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Turnerjugend

Japanische Kultur kennengelernt

29.10.2019 10:43

Auch in diesem Jahr fand wieder der Deutsch-japanische Simultanaustausch satt. Jennifer Kohler berichtet über den Besuch der Japaner/innen bei den Gastfamilien in Deutschland.

Bildquelle: DTJ/Uwe Mayer

Am 2. August kam eine Gruppe Japaner/innen im Rahmen des 46. deutsch-japanischen Sportjugendaustauschs zu uns nach Ulm. Organisiert von der Deutschen Sportjugend (dsj) und unterstützt durch den Kinder- und Jugendplan des Bundes, kommen jedes Jahr japanische Jugendliche für drei Wochen nach Deutschland, während deutsche Jugendliche gleichzeitig Japan besuchen.

Durch den Aufenthalt in Gastfamilien wird es den Jugendlichen ermöglicht, selbst am Alltags- und Familienleben in der fremden Kultur teilzuhaben. Ich selbst bin vor drei Jahren im Rahmen des Austauschs nach Japan geflogen und wollte nun unbedingt als Gastfamilie Teil dieser internationalen Jugendbegegnung werden. Die Besuchsgruppe bestand aus fünf Jugendlichen zwischen 16 und 21 Jahren und deren Leiterin. Trotz sprachlicher Barrieren haben wir schnell einen guten Draht zueinander gefunden. Beim gemeinsamen Eis essen und spontanem Fangen spielen wurde uns klar, dass wir trotz unserem kulturellen Hintergrund, der kaum unterschiedlicher sein könnte, doch viele Gemeinsamkeiten haben. So verstanden wir uns bereits nach wenigen Tagen ohne viele Worte sehr gut und fingen an, uns gegenseitig Vokabeln wie „danke“ und „bitte“ – „arigatou“ und „douitashimashite“ – beizubringen.

Das Programm fand zum Großteil in Ulm statt, natürlich mit Stadtführung und Besteigung des höchsten Kirchturms der Welt. Weitere Programmpunkte waren der Besuch im Bierkrugmuseum inklusive Brauereibesichtigung, Begehung der Tiefenhöhle, Bäckereibesichtigung, Klettergarten, Schloss Neuschwanstein, Besuch eines Dorffestes und gemeinsames Turnen. Besonders gut hat uns allen gefallen, dass wir das Programm selbst mitgestalten konnten. So waren zwei Tage als „Familienprogramm“ eingeplant, das die jeweilige Gastfamilie frei gestalten konnte. Bei unserem Ausflug nach Füssen durften wir das Abendprogramm in der Jugendherberge gemeinsam gestalten. Dafür hatten die deutschen Gastgeschwister Spiele vorbereitet, während uns die japanischen Jugendlichen Origami beibrachten. Bei der Diskussion zum Jahresthema konnten wir, dank unserer Dolmetscherin, unsere Meinungen detailliert austauschen und so neue Sichtweisen auf das Thema „Inklusion“ kennenlernen.

Auf der abschließenden Sayonaraparty wurde uns allen klar, wie gut wir uns inzwischen verstanden. Die Japaner/innen forderten ihre deutschen Gastgeschwister sogar auf, an der einstudierten Vorführung eines japanischen Tanzes mitzumachen. Anschließend tauschten wir noch Kontaktdaten aus, um auch in Zukunft mit unseren neu gewonnen Freunden in Kontakt bleiben zu können.