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Turn-Team-Deutschland

"Ich empfinde Freude und Dankbarkeit"

11.10.2019 17:48

Beim Doppelerfolg der Russen Nikita Nagornyy (88,772) und Artur Dalaloyan (87,165) vor dem Ukrainer Oleg Verniaiev (86,973) erkämpft sich Andreas Toba bei der WM in Stuttgart mit 81,640 Punkten den 19. Platz im Mehrkampffinale.

"Es ist nicht so einfach für mich losgegangen", erklärte Toba. Aber er habe sich schnell wieder gefangen und so doch noch einen guten Wettkampf in die Arena gebracht. "Ich empfinde Freude und Dankbarkeit darüber, was ich hier erleben durfte." Zumal in seinem zweiten WM-Mehrkampffinale auch noch sein Heimtrainer Adrian Catanoiu neben ihm in der Schleyer-Halle stand. 

Andreas Toba erwischte keinen guten Start, kämpfte am Pauschenpferd mit Problemen bei den Scheren und rangierte mit 12,566 Punkten erst einmal am Ende des Feldes. Bevor für den Hannoveraner das grüne Licht anging, hatte er sehr lange warten müssen, weil es offenbar technische Schwierigkeiten gab. Das betraf nebenan am Boden auch den WM-Dritten von Doha, Nikita Nagornyy, dem sein Dreifachsalto in der ersten Bahn dennoch scheinbar mühelos gelang und der mit 15,041 Zählern erst mal hinter seinem Landsmann und Titelverteidiger Artur Dalalojan (15,20) auf dem zweiten Platz stand.  

Der Vorjahreszweite Xiao Ruoteng, im Vorkampf an seinem Paradegerät noch gescheitert, glänzte am Pauschenpferd mit 15,00 Punkten und übernahm die Spitze. Toba überzeugte an seinem zweiten Gerät, den Ringen, mit einem ordentlichen Vortrag und 13,60 Punkten, konnte sich dadurch aber trotzdem nicht nach vorne schieben.

Auch sein Sprung, ein Kasamatsu mit eineinhalb Schrauben, gelang dem Hannoveraner bis auf einen Schritt bei der Landung gut (14,366), und er durfte damit die rote Laterne abgeben und den zwischenzeitlichen 20. Platz einnehmen. Sam Mikulak zog mit einer 14,70 am Reck an allen anderen vorbei. Der Amerikaner war nach vier Stürzen in der Qualifikation gerade noch in dieses Mehrkampffinale gerutscht.

Im vierten Durchgang beeindruckte der sprungstarke Nagornyy mal wieder mit seinem Doppelsalto mit halber Schraube (15,066) und wechselte Mikulak, der am Boden 14,40 Punkte bekam, wieder vorne ab. Der Ukrainer Oleg Verniaiev toppte das Geräteergebnis mit 15,475 Punkten am Barren. Im Finale am Sonntag wird der Olympiasieger allerdings nicht dabei sein.

Rhythmisches Klatschen feuerte den 29-jährigen Toba an. Das half ihm, eine sehr saubere Übung an den Holmen zu zaubern (13,908), mit der er auf den 19. Platz vorrückte.

Der deutsche Mehrkampfmeister steigerte sich weiter, ließ sich auch am Reck wenig zu Schulden kommen und setzte seinen Abgang voll in den Stand (13,70). Derweil machte Nagornyy auch am Barren (15,30) seine Siegambitionen deutlich. 

Nagornyy vor Xiao, Dalalojan und Verniaiev, mit diesem Ranking ging es zum Königsgerät. Toba rangierte weiter auf Platz 19. Am Boden konnte er erneut überzeugen (13,50), kam lediglich bei der Dreifachschraube zum Abschluss ein bisschen aus der Richtung. Danach verbeugte er sich vor dem begeisterten Publikum und ballte die Faust. Ein weiterer guter WM-Auftritt war ihm gelungen.

Xiao musste am Reck einmal absteigen (12,666) und vergab damit seinen Podestplatz. Verniaiev verließ die Bodenfläche, kam aber sonst recht gut über die Runde (14,166). Die beiden Russen kamen ohne Probleme durch ihr Programm an der Stange: Dalaloyan freute sich über 14,233 Punkte, sein Teamkollege und Nachfolger über 14,166.