucksvoll, dass sich Ehrgeiz, Disziplin und jahrelange harte Arbeit auszahlen. Mit seinen herausragenden Leistungen prägt er den deutschen Rope-Skipping-Sport bereits seit vielen Jahren und setzt immer wieder neue Maßstäbe. Auch in Oslo schrieb er mit seinen beiden Europarekorden im Speed Sprint und in der Speed Endurance erneut Geschichte. Die deutsche Delegation ist stolz, mit Julian Kilgus ein solches Ausnahmetalent in ihren Reihen zu haben, das nicht nur durch seine Erfolge beeindruckt, sondern auch als Vorbild für die nächste Generation von Skipperinnen und Skippern dient.

Auch bei den deutschen Springerinnen gab es Grund zum Jubeln: Lilith Müller wurde mit 101 Punkten Europameisterin im Single Rope Speed Sprint. Lilith Schultheis komplettierte das Ergebnis mit 98 Punkten und sicherte sich die Bronzemedaille.

Im Single Rope Double Unders Relay holten Alicia Fusil und Julian Kilgus mit 188 Punkten den Europameistertitel und stellten zeitgleich damit einen neuen Deutschen Rekord auf. Im Double Dutch Speed Sprint erreichten Julian Kilgus, Daniel Stannard und Steven Stannard mit 186 Punkten den dritten Platz. Ebenfalls Bronze ging im Double Dutch Speed Relay an Jonas Bausch, Florian Gehre, Robin Krauß und Moritz Kumpf, die 350,50 Punkte erzielten.

Eine weitere Bronzemedaille erkämpfte sich Simon Jahn im Single Rope Triple Unders mit 227 Punkten.

Freestyle – Titel, Doppelerfolge und zahlreiche Podestplätze

Auch im Freestyle präsentierte sich die deutsche Delegation äußerst erfolgreich.

Im Single Rope Individual Freestyle holte Robin Krauß mit 14,46 Punkten die Silbermedaille. Eric Seeger folgte mit 13,07 Punkten auf dem dritten Platz. In der Single Rope Pair Freestyle konnten Robin Krauß und Moritz Kumpf mit 10,94 Punkten den Europameistertitel gewinnen. Ebenfalls Gold gab es für Ronja Block und Leefke Gaßner, die ebenfalls im Single Rope Pair Freestyle mit 7,81 Punkten ganz oben auf dem Podium standen. Im Mixed-Wettbewerb setzten sich Frederike Jahn und Simon Jahn mit 7,75 Punkten ebenfalls durch und wurden Europameister.

Besonders erfolgreich verliefen die Wheel-Wettbewerbe. Robin Krauß und Moritz Kumpf gewannen im männlichen Wheel Pair Freestyle mit 10,21 Punkten den Europameistertitel. Florian Gehre und Phillip Sporleder sorgten mit 9,32 Punkten für einen weiteren deutschen Podiumsplatz und wurden Zweite.

Im Mixed-Wheel Pair Freestyle ging der Europameistertitel an Semih Göktepe und Pia Wöhner, die 10,08 Punkte erreichten. Timon Bott und Anna Kuisle holten mit 8,73 Punkten Silber, während Luisa Sladek und Jan Weidner mit 7,85 Punkten Bronze gewannen.

Auch bei den Frauen gab es einen deutschen Doppelerfolg: Sabrina Saul und Vanessa Saul wurden mit 17,35 Punkten Europameisterinnen im Wheel Pair Freestyle. Lea Friedrich und Tabea Paul sicherten sich mit 12,87 Punkten den zweiten Platz.

Im Double Dutch zeigte Deutschland ebenfalls seine ganze Stärke. Jonas Bausch, Robin Krauß und Moritz Kumpf gewannen gemeinsam mit 13,52 Punkten den Europameistertitel im Double Dutch Single Freestyle. Bei den Frauen holten Julia Schmid, Anna Uhl und Olivia Gessner mit 11,26 Punkten Silber.

Im Double Dutch Pair Freestyle konnten Marlene Grajcar, Annika Reinhardt, Svenja Reinhardt und Lilith Schultheis mit 8,69 Punkten den Europameistertitel feiern. Lea Friedrich, Lilli Hallstein, Lilly Kumpf und Tabea Paul machten mit 7,68 Punkten als Drittplatzierte den deutschen Doppelerfolg perfekt. Bei den Männern sicherten sich Jonas Bausch, Florian Gehre, Robin Krauß und Moritz Kumpf mit 9,39 Punkten die Silbermedaille. Im Mixed erreichten Alicia Fusil, Anna-Maria Maier, Daniel Stannard und Livia Vonier den zweiten Platz und damit die Silbermedaille.

