Gemeinsam in die Umsetzung

Mit Unterstützung oder eigenständig in die Umsetzung starten - hier finden sich konkrete Empfehlungen zum schrittweisen Vorgehen im Rahmen von AuF leben.

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Handlungsempfehlungen zur Umsetzung eigener Maßnahmen

Ihr wollt das Thema Bewegungsförderung älterer Menschen fokussieren und einen wichtigen Beitrag für eure Bürgerinnen und Bürger leisten, damit sie lange, gesund und selbstständig in ihrem bewährten Umfeld leben können? 
Der Ansatz von AuF leben bietet dafür eine erprobte und praxisnahe Vorgehensweise. Die Handlungsempfehlungen zeigen, wie sich die einzelnen Schritte eigenständig umsetzen lassen, und geben eine gute Orientierung für die Umsetzung vor Ort.

Auf dieser Seite wird das konkrete Vorgehen innerhalb des Projekts (mit Begleitung der AuF-Berater*innen) dargestellt sowie Hinweise für eine eigenständige Umsetzung dargestellt.

Zur eigenständigen Umsetzung      ZUM Vorgehen von AuF leben

HINWEIS: Die bundesweite Förderung durch das GKV-Bündnis für Gesundheit ist nach sechs Jahren am 31.12.2025 geendet. Eine Verankerung auf Bundes- und Landesebene ist erfolgt und der Projektansatz wird weiter verfolgt. In Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein sowie im Saarland sind weitere Tandembildungen möglich.

Orientierung am Gesundheitsförderungsprozess

Um Maßnahmen zielgerichtet und bedarfsorientiert umzusetzen, braucht es eine strukturierte Vorgehensweise. Im Projekt AuF leben ist daher eine Orientierung an den sechs Phasen des Gesundheitsförderungsprozesses des Leitfadens Prävention des GKV-Spitzenverbandes erfolgt. Dieser zeigt, wie Maßnahmen in Lebenswelten Schritt für Schritt wirksam und nachhaltig umgesetzt werden können. Ziel ist die Entwicklung und Überprüfung von Maßnahmen, die sowohl Verhaltensweisen der Einzelnen als auch gesundheitsrelevante Verhältnisse verbessern.

TIPP: Im Rahmen von AuF leben wurde ein Arbeitshandbuch entwickelt, welches das Vorgehen in den einzelnen Phasen erläutert und mit Hilfe von praxisnahen Fragestellungen den Einstieg in den Prozess erleichtert.

Vorgehen im Rahmen von AuF leben

Das Projekt AuF leben setzt auf einen klar strukturierten, praxisnahen Ablauf, mit dem Vereine und Kommunen gemeinsam Bewegungsangebote für ältere Menschen aufbauen. Dabei begleiten die Landesturnverbände den Prozess, bringen ihre Expertise ein und unterstützen bei Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung. So schaffen die Beteiligten gemeinsam eine tragfähige Grundlage, um Bewegungsförderung vor Ort nachhaltig zu verankern.

Hier geht's zum Video, in dem das Projekt und dessen Umsetzung kurz erklärt wird.

Bei Interesse einer begleiteten Umsetzung in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein oder im Saarland wendet euch an die zuständigen AuF-Berater*innen (Kontaktdaten). Darüber hinaus steht der DTB zur Beratung zur Verfügung.

Eigenständige Umsetzung: Schritt für Schritt den Prozess gestalten

Der Ansatz von AuF leben lässt sich auch ohne direkte Projektbegleitung erfolgreich umsetzen. Auch hier empfiehlt sich die Orientierung am Gesundheitsförderungsprozess - dies unterstützt euch, strukturiert vorzugehen und gleichzeitig flexibel auf die Gegebenheiten vor Ort einzugehen. Vereine und Kommunen können vorhandene Strukturen und Netzwerke nutzen, eigene Schwerpunkte setzen und Maßnahmen passgenau an ihre lokalen Rahmenbedingungen anpassen. Je nach Ausgangslage ist dabei ein individueller Einstieg in den Prozess möglich.

TIPP: Das Arbeitshandbuch AuF leben bietet für die eigenständige Umsetzung eine praxisnahe Unterstützung. Es begleitet die einzelnen Prozessschritte mit konkreten Fragestellungen, Handlungsempfehlungen und hilfreichen Arbeitshilfen – von der ersten Orientierung über die Planung und Umsetzung bis hin zur langfristigen Verankerung der Maßnahmen. So erhalten Vereine und Kommunen eine strukturierte Grundlage, um den Ansatz eigenständig umzusetzen und nachhaltige Bewegungsförderung vor Ort zu gestalten.

