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Turn-Team Deutschland

Glänzende Leistungen am letzten EYOF-Tag

30.07.2022 21:58

Deutschen Junior*innen gewinnen Gold und Silber in der Slowakei

Jukka Nissinen gewinnt Gold am Barren | Bildquelle: Team Deutschland
Jukka Nissinen gewinnt Gold am Barren | Bildquelle: Team Deutschland

Am letzten Tag des European Youth Olympic Festivals (EYOF) 2022 gingen noch einmal fünf deutsche Junior*innen in vier Gerätfinals an den Start und kämpften um die Medaillen.

Gold für Jukka Nissinen am Barren

Als Achter der Qualifikation ging es für Jukka Nissinen im Barrenfinale als Erster ans Gerät. Mit fokussiertem Blick startete der 16-Jährige der Eintracht Frankfurt in seine Übung und lieferte seine beste Leistung bei dem European Youth Olympic Festival. Das i-Tüpfelchen der souverän durchgeturnten Übung war der Abgang: nach dem gebückten Doppelsalto rückwärts bewegten sich Nissinen's Füße keinen Zentimeter mehr. Mit der besten Ausführungsnote des Finales turnte er sich insgesamt zu 13,566 Punkte. Eine Leistung, die keiner mehr schlagen sollte. Radomyr Stelmakh (UKR) holte sich mit dem höchsten Ausgangswert sowie 13,300 Punkten die Bronzemedaille und der Bulgare Bazhidar Zlatanov Silber mit 13,466 Punkten.

Ein Bodenfinale ohne Bronzemedaille

Auch in ihrem letzten Finale dieser Wettkämpfe lieferte Helen Kevric erneut Topleistungen ab. Mit ihrer Leichtigkeit und Eleganz zeigte die 14-Jährige eine starke Übung mit Höchstschwierigkeiten wie dem Mukhina (Doppelsalto rückwärts mit ganzer Schraube), Memmel (zweifache Standspagatdrehung) oder einem gestrecktem Rückwärtssalto mit dreifacher Schraube. Dafür wurde die Juniorin des DTB mit 13,066 Punkten und einer Silbermedaille belohnt. Mit Doppelsaltos in verschiedensten Variationen beeindruckte die Rumänin Amalia Pufflea das Publikum sowie die Wettkampfrichter*innen und sicherte sich mit 13,200 Punkten die Goldmedaille. Das Bodenfinale blieb jedoch bis zur letzten Turnerin spannend, denn die Italienerin July Marano zeigte als letzte Starterin eine schöne Übung mit schwierigen Drehungen und demselben Ausgangswert wie Kevric. Als zum zweiten Mal die Wertung von 13,066 Punkten erschien, stand fest, dass neben der Deutschen die Italienerin ebenfalls eine Silbermedaille gewinnen würde.

Wenn wir uns die Goldmedaille von Jukka anschauen, wäre dies ohne die Arbeit mit seinem Heimtrainer und Vater Mauno Nissinen nicht möglich gewesen. Ein großer Dank geht deshalb vor allem an alle Heimtrainer für die Arbeit und Vorbereitung des EYOF.

Jens Milbradt, Nachwuchsbundestrainer der Männer

Knapper Wettkampf am Reck

Daniel Mousichidis hängte sich als erster deutscher Starter an das Königsgerät der Turner. Der Dritte aus der Qualifikation (13,300) zeigte zwar eine ordentliche Übung, konnte aber seine Leistungen nicht ganz wiederholen. Durch kleinere Ausführungsfehler, gemeinsam mit einem größeren Schritt nach hinten beim Abgang, musste sich Mousichidis mit 12,899 Punkten und dem 7. Platz zufriedengeben. Kleber unter den Füßen hatte heute hingegen Jukka Nissinen, der auch am Reck seinen Abgang einwandfrei in den Stand stellte. Zuvor zeigte er eine starke Übung, die jedoch mit 12,966 Punkten "nur" für den 6. Platz reichen sollte. Mit nicht einmal einem Zehntel Vorsprung zu Nissinen holten sich mit 13,033 Punkten Danny Crouch (GBR) die Silber- und der Italiener Davide Oppizzio die Bronzemedaille. Dmytro Dotsenko aus Israel sicherte sich mit einer hochklassigen Übung und 13,633 Punkten das Gold am Reck.

Sprung über die Linie

Mit dem Korrektursprung von Maxim Kovalenko über die Linie (mit beiden Füßen) nach einem nicht ganz optimalen Kasamatsu-Sprung war klar, dass der 17-jährige Schüler nicht mehr ins Medaillengeschehen würde eingreifen können. Dabei zeigte er der vorletzte Starter einen sehr sauberen Yurchenko mit doppelter Schraube als ersten Sprung, für den er 14,000 Punkte bekam. Zusammen mit dem zweiten Sprung ergab sich insgesamt eine Wertung von 13,533 Punkten und der 5. Platz. Gold sicherte sich mit einem Dragulescu (Überschlag Doppelsalto vorwärts gehockt mit halber Drehung) in den Stand der Finne Joona Reimann. Silber erhielt Bazhidar Zlatanov aus Bulgarien mit 14,133 Punkten und die Bronzemedaille ging an den Italiener Tommaso Brugnami (14,100).
 

 

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