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Sprossenwand - Magazin im DTB
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Am 10. Juni findet der Kindersicherheitstag, der von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. durchgeführt wird, statt. Ziel des Aktionstages, der jedes Jahr unter einem zentralen Thema steht, ist es, ein Bewusstsein für Unfallgefahren und deren Vermeidung zu wecken. Der Kindersicherheitstag richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die mit Kindern oder Eltern arbeiten, an Eltern und Kinder selbst sowie an die Öffentlichkeit. Er will zudem bei Stakeholdern aus Politik und Administration Aufmerksamkeit für das Thema Kinderunfallprävention erzielen. 

Bewegung und Sport, aber sicher!

So lautet das diesjährige Thema des Kindersicherheitstages. Das passende Schwerpunktthema für die Deutsche Turnerjugend. Mit der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V., der Stiftung Sicherheit im Sport und der Deutschen Turnerjugend lautet das Thema Bewegungsförderung. Durch den Kindersicherheitstag soll auf wichtige Themen wie Bewegungsförderung, Unfallprophylaxe und Kindersicherheit aufmerksam gemacht werden. Im Rahmen dessen ist ein buntes Rahmenprogramm geplant:

Aktionen zum Kindersicherheitstag über “Aufholen nach Corona”

Unsere Bewegungsexperten sind unsere Vereine. Sie geben Kindern die Möglichkeit viele Bewegungserfahrungen zu sammeln und ihre körperlichen Fähigkeiten besser einzuschätzen.

Gebt Kindern die Möglichkeit sich bei einer tollen Bewegungsaktion auszupowern und macht auf dieses wichtige Thema aufmerksam! Plant einen Bewegungsangebot zum Kindersicherheitstag im Verein und ihr werde in Kooperation mit der deutschen Turnerjugend und dem Projekt Aufholen nach Corona unterstützt. Es erwarten euch bis zu 1000. Euro Fördergeld für Spielgeräte, Matten und Co.

Wie wäre es mit einem Aktionstag auf dem örtlichen Spielplatz? Bewegungsaktionen nach draußen zu verlagern und Eltern und Erziehungsberechtigten ein paar Bewegungsideen für den Spielplatz zu liefern, ist eine win win Situation.

Bewegungsideen für den Spielplatz

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Auf Spielplätzen finden Kinder Gelegenheit, ihre körperlichen Fähigkeiten zu entdecken, Fertigkeiten zu erlernen und eigene Grenzen zu erfahren. Für viele Kinder – vor allem in städtischen Gebieten – sind Spielplätze heute die einzigen Orte, an denen sie sich ihrem Alter entsprechend austoben können. Sie lernen hier aber auch, wie man fair und hilfsbereit mit anderen Kindern umgeht. Die Kinder sind an der frischen Luft und können sich aktiv bewegen. Bei schönem Wetter macht das Ganze noch mehr Spaß! Man kann kreativ werden und sich alltägliche Bewegungen und Spiele an den jeweiligen Spielgeräten ausdenken, denn diese können auch anders genutzt werden. Es können viele Übungen aus der Turnhalle ganz einfach auf den Spielplatz übertragen werden.


Zur Orientierung auf dem Spielplatz eignet sich das Spiel besonders in einer kleinen bis mittelgroßen Gruppe (4-15 Kinder). Die Geräte auf dem Spielplatz werden nach den Begriffen „Feuer“, „Wasser“, „Blitz“ benannt. Die Kinder laufen durcheinander und rennen dann nach der Ansage schnellstmöglich zu den jeweiligen Spielgeräten. Die Aufgaben können wie folgt aussehen: Auf den Bänken stehen, unter den Spielgeräten durchkriechen, an das Reck oder an ein Seil hängen. Die Begriffe können selbständig erweitert werden (z.B. Eis = sofortiges Erstarren, Regen = mit den Händen ein Dach über dem Kopf dar-stellen, Wirbelsturm = die Arme ausbreiten und auf der Stelle im Kreis drehe, Ameise = alle machen sich ganz klein, Kaffeeklatsch = zu dritt oder zu viert zusammen gehen und gegenseitig in die Hände klatschen).
Ein Teil des Spielplatzes wird in einen Parcours umgewandelt. Im Sandkasten wird aus Stöcken eine Slalom-Strecke aufgebaut und weitere Spielgeräte werden eingebaut (z.B. balancieren, Treppe nach oben, unter einer Schaukel durch, Rutsche runter, Streckenabschnitt rückwärts gehen usw.). Ein Kind bekommt die Augen verbunden das andere Kind/ Elternteil kann sehen und begleitet den blinden durch den Parcours. Durch Handgeben und akustische Hilfestellung meistern die beiden den Parcours.
Springen, Hüpfen – das alles lässt sich im Sandkasten machen. Durch das leichte Einsinken werden Gleichgewicht und Tiefenmuskulatur trainiert. Auch ein kleiner Bagger-/Schaufel-/Kübel- Hindernislauf ist möglich – lass deiner Kreativität freien Lauf! So lange, wie es Spaß macht.
Der Sandkastenrand eignet sich außerdem super zum Balancieren. Balancieren hat für Kinder einen hohen Aufforderungscharakter, der sollte auch auf Spielplätzen ausgenutzt werden. Beim Balancieren können viele Bewegungsideen eingebaut werden. Gehen, Laufen, Hüpfen, Springen, Krabbeln auf allen Vieren, Auf beiden Beinen/ einem Bein stehen/hüpfen, auf Zehenspitzen gehen, Rückwärtslaufen, ein Hindernis auf den Balken legen und drüber steigen…
Die Wippe eignet sich auch sehr gut zum Balancieren und ist eine gute Alternative, um das Gleichgewicht zu schulen. Hier kann man sich hüftbreit mittig auf die Wippe stellen und bring den Balken ins Gleichgewicht. Dann lässt man sich abwechselnd nach links und nach rechts sinken – dazwischen immer wieder ins Gleichgewicht kommen, dabei ruhig ein- und ausatmen. Außerdem stärkt die Übung den Rumpf und die Beine.
Als Variation kann die Übung auch zu zweit durchgeführt werden. Die Kinder stehen sich an den beiden äußeren Enden gegenüber und laufen langsam aufeinander zu. Das Gleichgewicht muss ständig ausbalanciert werden.
Diese Übungen eignen sich nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern.
Die Schaukel an den beiden Enden der Sitzfläche mit lockerem Griff festhalten. Das Gewicht dabei auf die Fersen verlagern, hüftbreiter Stand. Tief in die Hocke gehen – der Po ist der tiefste Punkt – und wieder hoch. Die Schaukel hilft dabei, den Oberkörper aufrecht zu­ halten.
Die Hände werden auf der Bank abgestützt und befinden sich unterhalb der Schulter. Mit den Füßen entfernt man sich so weit von der Bank, dass der Körper in der Stützposition eine gerade Linie bildet. Das bedeutet, man muss den Bauch ganz fest machen! Jetzt kontrolliert die Arme knicken, sodass sich der Oberkörper der Bank nähert und dann wieder mit den Armen hochdrücken.
Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Man kann sich frontal vor die Bank stellen und auf- und absteigen. Entweder man lässt den einen Fuß auf der Bank stehen und steigt mit ein paar Wiederholungen die Bank auf und ab oder man wechselt nach jedem Absteigen das Bein.
Das Ganze kann man auch seitlich zur Bank machen. Hier stellt man sich seitlich zur Bank und steigt mit dem Bein auf, was näher an der Bank ist. Der Fuß bleibt auf der Bank stehen.