Nutzt die Erfahrungen aus AuF leben und startet gemeinsam mit Partnern vor Ort den eigenen Prozess – Schritt für Schritt hin zu mehr Bewegung, Teilhabe und Lebensqualität im Alter!

1) Orientieren und in den Prozess einsteigen

Zu Beginn setzen sich die Beteiligten mit dem Thema auseinander und prüfen, ob es für die eigene Kommune relevant ist. Gemeinsam wird ein Verständnis entwickelt und eine übergeordnete Zielrichtung abgestimmt. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob ein gemeinsamer Prozess gestartet wird.

2) Strukturen erkennen und Netzwerke nutzen

In dieser Phase wird sichtbar gemacht, welche Strukturen und Netzwerke bereits vor Ort bestehen. Gemeinsam wird überlegt, wie diese genutzt und sinnvoll miteinander verknüpft werden können und welche Partner für eine Zusammenarbeit wichtig sind.

3) Ausgangslage erfassen und Bedarfe ermitteln

In dieser Phase steht die Analyse der kommunalen Situation im Mittelpunkt. Ermittelt wird, welche Bedarfe es für bewegungsfördernde Angebote für ältere Menschen gibt und welche Rahmenbedingungen dafür relevant sind. Gleichzeitig werden mögliche Netzwerkpartner identifiziert und einbezogen.

4) Ziele definieren und konkrete Planung beginnen

Auf Basis der bisherigen Erkenntnisse werden konkrete Ziele und Maßnahmen entwickelt und die Zusammenarbeit aller Beteiligten wird abgestimmt. Die Ergebnisse aus Analysen und bisherigen Schritten fließen direkt in die Planung ein, sodass die Umsetzung gut vorbereitet und konkret ausgestaltet werden kann. Dadurch entsteht eine gemeinsame Grundlage für das weitere Vorgehen und die erfolgreiche Umsetzung vor Ort.

5) Umsetzung starten und Prozess begleiten

Die geplanten Maßnahmen werden umgesetzt und durch regelmäßige Netzwerktreffen begleitet. Diese dienen dem Austausch, der gemeinsamen Reflexion und der Weiterentwicklung des Prozesses. Maßnahmen können dabei flexibel angepasst oder ergänzt werden, um Ziele schrittweise zu erreichen und neue Partner einzubinden.

6) Erfolge reflektieren und Prozess weiterentwickeln

Die umgesetzten Maßnahmen werden gemeinsam betrachtet und reflektiert. Dabei geht es darum, Erfahrungen zu sichern, Erfolge sichtbar zu machen und die Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Gleichzeitig werden Verbesserungen abgeleitet und Impulse für die weitere Arbeit vor Ort genutzt. So fließen Erkenntnisse kontinuierlich in den Prozess ein und stärken die nachhaltige Bewegungsförderung vor Ort.

Kontakt Landesturnverbände

Bayerischer Turnverband

Julia Bitsch | Foto: Bayerischer Turnverband
Julia Bitsch

LTV Mecklenburg-Vorpommern

Gesine Schuer | Foto: Privat
Gesine Schuer

Saarländischer Turnerbund

AuF-Beraterin STB Giovanna Karle | Bildquelle: DTB
Giovanna Karle

Schleswig-Holsteinischer Turnverband

AuF-Berater SHTV Tobias Voigt | Bildquelle: DTB
Tobias Voigt

Deutscher Turner-Bund

Zuständig für Rheinhessen, Sachsen und Sachsen-Anhalt

Marisa Hirche | Foto: DTB
Marisa Hirche

AuF leben in Rheinhessen

DTB-SPROSSENWAND | Im Rahmen des Projekts AuF leben hat die Gemeinde Jugenheim in Rheinhessen gemeinsam mit dem langjährigen Ortsbürgermeister Herbert Petri einen Bewegungspfad durch die idyllischen Weinberge eröffnet. Der Pfad beginnt hinter der Kirche der Gemeinde und führt durch malerische Landschaften. Immer wieder laden Schilder zu kurzen Bewegungsübungen ein: Dehnen, Balancieren und Kräftigungsübungen, die für die Fitness und das Wohlbefinden der Teilnehmenden sorgen sollen. 

ein Bürgermeister bewegt seine Gemeinde - Jugenheim

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