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Mehrkämpfe

Sportarten im Blick: Mehrkämpfe

12.04.2021 07:00

Im Deutschen Turner-Bund gehören die turnerischen Mehrkämpfe nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den beliebtesten Wettkampfaktivitäten.

Der Friesenwettkampf | Bildquelle: Turnfestfotos.de
Der Friesenwettkampf | Bildquelle: Turnfestfotos.de

Die Mehrkämpfe stellen ein einzigartig attraktives Wettkampfangebot dar, welches die wahren "Könige der Athleten" hervorbringt! Gerade Kinder, die nicht im Bereich Leistungssport trainieren, finden hier eine Betätigung, die für eine umfassende koordinative und organische Ausbildung sorgt. Aber auch langjährige Turner und Turnerinnen begeistert dieses "ihr Alter vergessendes" Angebot. Denn, wem es gelingt zu Lande (Leichtathletik), zu Wasser (Schwimmen) und in der Luft (Turnen) seine Konkurrenz und auch sich selbst zu bezwingen, dem gebührt zu Recht diese oben genannte krönende Bezeichnung.

Wer einmal die Atmosphäre eines Jahn-Kampfes (Turnen, Leichtathletik, Schwimmen) oder Deutschen Mehrkampfes (Turnen, Leichtathletik) im Wettbewerb erlebt hat, den lässt sie nicht mehr los. Wer einmal an den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften teilgenommen hat, weiß, was dazu gehört, um hier bestehen zu können. Seine Vielseitigkeit ist nur mit dem Sieben- bzw. Zehnkampf der Leichtathleten, dem Triathlon oder dem Biathlon zu vergleichen.

Die höchste Wettkampfebene im DTB ist die Deutsche Mehrkampfmeisterschaft, die immer am 3. September-Wochenende durchgeführt wird. An dieser Veranstaltung nehmen zwischen 1.300 und 1.500 Sportlerinnen und Sportler teil. Für diese Meisterschaft müssen sich die Teilnehmenden bei den jeweiligen Landesmehrkampfmeisterschaften qualifizieren.

Geschichte des Mehrkampfes

In den Wettkampfbestimmungen von 1928 ist zum ersten Mal von den drei Bereichen des späteren Jahnkampfes die Rede; den Sportlern war die Möglichkeit gegeben, den Zwölfkampf mit folgenden Disziplinen zu gestalten: jeweils eine Pflicht- und Kürübung an Reck, Barren und Pferd, eine Freiübung, drei leichtathletische Übungen, eine Schwimmübung, ein Sprung
vom Dreimeterbrett oder statt des letzteren einen Lauf über 1.000 oder 1.500 Meter.

Am 2. September 1950 wurde in Tübingen der Deutsche Turnerbund mit Eugen Eichhoff als Oberturnwart gegründet. Von ihm ging der Einfluss aus, dass sich der DTB nicht zu einem reinen Kunstturnverband entfaltete. Neben dem Gerätturner sollte es auch Mehrkämpfer geben, um damit den Vorstellungen vom allseits gebildeten Turner zu entsprechen. Man entwarf den „volkstümlichen Neunkampf“, der 1952 – zum 100. Todestag von Friedrich Ludwig Jahn – in „Jahn-Neunkampf“ umbenannt wurde. Seit dieser Zeit heißen alle gemischten Mehrkämpfe, die aus den Sportarten Gerätturnen, Leichtathletik und Schwimmen bestehen, „Jahnkämpfe“.

Die Mehrkämpfe im Einzelnen

In den Deutschen Mehrkämpfen werden heute bis zu den Junioren*innen drei Geräte (Boden, Barren und Sprung) sowie drei leichtathletische Disziplinen (Weitsprung, Lauf und Kugelstoßen) absolviert. Mit 17 Jahren kommen dann jeweils die Disziplinen Schwebebalken bei den Frauen, Sprung bei den Männern und in der Leichtathletik Schleuderball dazu. Im Jahnkampf dagegen kommen noch zusätzlich schwimmerische Disziplinen hinzu. Bis zu den Junioren*innen sind es das Boden- und Barrenturnen, Lauf und Kugelstoßen und das 50 bzw. 100 Meter Schwimmen, sowie zwei Kunstsprünge vom Ein- bzw. Dreimeterbrett. Mit 17 Jahren wird dann aus dem Sechskampf ein Neunkampf. Zusätzlich kommt der Pferdsprung, der Weitsprung und das 25 Meter Tauchen
Sprint, Kugelstoßen, Weitsprung, Schleuderball und 1.000 bzw. 2.000 Meter Lauf sind die Disziplinen, die im Leichtathletischen Fünfkampf zu absolvieren sind. Der Schwimm Fünfkampf besteht aus drei verschiedenen Schwimmlagen, Tauchen, sowie zwei Kunstsprüngen vom Ein- bzw. Dreimeterbrett. Interessant ist auch der Friesenkampf. Er setzt sich aus Schießen, Fechten, Sprint, Kugelstoßen, 1000 m Lauf und Schwimmen zusammen.

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