 

Im Single Rope Team Freestyle erreichten Marlene Grajcar, Annika Reinhardt, Svenja Reinhardt und Lilith Schultheis mit 6,02 Punkten ebenfalls den dritten Platz.

Overall – Deutschlands Vielseitigkeit wird belohnt

Auch im Overall konnte Deutschland seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Lilith Schultheis erreichte mit 363,37 Punkten den zweiten Platz im Individual Single Rope Overall und sicherte sich damit eine weitere Silbermedaille.

Im Team All-Around erkämpften Anna-Maria Maier, Julian Kilgus, Daniel Stannard, Livia Vonier und Alicia Fusil mit 343,72 Punkten ebenfalls den zweiten Platz.

Team Show – Silber für Deutschland

Ein besonderer Höhepunkt der Europameisterschaft war die Team Show Competition. Mit einer großen deutschen Formation bestehend aus Alicia Fusil, Olivia Gessner, Julian Kilgus, Felicia Kustner, Anna-Maria Maier, Luisa Paul, Julia Schmid, Elina Sejdiu, Eliza Sejdiu, Verena Silbereisen, Daniel Stannard, Steven Stannard, Anna Uhl und Livia Vonier zeigte Deutschland eine starke Show.

Mit 42,05 Punkten erreichte das Team den zweiten Platz und sicherte sich damit die Silbermedaille.

Double Dutch Contest – sechs deutsche Teams auf großer Bühne

Neben den Europameisterschaften fand in Oslo auch der Double Dutch Contest (DDC) statt. Deutschland war mit insgesamt sechs Teams vertreten und stellte sich damit ebenfalls der starken internationalen Konkurrenz.

Auch wenn aufgrund des hochkarätigen Teilnehmerfeldes diesmal keine deutsche Mannschaft den Sprung unter die Top 3 schaffte, zeigten die Teams starke Leistungen und präsentierten den deutschen Double-Dutch-Sport auf internationaler Bühne. Die beste deutsche Platzierung erreichte BEYON(Cé)D THE STAGE (GER) im DDC Performance mit 43,85 Punkten und Platz sieben.

Im DDC Speed 1x30 belegten Emma Boisnel, Erik Langenbuch und Sarah Langenbuch mit 76 Punkten den neunten Platz. Damit sammelte auch der DDC wichtige internationale Erfahrung und unterstrich die große Breite der deutschen Delegation.

Erfolgreichste Europameisterschaft der deutschen Rope-Skipping-Geschichte

Mit insgesamt 17 Europameistertiteln, 43 Podiumsplatzierungen und zwei neuen deutschen Rekorden blickt die deutsche Rope-Skipping-Delegation auf eine außergewöhnlich erfolgreiche Europameisterschaft zurück.

Doch nicht nur die Titel und Medaillen machen die EM in Oslo zu einem besonderen Erfolg: In nahezu allen Disziplinen und Altersklassen konnte Deutschland seine Leistungsstärke unter Beweis stellen.

Die Rekorddelegation hat damit eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial im deutschen Rope Skipping steckt. Von den Juniorinnen und Junioren bis zu den erfahrenen Skipperinnen und Skippern, von Speed über Freestyle und Overall bis hin zu Wheel, Double Dutch und Team Show – Deutschland war in Oslo auf allen Bühnen präsent.

Das TK Rope-Skipping ist stolz auf die beeindruckenden Leistungen aller deutschen Skipperinnen und gratuliert herzlich zu den bisherigen Erfolgen! Mit genauso großen Hoffnungen und viel Vorfreude blicken wir nun auf das Open Tournament, das am 16. und 17. August ausgetragen wird. Alle bisherigen Highlights und besonderen Eindrücke der Europameisterschaft konnten und können auch auf dem Instagram-Profil des DTB Rope Skipping (@ropeskipping_DTB) verfolgt werden. Lasst dort gerne ein Follow da, wenn ihr auch die kommenden Momente und Eindrücke nicht verpassen möchtet! Unter diesem LINK habt ihr außerdem die Möglichkeit, die geschossenen Fotos der verschiedenen Wettkampftage zu erwerben und die schönsten Erinnerungen festzuhalten.