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Michael Leyendecker | Bildquelle: DTJ

 

Michael Leyendecker

Vorsitzender der Deutschen Turnerjugend

Das Interesse an Jugendverbandsarbeit treibt Michael Leyendecker schon lange an.  Mit „Feuer und Leidenschaft“ setzt sich der Vorsitzende der Deutschen Turnerjugend (DTJ) für den Nachwuchs ein. Nun will der 33-Jährige Ende Oktober auch bei der Deutschen Sportjugend für das oberste Amt kandidieren. 

Werte wie Vertrauen, Respekt, Miteinander, Toleranz und Verantwortung zu übernehmen, haben meine ehrenamtliche Arbeit immer begleitet.

Michael Leyendecker - Vorsitzender der Deutschen Turnerjugend

Auf dieser Grundlage würde er sein Engagement auch in der neuen Position weiterführen. Zu den Themenschwerpunkten, die er zu setzen plant, gehören an exponierter Stelle die Kinderrechte. „Es ist wichtig, Kindern beizubringen, dass sie diese haben“, betont Leyendecker. „Und dass nicht alles, was Erwachsene sagen, richtig und in Ordnung ist.“  Gerade mit Blick auf die Prävention von sexuellem Missbrauch im Sport müsse man den Jungen und Mädchen verdeutlichen, dass sie „starke Persönlichkeiten sind, die auch mal Nein sagen dürfen und müssen“. Zudem gelte es, ein Klima zu schaffen, in dem Kinder ernst genommen werden.  

Darüber hinaus will Leyendecker für die Vielfalt im Sport eintreten sowie den Dialog zwischen den Verbänden intensivieren. Die drei Säulen der nationalen Jugendarbeit, die Landessportjugenden, die Jugendverbände der Spitzenverbände und die Verbände mit besonderen Aufgaben, müssten enger zusammenarbeiten und gemeinsam klare Statements setzen, insbesondere zu Zukunftsthemen der Jugendverbandsarbeit, wie z.B. Digitalisierung und Engagementförderung.  

Die Arbeit im Führungsgremium der DSJ ist Leyendecker nicht fremd. Während seiner Zeit als Bundesjugendleiter und Präsidiumsmitglied des DJK Sportverbandes war der gebürtige Wissener von 2013 bis 2018 als Sprecher der Verbände mit besonderen Aufgaben kooptiertes DSJ-Vorstandsmitglied. Derzeit ist er stellvertretender Sprecher der Jugendorganisationen der Spitzenverbände. 

DTJ-Vorsitzender will der erst im vergangenen Jahr in dieses Amt gewählte Westerwälder, der sich die Position mit der Wolfsburgerin Wiebke Glischinski teilt, bleiben. In der Verzahnung sieht er Vorteile, denn so sei es ihm möglich, das, was in der DSJ angestoßen wird, direkt in der Umsetzung zu verfolgen. „Natürlich würde ich damit sehr sensibel umgehen, damit es keine Interessenskonflikte gibt“, betont Leyendecker. 

Verschiedene Aufgaben miteinander in Einklang zu bringen und sich bestmöglich zu organisieren, darin hat er schon eine Menge Erfahrung gesammelt. Als Achtjähriger bei der DJK Wissen-Selbach zum Basketball gekommen, schenkte man Leyendecker früh im Verein das Vertrauen, andere Kinder zu trainieren und als Jugendleiter ins Ehrenamt einzusteigen. Über die regionale und die Bundesebene führte sein Weg 2012 auch in den europäischen Dachverband der katholischen Sportverbände, FICEP, wo der Deutsche drei Jahre lang Vorstandsmitglied war, um dann seit 2015 bei dem europäischen Breitensportverband ENGSO in der Jugend und im Erwachsenenbereich Verantwortung zu übernehmen. Als er sich 2018 von der DJK verabschiedete, um nach knapp zehn Jahren neuen Leuten und Ideen Platz zu machen, verlieh ihm die Deutsche Sportjugend den bronzenen Diskus, als höchste Auszeichnung für besondere Verdienste um die Jugendarbeit im Sport. Daraufhin ergriff die DTJ die Chance und gewann den erfahrenen Funktionär für den eigenen Vorsitz. Immer wieder wurde der Pädagoge in Expertengremien und Arbeitsgruppen berufen. Für ein digitales Sport- und Spielewörterbuch in neun verschiedenen Sprachen, das der Integration, insbesondere von Menschen mit Fluchthintergund dient, wurden er und seine Kollegen von der DJK 2017 vom Weltbreitensportverband TAFISA ausgezeichnet.  

In seiner Freizeit ist Leyendecker dem Sport treu, läuft, fährt Rad und absolviert Fitnesstraining. Teamsport ist dem Wahl-Kölner zu seinem eigenen Bedauern durch die verschiedenen Verpflichtungen derzeit schwer möglich. Seine Arbeit erlaube ihm jedoch ansonsten große Flexibilität. Zudem verhilft sie ihm zu ständigen Kontakten mit Kindern und Jugendlichen und damit denjenigen, die ihm so am Herzen liegen.