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Faustball

Vier EM-Titel im Faustball

22.07.2019 08:48

Die Deutschen Faustballnationalmannschaften haben bei den Europameisterschaften eindrucksvoll ihre Vormachtstellung unterstrichen. Alle vier vergebenen EM-Titel gingen nach Deutschland.

Die Frauen-Nationalmannschaft setzte dabei am vergangenen Wochenende (19./20. August) ihre beeindruckende Siegesserie fort. Seit sechs Jahren ist das Team bereits ungeschlagen und ließ der Konkurrenz auch bei der EM im tschechischen Lazne Bohdanec keine Chance. Ohne Satzverlust hatte sich das Team von Bundestrainerin Silke Eber in der Vorrunde gegen Tschechien, Italien, Dänemark und Österreich durchgesetzt. Im Halbfinale bezwang die deutsche Mannschaft dann Serbien - nach einem knappen ersten Satz - doch recht deutlich mit 3:0 (11:8, 11:2, 11:1). Im Endspiel tat sich der Titelverteidiger im erneuten Duell mit Österreich dann schwer. Nach einer Satzführung glich Team Austria zum zwischenzeitlichen 1:1 aus. „Wir sind nie in einen richtigen Flow gekommen“, sagte Bundestrainerin Silke Eber. „Immer wenn wir es vorne gut gelöst haben, gab es in der Abwehr Probleme.“ So blieb es auch im dritten Durchgang spannend, ehe sich Deutschland zur erneuten Führung und kurze Zeit später zum Sieg kämpfte (11:8, 9:11, 11:7, 11:8). „Nachdem wir in den vergangenen Jahren immer spielerisch überzeugen konnten war heute viel Kampf dabei. Das war zwar eine neue Erfahrung, aber ich finde es unheimlich beeindruckend, wie wir das gelöst haben“, sagte Silke Eber.

Es war der insgesamt elfte EM-Titel der deutschen Frauen, der dritte in Folge. Und als Europameister hat sich Deutschland für das 2021 erstmals ausgetragene Faustballturnier der Frauen bei den World Games in Birmingham (USA) qualifiziert.

Zum erfolgreichen Team gehören: Hinrike Seitz, Annika Bösch, Theresa Schröder, Luca von Loh (alle TV Jahn Schneverdingen), Sonja Pfrommer, Anna Lisa Aldinger (beide TSV Dennach), Svenja Schröder (TV Segnitz), Pia Neuefeind (TV Unterhaugstett), Henriette Schell (TSV Calw), Michaela Grzywatz (Ahlhorner SV).

Die männliche U21 rundete das erfolgreiche Wochenende in Tschechien mit einem klaren 3:0-Finalsieg gegen Österreich ab und holte den Titel, nach der Niederlage im Vorjahr, zurück nach Deutschland (11:7, 11:3, 11:7).

Eine Woche zuvor musste sich Nationalmannschaft der männlichen U18 mächtig strecken. Bei den Titelkämpfen in Hohenlockstedt (Schleswig-Holstein) lieferte sich die Mannschaft von Bundestrainer Kolja Meyer einen wahren Krimi gegen Österreich. Zunächst sah alles nach einer klaren Niederlage aus, nach einer beeindruckenden Aufholjagd glich dann Österreich wieder aus, hatte sogar Matchbälle. Am Ende aber jubelten die deutschen Nachwuchsfaustballer (4:11, 11:9, 15:13, 8:11, 14:12). Deutlicher verteidigte die weibliche U18 ihren Titel. Gegen Österreich gewann das Team ihr Finale glatt in drei Sätzen (11:6, 11:5, 11:8).

Ein deutsches Team ist in diesem Jahr nun noch gefordert. Die Männer-Nationalmannschaft tritt vom 11. bis 17. August in Winterthur (Schweiz) bei der Weltmeisterschaft als Titelverteidiger an. Erstmals werden 18 Nationen an einer Weltmeisterschaft teilnehmen.

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