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FIG-Kongress begrüßt Ethik Stiftung und Parkour

05.12.2018 11:38

Der Weltturnverband FIG informiert nach seinem Kongress in Baku über die wichtigsten Neuerungen.

(v.l.) DTB-Vertreter Albrecht, Willam, Sawade, FIG-Präsident Watanabe sowie DTB-Präsident Hölzl und Kunze | Foto: DTB
(v.l.) DTB-Vertreter Albrecht, Willam, Sawade, FIG-Präsident Watanabe sowie DTB-Präsident Hölzl und Kunze | Foto: DTB

Übersetzung aus dem Englischen
Auf dem 82. FIG-Kongress, der vom 02. bis 03. Dezember 2018 in Baku (AZE) stattfand, traf die Generalversammlung des Weltturnverbandes eine Reihe wichtiger Entscheidungen, die die Vision von Präsident Morinari Watanabe in den Bereichen Governance, Integrität und Innovation widerspiegeln.

Um die Athletinnen und Athleten besser vor Missbrauch jeglicher Art zu schützen, akzeptierte der Kongress die Gründung einer unabhängigen „Gymnastik-Ethik-Stiftung" mit einer Anfangsinvestition von 2 Mio. Schweizer Franken sowie ihrer Verfassung, ihren Betriebsregeln und ihrer Investitionspolitik. Das neue Gremium ist mit der Umsetzung der Richtlinien und Verfahren der FIG zur Sicherung und zum Schutz der Teilnehmer bzw. Teilnehmerinnen am Turnen beauftragt. Es ist in die folgenden drei Abschnitte unterteilt und wird ab dem 1. Januar 2019 voll arbeitsfähig sein:

  • der Sicherheitsbereich mit einem Helpdesk für alle im Turnen Startenden
  • den Disziplinarbereich mit zwei Organen (Disziplinarkommission und Berufungsgericht), wie sie in der Satzung und der Disziplinarordnung der FIG definiert sind
  • der Bereich Compliance, die Überwachung der verantwortungsvollen Unternehmensführung und der ethischen Grundsätze der FIG.

Der Kongress verabschiedete auch alle notwendigen Änderungen der Statuten, des Disziplinarcodes und des Ethikkodex, um die Stiftung vollständig mit der Untersuchung und Durchführung aller Disziplinarverfahren unabhängig voneinander zu betrauen.

In einer weiteren wichtigen Abstimmung ratifizierte der Kongress die ab dem 01. Januar 2018 gültige Satzung, wonach der Vorstand beschloss, Parkour als neue Disziplin in die FIG-Satzung aufzunehmen. Im Frühjahr 2017 wurde dieser innovative, urbane Sport unter die Schirmherrschaft der FIG gestellt, die im selben Jahr zwei Weltmeisterschaften als Testveranstaltungen in Montpellier, Frankreich und Chengdu (CHN) sowie die erste Parkour-Weltcup-Serie zu Beginn dieses Jahres in Hiroshima (JPN) und Montpellier organisierte. Beide Städte werden im nächsten Jahr wieder Weltcup-Veranstaltungen durchführen. Darüber hinaus wird in Chengdu ein weiterer Weltcup-Wettbewerb stattfinden. Die ersten Parkour-Weltmeisterschaften finden zwischen Mai und Juli 2020 statt.

Der Kongress stimmte auch einer Stärkung der Governance in der FIG im Bereich der Gleichstellung der Geschlechter zu und ratifizierte eine Reihe von Änderungen im Zusammenhang mit den Statuten. So müssen beispielsweise Verbände, die mit mehr als einem Delegierten am Kongress teilnehmen, nun mindestens einen Vertreter jedes Geschlechts umfassen. Bei zukünftigen Wahlen der drei Vizepräsidenten muss es mindestens einen Kandidaten pro Geschlecht geben. Von den sieben Mitgliedern des Exekutivkomitees (die auch im Council tätig sein werden) müssen mindestens zwei Vertreter jedes Geschlechts vertreten sein. Was die Zusammensetzung des Council betrifft, so müssen jetzt mindestens 30 % der Quote pro Kontinent für jedes Geschlecht vorhanden sein. Die Quoten für die Gleichstellung der Geschlechter werden auch auf die Fachausschüsse für alle „gemischten geschlechtsspezifischen" Disziplinen angewandt (d.h. sowohl von Männern als auch von Frauen praktiziert).

Der nächste FIG-Kongress, auf dem alle FIG-Ämter gewählt werden, findet vom 23. bis 25. Oktober 2020 in Antalya (TUR) statt.

Quelle: FIG

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