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Willkommen beim Deutschen Turner-Bund

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Kanne Tee | Bildquelle: Pexels

 

Mit Tee und Heilpflanzen durch die kalte Jahreszeit

DTB-Ratgeber: Teesorten und Heilkräuter

„Abwarten und Tee trinken.“

Dieses Sprichwort ist in der derzeitigen Situation wohl mehr als passend. Denn es hilft nichts als abzuwarten und Freizeitaktivitäten und die sozialen Kontakte weitestgehend einzuschränken. Wichtig ist daher, trotz der Einschränkungen genügend Bewegung und die möglichst an der frischen Luft. Nach einem langen Herbstspaziergang ist eine heiße Tasse Tee ein passender Abschluss. Welcher Tee bei welchen Beschwerden hilft und welche Heilpflanzen wahre Wundermittel sind, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Herbstzeit ist Teezeit!

Kamille

Der Allrounder

Kamillentee | Bildquelle: Pixabay

Die wohl bekannteste Teesorte ist der Kamillentee. Für die medizinische Verwendung von Kamille, werden nur die Blütenköpfe verwendet, da diese verschiedenste ätherische Öle enthalten. Er wird oft bei bakteriellen Erkrankungen und Entzündungen der Haut oder den Schleimhäuten eingesetzt. Die ätherischen Öle töten die Bakterien, Keime oder Pilze ab und werden daher auch bei rauer und geröteter Haut eingesetzt. Ebenfalls kann Kamille bei Magen-Darm-Beschwerden verwendet werden, da diese krampflösende und entzündungshemmende Flavonoide beinhaltet. Neben der Weitverarbeitung zu Tee kann Kamille für ein Bad, Dampfbäder oder Inhalationen genutzt werden.


Ingwer

Der Klassiker bei Erkältung

Gerade in der Erkältungszeit greifen viele klassisch zu einem Glas Tee. Die chinesische Medizin vertraut seit hunderten von Jahren auf die heilende Wirkung des Ingwers. Die scharfe Knolle enthält ätherische Öle, welche das Immunsystem stärken, Erkältungen vorbeugen und schleimlösend wirken. Durch die Schärfe soll die Durchblutung angeregt werden, was zur Stärkung der Abwehr führt. Empfohlen wird frischer, selbstgemachter Ingwertee oder auch frisches Ingwerwasser.


Rezept

Frischer Ingwertee:

  • 2 Tassen Wasser
  • Einige Ingwerscheiben (möglichst dünn)
  • Saft einer halben Zitrone
  • Etwas Honig zum Süßen

Zu Beginn das Wasser zum Kochen bringen, dann den Ingwer hinzugeben und anschließend je nach gewünschter Intensität 10-20 Minuten köcheln lassen.


Salbei

Der Retter bei Halsschmerzen

Salbeiblätter | Bildquelle: Pixabay

Die Blätter des Salbeis beinhalten wie die Kamillenblüten viele ätherische Öle und können bei unterschiedlichen Beschwerden helfen. Die häufigste Verwendung von Salbei ist bei Entzündungen der Schleimhäute in Mund und Rachen, aber auch bei Magen-Darm-Problemen sowie übermäßiger Schweißproduktion. Zusätzlich wirkt der Duft der ätherischen Öle entspannend und lindert so Kopfschmerzen. Die Neben dem Salbeitee kann Salbei auch in Form einer Mundspülung verwendet werden.


Thymian

Die Lösung bei Husten

Thymian wird häufig bei Erkältungen oder Husten eingesetzt. In der Medizin wird das gesamte Kraut mit allen Pflanzenbestanteilen außer der Wurzel verwendet. Durch seine verschiedenen ätherischen Öle wirkt dieser schleim- und krampflösend sowie antibakteriell und immunstärkend. Das Thymianöl entspannt die Bronchialmuskulatur, macht Bakterien und Pilze unschädlich und fördert so den Abtransport von Schleim aus den Atemwegen. Thymian kann als Tee oder als Saft getrunken sowie als Salbe verwendet werden. 


Thymian | Bildquelle: Pixabay

Heilpflanzen – wahre Wundermittel

Mariendistel

Das neue Wundermittel

Die Mariendistel gehört zu den beliebtesten Heilpflanzen. Sie ist bekannt für ihre entgiftenden Eigenschaften, jedoch wird sie hauptsächlich angewendet, um die Leber zu stärken und zu regenerieren. Sie wirkt entgiftend für den gesamten Körper und hilft ebenfalls bei Verdauungsbeschwerden. Die heilsamen Wirkstoffe, wie Silymarin, fettreiches Öl und verdauungsanregende Schleimstoffe der Pflanze befinden sich im Samen. Der Stoff Silymarin legt sich wie ein Schutz um die Leberzellmembran und schützt diese vor Giftstoffen. Besonders bei Hauptproblemen, wie Akne oder trockene Haut ist die Leber von Bedeutung, da diese für den Abbau von schädlichen Stoffen zuständig ist.


Mariendistel | Bildquelle: Pixabay

Wilde Heidelbeere

Die unterschätzte Frucht

Die im hohen Norden wachsende Frucht, ist für den Menschen von besonderem Wert, da sie zellschützende und zellregenerierende Kräfte besitzt. Diese Kraft erhält die Heidelbeere durch Anthocyane, besondere Pflanzenstoffe, welche den Früchten die schwarzblaue, violette Farbe verleihen. Laut einer Studie verringern Heidelbeeren das Risiko für Diabetes Typ 2 oder einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Des Weiteren verbessert sie die Hirnfunktion, hilft bei Depressionen und Ängsten. Die Heidelbeere erkennt aufgrund ihrer Pflanzenintelligenz Gift- und Abfallstoffe im Körper und hilft bei deren Ausleitung.


  • Kostbare Vitamine für einen gesunden Körper:

    Vitamin A (Augen, Sehkraft)

  • Vitamin C (Immunsystem, zellschützend, Eisenaufnahme)

  • Vitamin B1 (Nerven, Psyche)

  • Vitamine B2 (Stoffwechsel, Energie)

  • Vitamin B6 (Nerven, Eiweißstoffwechsel, Immunabwehr)

  • Zink, Magnesium

Frischen Tee richtig zubereiten

Das gilt zu beachten

Bei der Zubereitung eines frischen Tees muss einiges beachtet werden, um die Aromen bestmöglich freizusetzen. Die Wassertemperatur sowie Qualität spielen eine besonders große Rolle. Ebenfalls die Dosierung und die Lagerung können den Genuss des Tees verbessern.

Die richtige Wassertemperatur sowie die Wasserqualität sind besonders wichtig. Je nach Teesorte entfaltet sich das Aroma des Tees bei unterschiedlichen Temperaturen am besten. Die meisten übergießen den Tee mit kochendem Wasser, jedoch wird eine Temperatur zwischen 60°C und 80°C empfohlen. Schwarzer Tee verträgt höhere Temperatur wohingegen Grüner Tee bei niedrigerer Temperatur seine Aromen entfaltet.
Die Dosierung des Tees kann je nach Teesorte variieren, jedoch können in der Regel 1 bis 1 ½ Teelöffel pro Viertelliter Wasser verwendet werden.
Um die ätherischen Öle zu erhalten und den Geschmack nicht zu verlieren, sollte Tee immer im dunklen gelagert werden, möglichst fern von Licht und Luft. Es sollte auch darauf geachtet werden, den Tee nicht in der Nähe anderer Gewürze mit starkem Geruch zu lagern, da sonst die Möglichkeit besteht, dass der Tee die Gerüche der Gewürze aufnimmt.