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Varfolomeev dominiert Gerätefinals der RSG

25.06.2022 17:55

Shooting-Star der Saison gewinnt nach Gold im Mehrkampf auch an drei Handgeräten den Titel

Mehrfache Deutsche Meisterin 2022 in der Rhythmischen Sportgymnastik | Bildquelle: Minkusimages
Mehrfache Deutsche Meisterin 2022 in der Rhythmischen Sportgymnastik | Bildquelle: Minkusimages

Ein Höhepunkt folgte in der Max-Schmeling-Halle in Berlin dem nächsten. Nachdem am Morgen die Titel im Einzel an den Geräten im Gerätturnen vergeben wurden, standen am Samstagnachmittag (25.06.2022) die Gerätefinals im Einzel der Rhythmischen Sportgymnastik an. 

Wie bereits am Vortag lieferten sich die Deutsche Meisterin im Mehrkampf Darja Varfolomeev (TSV Schmiden) und die Vizemeisterin Margarita Kolosov (SC Potsdam) an jedem der vier Handgeräte einen spannenden Kampf. Los ging es mit dem Reifen-Finale. Mit 33,500 Punkten legte Margarita Kolosov eine Top-Wertung vor und setzte Varfolomeev unter Zugzwang. Diese packte jedoch zur Qualifikation am Vortag noch einmal Schwierigkeit drauf und holte sich mit 34,300 Punkten den Titel. Dritte wurde die Berlinerin Helena Ripken (VfL Zehlendorf), die mit 28,650 Punkten ihre Leistung aus dem Vorkampf verbesserte und ihre erste Medaille bei Deutschen Meisterschaften der Seniorinnen holte. 

Anderes Handgerät, gleiches Podium

Im Finale mit dem Ball wiederholten sich die Geschehnisse aus dem vorhergegangenen Finale. Während Margarita Kolosov erneut eine super Übung turnte (33,600 Punkte) und sich nicht geschlagen gab, feuerte Varfolomeev ein wahres Feuerwerk ab und sicherte sich mit unglaublichen 35,300 Punkten den Sieg. Motiviert und getragen von ihrem Heimpublikum erwischt Helena Ripken einen für sie perfekten Tag und holte sich auch mit diesem Handgerät die Bronzemedaille. "Es war ein großartiges Erlebnis und ich bin dankbar, hier turnen zu dürfen. Die Halle und das Publikum waren super und haben mich motiviert und gepusht", kommentierte die strahlende Ripken ihren Tag. 

Routinierin Stavickaja holt Bronze mit den Keulen

Im Finale mit den Keulen zeigten sich, nach der Europameisterschaft am vergangenen Wochenende sowie dem gestrigen Mehrkampf und den damit verbundenen Anstrengungen, erstmals kleine Konzentrationsfehler bei den beiden Favoritinnen. Mit 33,400 Punkten für Varfolomeev und 31,100 Punkten für Kolosov blieb das Bild an der Spitze jedoch unverändert. Freudige und sichtlich gerührte Dritte, nach einem für sie bis dahin eher durchwachsenen Wettkampf, wurde die DM-Bronzemedaillengewinnerin von 2021 Julia Stavickaja (Bremen 1860). 

Kolosov triumphiert im letzten Finale 

Eine überraschende Wendung gab es für die Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle noch einmal im letzten Einzel-Finale des Tages mit dem Band. Margarita Kolosov zeigte erneut starke Nerven und Kampfwillen und turnte eine Powerübung mit hohem Tempo. Trotz einem kleinen Fehler setzte sie sich mit 31,350 Punkten an die Spitze. "Die Hoffnung stirbt zuletzt und ich habe bis zum Ende durchgehalten. Umso glücklicher bin ich, dass ich diesen Titel noch holen konnte." Für Varfolomeev, die erneut als letzte Gymnastin die Fläche betrat, lief es dieses Mal nicht fehlerfrei. Zwar konnte sie einen Knoten im Band wieder lösen, verlor aber wichtige Punkte und wurde mit 28,875 Punkten nur Dritte. Überraschende Zweite wurde bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft bei den Seniorinnen die 15-jährige Malvina Chakyr (TSV Schmiden). Mit einer ausdrucksstarken Darbietung steigerte sie sich mit 29,150 Punkten zudem deutlich zur Qualifikation.
 

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