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Team Gerätturnen

Andreas Hirsch 60. Geburtstag

08.07.2018 15:00

Der DTB-Cheftrainer der Männer, Andreas Hirsch, feiert am 8. Juli seinen 60. Geburtstag. Hirsch hat in seiner 27-jährigen Trainertätigkeit beim DTB das Männerturnen zurück an die Weltspitze gebracht.

Aktive Turn-Vergangenheit

Andreas Hirsch hat während seiner aktiven Karriere, die ihm drei Vizemeisterschaften an den Ringen und den Ersatzturner bei der WM 1978 in Straßburg in der damaligen DDR einbrachten, einmal geäußert dass er „nie der kühne Draufgänger gewesen sei, sondern bei mir musste vorher immer alles im Kopf klar sein“, so Sportdirektor Wolfang Willam. Diese Eigenschaften hat der überzeugte Europäer und Sportpolitik-Interessierter auch in seiner Karriere konsequent beibehalten. Eine langfristige und akribische Planung und Verlässlichkeit geht damit einher. Wertschätzung und der ihm anvertrauten Athleten und Trainerkollegen bei gleichzeitiger Vermittlung von zielorientierten Werten ist für ihn eine Arbeitsmaxime von vorderster Bedeutung.

Mit der Beendigung seiner eigenen Turnerkarriere 1983 arbeitete Hirsch beim SC Dynamo in Berlin als Trainer bevor er 1991beim DTB als Bundestrainer eingestellt wurde. Zu seinen ersten Aufgaben gehörte das Stützpunkttraining am Stützpunkt in Berlin,  ab dem 1. Januar 1997 wurde ihm die Aufgabe des Cheftrainers der Junioren übertragen. Für den eher sich nicht in den Vordergrund schiebenden seinerzeit 39-Jährigen war es sichtlich unangenehm, nach den Gold-Medaillenerfolgen der damaligen Junioren Fabian Hambüchen und Waldemar Eichhorn bei den Europameisterschaften 2000 in Bremen, die verlorene Wette einzulösen und sich die Haare blond färben zu lassen.

Andreas Hirsch ist sowohl als Mensch mit edlen Prinzipien und teils humorvollem Charakter, als auch als professioneller Trainer ein Vorbild sportartübergreifend für den Trainerberuf in Deutschland. Seine äußerst erfolgreiche Tätigkeit basiert im Wesentlichen auf eine Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, die durch Wertschätzung, Offenheit, Zielstrebigkeit und Fairness geprägt ist.

Wolfgang Willam, Sportdirektor

Im November 2002 übernahm Andreas Hirsch dann den Posten als DTB-Nationalmannschaftstrainer der Männer und erntete bereits 2004 die ersten Früchte, indem sich das Team für die Olympischen Spiele in Athen qualifizierte.

Es folgte ein sensationeller Erfolg vor heimischem Publikum bei der WM in Stuttgart 2007, bei der sich das Team um Thomas Andergassen, Philipp Boy, Fabian Hambüchen, Robert Juckel, Marcel Nguyen und Eugen Spiridonov Bronze sicherte. Hambüchen schaffte den Gold-Coup am Reck und holte sich gleichzeitig Mehrkampf-Silber. Die weiteren Aufschwünge zeigten sich in der stetigen Olympiateilnahme ab 2004, Hambüchens Bronze 2008, gefolgt von Silber 2012 in London, bei dem auch Marcel Nguyen zwei Silbermedaillen (Mehrkampf und Barren) einsackte.

Sein größter Erfolg war der Olympiasieg von Fabian Hambüchen am Reck bei den Olympischen Spielen 2016, bei den auch Andreas Toba gezeigt hat, welche Werte ihm vom DTB-Cheftrainer mitgegeben wurden, wie der Coach es bereits 2001 formulierte: „Ich empfinde es als eine lohnenswerte Aufgabe, jungen Leuten Werte zu vermitteln, beispielsweise Leistungsbereitschaft und das schöne Gefühl, Erfolg zu haben. Schon dafür lohnt es sich, sich einzusetzen, insofern empfinde ich das Trainerdasein als einen tollen Beruf.“

Im Rückblick über seine 35-jährige Trainerkarriere wird klar, dass für Andreas Hirsch immer die Turner im Vordergrund stehen. Oftmals wurde der Erfolgstrainer für seine akribische Arbeit gelobt, stellte aber immer klar, dass „die Turner geturnt haben“ und schob sich nie richtig ins Rampenlicht.