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Team Gerätturnen

Leistungssteigerung unter Corona-Bedingungen

01.11.2020 18:37

Positives Fazit der Deutschen Jugendmeisterschaften und des Deutschlandpokals der Gerätturner

Nils Matache an den Ringen | Bildquelle: Jörg Hertling
Nils Matache an den Ringen | Bildquelle: Jörg Hertling

Der deutsche Turnnachwuchs hat die besondere Herausforderung einer nationalen Jugendmeisterschaft samt Deutschlandpokal unter den der Corona-Pandemie geschuldeten Bedingungen nach Ansicht der DTB-Verantwortlichen vorbildlich gemeistert. Bundesnachwuchstrainer Jens Milbradt zog nach der dreitägigen Veranstaltung am Wochenende in Schwäbisch Gmünd ein positives Fazit, sowohl was die gezeigten Leistungen betraf als auch die Umsetzung des vorgeschriebenen Hygienekonzeptes.

Die Gerätespezialisten der Altersklassen 9/10 bis 17/18 mussten bei ihren Wettkämpfen ohne Zuschauer auskommen. Der Ausrichter TV Wetzgau hatte alles sehr gut organisiert, Turner und Trainer zeigten sich im Umgang mit den Bestimmungen, darunter das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, ebenso diszipliniert wie die Kampfrichter und die Wettkampfleitung. „Das Hygienekonzept wurde zu 100 Prozent umgesetzt“, lobte Milbradt.

Die Leistungen litten darunter offenbar nicht. Obwohl das Training durch die Einschränkungen für alle Athleten zwischenzeitlich schwierig geworden war, resümierte der 51-Jährige in der Spitze einen Leistungsanstieg im Vergleich zum vergangenen Jahr. Milbradt führte das darauf zurück, dass die Kaderathleten frühzeitig wieder ins individuelle Training einsteigen konnten und die Heimtrainer mit ihnen gute Arbeit leisteten. „Kompliment dafür“, sagte der Coach. Zudem habe man bei den Älteren bereits im Juni wieder die Lehrgänge aufgenommen, und obwohl der DTB später die Teilnahme an den Junioren-Europameisterschaften im Dezember absagte, sei die Aussicht, daran womöglich teilzunehmen, für viele eine besondere Motivation gewesen, deren Wirkung bis heute vorhalte. „Jetzt hoffen wir natürlich, dass die Lage auch bald wieder internationale Wettkampfauftritte zulässt“, sagte Milbradt.    

Drei Junioren in der Kür über 80 Punkte

In der Altersklasse (AK) 17/18 stellte er positiv heraus, dass gleich drei Turner im Sechskampf je einmal ein Resultat über 80 Punkte lieferten. „Das ist im Jugendbereich schon etwas Besonderes“, betonte Milbradt. Nach zwei Kürdurchgängen sicherte sich in diesem Dreikampf um die Podestplätze Nils Matache (SC Berlin) mit insgesamt 158,45 Punkten den Titel vor Valentin Zapf (TSV Unterföhring/157,80) und Arne Halbisch (TSV Baltmannsweiler/156,80).

In der AK 15/16 dominierte Timo Eder (MTV Ludwigsburg) die Konkurrenz mit 131,425 Punkten aus Pflicht und Kür und hob sich dabei vor allem am Pauschenpferd (13,65) und am Barren (13,30) vom Rest des Feldes ab. Dort sowie an den Ringen und am Reck sicherte er sich denn auch die Einzeltitel.

In der AK 13/14 entschied Jukka Nissinen (Eintracht Frankfurt) mit 136,375 Punkten das Duell mit Jonas Eder (MTV Ludwigsburg/134,775) für sich und war auch an Boden, Pauschenpferd, Ringen und Barren der Bessere.

In der AK 12 trug ein Trio die Entscheidung unter sich aus: Florian Grela behielt mit 127,600 die  Oberhand über seinen Teamkollegen aus Nordrhein-Westfalen, Nikita Prohorov (126,825), und Philipp Steeb vom Schwäbischen Turnerbund (122,525).

"Wir können nach diesen Titelkämpfen positiv in die Zukunft sehen", sagte Milbradt. Jedoch reiche es nicht, wenn in jeder AK nur zwei oder drei Turner starke Leistungen bringen; da müsse es mehr Breite an der Spitze geben. 

Großen Zuspruch erfuhr der Livestream im Internet, wo man sich nach Wunsch jede Übung oder auch die fachkundig moderierte Fassung einzelner Vorträge anschauen konnte.

Alle Ergebnisse sind hier zu finden.

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