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Turn-Team-Deutschland

Deutsche Männer schaffen Olympiaqualifikation

07.10.2019 21:30

Die DTB-Riege landet im Vorkampf der Heim-WM von Stuttgart auf dem zwölften Platz.

Sie hatten lange zittern müssen. Doch am Ende der beiden Qualifikationstage stand fest, dass die deutschen Turner 2020 nach Tokio reisen dürfen. Erst während des letzten von acht Durchgängen konnte die Spannung abfallen. Zwar mussten die Gastgeber in diesem die Schweiz noch vorbei lassen, doch dann war klar, dass sie mit 246,508 Punkten ihr großes Ziel erreicht hatten.

Zudem buchten sie noch drei Tickets für die Einzelentscheidungen in der WM-Arena: Andreas Toba zog als 13. ins Mehrkampffinale am Freitag ein, Nick Klessing als Siebter in den Medaillenkampf einen Tag später an den Ringen, und Lukas Dauser war Bester aller Starter am Barren.

„Auf jeden Fall war dieses Ergebnis zugleich ein Erlebnis, das man nicht unbedingt noch mal haben möchte", kommentierte Bundestrainer Andreas Hirsch. "Wir sind froh und extrem erleichtert, dass es für die Olympiaqualifikation gereicht hat."

Japan mit starkem Morgenprogramm

Japan (258,026) hatte am Montag gleich für einen starken Auftakt in der Schleyer-Halle gesorgt. Trotzdem gelang es den Asiaten nicht, die führenden und am Ende den Vorkampf auch gewinnenden Russen (259,928) hinter sich zu bringen. Mit schon relativ großem Abstand folgten die USA (250,359), die vor allem am Pauschenpferd (39,065) Federn lassen mussten.

Noch schlechter lief es auf dem Bock bei den Kanadiern (36,799), die unter anderem damit die Chance verspielten, sich an den Deutschen vorbei zu schieben, und mit 242,328 Punkten zwischenzeitlich auf dem zwölften Rang lagen.

Weltmeister China erst mal nur Zweiter

Um 13 Uhr trat Titelverteidiger China vor die Kampfrichter und schob sich mit 258,354 Punkten auf den zweiten Platz. Doch selbst die brillanten Techniker aus dem Reich der Mitte waren vor Missgeschicken nicht gefeit. So musste Pauschenpferd-Weltmeister Xiao Ruoteng den "Gaul" einmal unfreiwillig verlassen und nahm sich damit selbst die Chance, sein Gold von Doha zu verteidigen. Am Barren reihten sich alle Chinesen hinter Dauser (15,033) ein. Der Ukrainer Oleg Wernjajew, Olympiasieger an diesem Gerät, verpasste mit 14,80 Punkten sogar die Entscheidung. Und schließlich stürzte London-Olympiasieger Epke Zonderland aus den Niederlanden noch vom Königsgerät.

Die Stimmung in der Arena war am Vormittag geprägt von zahlreichen Schülern, die ihre Unterrichtsstunden auf diese Weise sehr sportlich gestalteten.  

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